ABT steigt mit der Brutale 1000 ABT ins Motorradgeschäft ein
ABT Sportsline, vor allem als Tuner von Fahrzeugen des Volkswagen-Konzerns bekannt, betritt die Motorradwelt. Erstes Projekt ist die Brutale 1000 ABT, eine auf 130 nummerierte Exemplare limitierte Serie zum 130-jährigen Bestehen von ABT.
ABT startet mit dem Topmodell von MV Agusta
Das Sondermodell von ABT und MV Agusta basiert auf der Plattform der Brutale 1000. Bei einer neuen Lackierung bleibt es nicht. Das Motorrad erhält Carbonteile, eine Alcantara-Sitzbank, eigene Grafiken und eine aerodynamische Carbonabdeckung für das Hinterrad, die den Luftwiderstand im Bereich des Motorrads verringern soll.
Insgesamt verwendet die Brutale 1000 ABT 19 Carbonkomponenten. Dazu zählen Bauteile für die Lufteinlässe, die Tankseiten, den Frontspoiler, Hitzeschilde, Motorabdeckungen und die Hinterradabdeckung. Das Farbschema kombiniert Nero Carbonio Metallizzato Schwarz mit Rosso Fuoco Rot, was schon italienisch genug klingt, bevor überhaupt jemand den Motor gestartet hat.
Mehr Leistung mit dem Track-Kit
Angetrieben wird das Motorrad von einem 998 Kubikzentimeter großen Reihenvierzylinder. Mit der Serienabgasanlage leistet er 201 PS und liefert 116 Nm Drehmoment. Mit dem mitgelieferten Track-Kit, zu dem eine Arrow-Titanabgasanlage mit vier Endrohren und ein eigenes ECU-Steuergerät gehören, steigt die Leistung auf 208 PS.
ABT betont, dass die Komponenten des Track-Kits ausschließlich für den Einsatz auf der Rennstrecke vorgesehen sind. Vielleicht eine höfliche Art zu sagen, dass nicht jede Inszenierung auf die Straße gehört.
Beim Fahrwerk kommen elektronisch geregelte Öhlins-Dämpfer, Schmiederäder und Brembo-Stylema-Bremssättel zum Einsatz. Zum Track-Kit gehören außerdem 320 Millimeter große Braking-Batfly-Bremsscheiben vorn.
Preis in Italien knapp 41.000 Euro
Die Produktion der Brutale 1000 ABT beginnt im vierten Quartal 2026. Gebaut werden exakt 130 Exemplare, der empfohlene Preis in Italien liegt bei 40.990 Euro.
Der Verkauf erfolgt über das offizielle Händlernetz von MV Agusta. Für ABT ist das klar eher ein Imageprojekt als der Einstieg in den Motorrad-Massenmarkt. Das Unternehmen kommt nicht mit einem Volumenmodell, sondern mit einer limitierten Serie, die italienisches Motorraddesign mit der Motorsportsprache eines deutschen Tuninghauses verbindet.