BMW iX3
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BMW iX3: Neue Klasse, KI und 800-Volt-Power

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 06.01.2026

Auf der CES 2026 in Las Vegas rückt BMW den neuen iX3 ins Rampenlicht – ein Modell, das die Last einer ganzen Zukunftsplattform trägt. Künstliche Intelligenz, ein überarbeitetes iDrive, Elektrohardware der nächsten Generation und das Versprechen, das bislang BMW-typischste Fahrerlebnis zu bieten, klingen ehrgeizig. BMW will, dass man diese Ansage ernst nimmt.

BMW reist mit einer klaren Botschaft zur Consumer Electronics Show: Der iX3 ist nicht einfach ein weiteres Elektro-SUV, sondern das erste Serienmodell, das die Philosophie der Neuen Klasse vollständig verkörpert. Auf dieser technologischen Basis will BMW bis 2027 bis zu 40 neue oder umfassend überarbeitete Modelle aufbauen.

Die Münchner denken das Bedienkonzept weiter. Das BMW Panoramic iDrive, erstmals auf der CES 2025 gezeigt, feiert hier ebenso Premiere wie das BMW Operating System X. Die Marke verspricht weniger visuelle Ablenkung und eine stärker fahrerorientierte Logik. Hände bleiben am Lenkrad, Augen auf der Straße – so sieht BMW das.

Erstmals demonstriert BMW auch einen KI-gesteuerten Intelligent Personal Assistant, jetzt integriert mit Amazon Alexa Plus. BMW behauptet, als erster Hersteller eine solche Lösung in Serie zu bringen. In der Praxis bedeutet das natürlichere Dialoge, die Möglichkeit, mehrere Fragen in einem Satz zu stellen, und Zugriff auf Informationen jenseits des Fahrzeugs. Deutschland und die USA erhalten das System ab der zweiten Jahreshälfte 2026.

Im CES-Kontext setzt BMW stark auf digitale Inhalte. Der iX3 unterstützt Video- und Streamingdienste wie Disney Plus, eine TiVo-basierte Video-App, Zoom-Videocalls im Stand, AirConsole-Spiele mit dem Smartphone als Controller und exklusive Titel wie Hot Wheels Xtreme Overdrive.

Sobald die Fahrt beginnt, stoppt die Videowiedergabe automatisch und läuft als Audio weiter. Grundlegende Sicherheitsregeln gelten weiterhin.

Technisch überzeugt der iX3 vor allem mit dem neuen, sechsten BMW eDrive. Zwei Elektromotoren – ein fremderregter Synchronmotor hinten, ein Asynchronmotor vorn – liefern zusammen 345 kW (469 PS) und 645 Newtonmeter Drehmoment. Der Sprint von 0–100 km/h gelingt in 4,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h.

Die 800-Volt-Architektur und eine neue Batterie mit zylindrischen Zellen bieten 108,7 kWh nutzbare Energie und bis zu 805 Kilometer WLTP-Reichweite. BMW gibt an, die Energieverluste um 40 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration gesenkt und die Produktionskosten um 20 Prozent reduziert zu haben.

Beim Laden setzt BMW Maßstäbe: Der iX3 lädt mit bis zu 400 kW Gleichstrom. Von 10 auf 80 Prozent dauert es 21 Minuten, zehn Minuten am Schnelllader bringen bis zu 372 Kilometer Reichweite.

Bidirektionales Laden ist serienmäßig. Dazu gehören Vehicle-to-Load für externe Geräte, Vehicle-to-Home für die Hausspeicherung und Vehicle-to-Grid zur Rückspeisung ins Netz. In Nordamerika gibt es einen NACS-Anschluss, CCS bleibt per Adapter erhalten.

BMW bleibt sich treu. Das sogenannte Heart of Joy ist eines von vier Superhirnen, die Antrieb, Bremsen, Rekuperation und Lenkung steuern. Laut BMW verarbeitet es Informationen bis zu zehnmal schneller als bisherige Steuergeräte.

98 Prozent der Bremsvorgänge erfolgen laut BMW rein über Rekuperation, die Reibbremse greift nur bei Notstopps oder sehr sportlicher Fahrweise ein. Ein bemerkenswerter Wert.

BMW Symbiotic Drive verbindet Fahrerinput und Assistenzsysteme geschmeidiger als zuvor. Ein leichter Tritt aufs Bremspedal deaktiviert den Tempomaten nicht, sanftes Lenken schaltet den Spurhalteassistenten nicht ab.

Optional erlaubt der Highway Assistant freihändiges Fahren bis 130 km/h, bleibt aber auf Level 2. Spurwechsel werden mit einem Blick bestätigt – futuristisch, aber im Alltag noch zu beweisen.

BMW setzt klar auf Intelligenz, elektrische Kraft und fein abgestimmte Steuerung für das nächste Jahrzehnt. Ob der iX3 tatsächlich das BMW-typischste Elektro-Fahrerlebnis liefert, zeigt sich erst fernab der Scheinwerfer von Las Vegas auf echten Straßen.


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