BMW M elektrisiert: Virtuelle Gänge und neue Technik
BMW gibt neue Einblicke in die kommenden Elektro-M-Modelle auf Basis der Neuen Klasse und verrät technische Details, die selbst eingefleischte Skeptiker überzeugen sollen. Die Bayern entwickeln einen neuen Batteriepack mit über 100 kWh nutzbarer Kapazität. Doch der eigentliche Clou: Die künftigen Performance-Stromer erhalten eine virtuelle Gangschaltung, um das typische Fahrerlebnis trotz Elektroantrieb zu bewahren.
Die Entwickler bestätigen: Die neuen Topmodelle werden mit vier Elektromotoren ausgestattet, sodass jedes Rad über ein eigenes Untersetzungsgetriebe verfügt. Dieses Konzept soll die Fahrzeugkontrolle auf ein neues Niveau heben und sowohl Dynamik als auch Energierückgewinnung verbessern. Je nach Wunsch des Fahrers kann der Antrieb von Allrad- auf reinen Hinterradantrieb umgestellt werden – entweder um Reichweite zu sparen oder um die Reifen qualmen zu lassen. Für letzteres sorgt ein eigens entwickeltes Soundsystem, das die Lücke füllt, wo früher ein Reihensechszylinder röhrte.
Zur genauen Leistung der Motoren schweigt BMW noch, doch eines ist sicher: Es werden die stärksten Modelle der Markengeschichte. Der eigens entwickelte Batterieblock wird direkt in die Karosseriestruktur integriert und das Thermomanagement gezielt auf harte Rennstreckeneinsätze abgestimmt. Um das Gewicht zu senken, kommen Verbundwerkstoffe aus Naturfasern zum Einsatz, die ähnliche Eigenschaften wie Carbon bieten, aber umweltfreundlicher sind. Als Beweis veröffentlichte BMW ein Foto eines Dachteils aus dieser neuen Technologie – Ökologie und Sportlichkeit schließen sich also nicht aus.
Das erste vollelektrische M-Modell dürfte eine Limousine im Format des aktuellen M3 werden und die Plattform mit dem kommenden i3 teilen. Während BMW diese Prototypen testet, bleibt der Verbrenner nicht außen vor: Parallel entsteht eine neue Generation des 3er mit klassischem Antrieb und ähnlichem, aber nicht identischem Design. Die ersten Sportler auf Neue-Klasse-Basis rollen voraussichtlich 2027 auf die Straße – dann beginnt die Ära, in der Software und Simulation endgültig die klassische Mechanik ablösen.