BMW-Chef Oliver Zipse übergibt an Milan Nedeljković
BMW-Vorstandsvorsitzender Oliver Zipse hat die Führung des Konzerns abgegeben und den Posten an Milan Nedeljković übergeben, bislang Produktionsvorstand des Unternehmens. Zipse war 35 Jahre für die BMW Group tätig, selbst nach Münchner Maßstäben eine lange Amtszeit.
Geplanter Wechsel an der BMW-Spitze
BMW hat die Übergabe auf der 106. Hauptversammlung bestätigt. Oliver Zipse gab seinen Posten als Vorstandsvorsitzender der BMW AG an Milan Nedeljković ab, ohne Last-Minute-Drama. Das Unternehmen hatte bereits angekündigt, dass Zipse nach der Hauptversammlung am 13. Mai 2026 aus dem Vorstand ausscheiden werde.
Zipse kam 1991 als Trainee in der Entwicklungsabteilung zu BMW. Später leitete er das MINI-Werk, zog 2015 in den Vorstand der BMW AG ein und wurde 2019 Vorstandsvorsitzender. BMW schreibt ihm zu, den Konzern durch mehrere Krisen geführt zu haben, darunter die Coronavirus-Pandemie, und das Projekt Neue Klasse geprägt zu haben, auf dem als strategischer Wette nun ein großer Teil der Zukunft der Marke lastet.
Auch der neue BMW-Chef kommt aus den eigenen Reihen
Milan Nedeljković ist kein Außenstehender, der für die Wirkung von außen geholt wurde. Er kam 1993 zu BMW und wurde 2019 Mitglied des Vorstands der BMW AG, wo er die Produktion verantwortete. Nach Angaben von BMW läuft sein neuer Vertrag als Vorstandsvorsitzender bis 2031.
Der Führungswechsel fällt in eine Phase, in der die Autoindustrie ihr Geschäftsmodell auf Elektrifizierung, stärkeren Wettbewerb aus China und anhaltende Handelsspannungen ausrichtet. Reuters verwies darauf, dass BMWs Wachstumshoffnungen zum Teil auf der Generation Neue Klasse ruhen, die in der Elektroauto-Strategie des Unternehmens eine zentrale Rolle spielen soll.
Für BMW ist das damit weniger ein Palastputsch als eine sorgfältig terminierte Schlüsselübergabe. Ob der weitere Weg ebenso geordnet verläuft, ist eine andere Frage.