Fullscreen Image

Dodge lässt die Super Bee erneut aus dem Bienenstock – doch ihr Stachel bleibt geheim

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 29.07.2026

Dodge bereitet die Enthüllung eines noch stärkeren Charger mit Sechszylindermotor vor, und ein Teaser voller summender Bienen lässt kaum Zweifel daran, welches Emblem er wahrscheinlich tragen wird. Die Rückkehr des Super Bee scheint bevorzustehen, auch wenn Dodge weder den Namen noch die Leistung oder die technischen Änderungen bestätigt hat. Eines ist klar: Die neue Version muss die 410 kW des aktuellen Charger Scat Pack übertreffen.

Die Bienen deuten auf eine Wiederbelebung des Super Bee hin

Dodge hat ein 15 Sekunden langes Video veröffentlicht, in dem Bienen um eine Startampel für Beschleunigungsrennen schwärmen. Der Clip endet mit dem Datum 8.7.26, das im US-Datumsformat für den 7. August 2026 steht. Dodge zufolge betrifft die Ankündigung den bislang stärksten Charger mit SIXPACK-Antrieb.

Das Super-Bee-Emblem ist die naheliegende Schlussfolgerung, auch wenn Dodge das Auto noch nicht offiziell benannt hat. Ebenso wenig hat das Unternehmen es gezeigt oder Leistungsdaten zum Antrieb veröffentlicht. Super Bee ist keine eigenständige Modellreihe, sondern eine historische Leistungsbezeichnung, die Dodge im Laufe der Jahre für verschiedene Coronet- und Charger-Derivate verwendet hat.

Der Teaser verweist auf den 7. August. Am folgenden Tag, dem 8. August, findet MotorTrend Presents Roadkill Nights Powered by Dodge am M1 Concourse und auf der Woodward Avenue in Pontiac, Michigan, statt. Die Veranstaltung 2026 umfasst straßenzugelassene Beschleunigungsrennen auf der Woodward Avenue sowie erstmals einen separaten Rundstreckenwettbewerb innerhalb des M1 Concourse.

Der neue Charger muss mehr als 410 kW leisten

Der aktuelle Charger Scat Pack nutzt einen Biturbo-3,0-Liter-Reihensechszylinder SIXPACK H.O. In US-Spezifikation leistet er 550 hp beziehungsweise 410 kW und entwickelt 531 lb-ft beziehungsweise 720 Nm. Eine Achtgang-Automatik überträgt die Kraft an den serienmäßigen Allradantrieb, während ein vom Fahrer wählbarer Hinterradantriebsmodus 100 Prozent des Drehmoments an die Hinterräder leiten kann.

Dodge nennt für die Beschleunigung von 0–60 mph (0–97 km/h) 3,9 Sekunden, für die Viertelmeile 12,2 Sekunden und als Höchstgeschwindigkeit 177 mph (285 km/h). Der maximale Ladedruck beträgt 30 psi (2,07 bar), während die beiden 54 mm großen Garrett-GT2054-Turbolader mit bis zu 185.000 U/min drehen.

Wenn Dodge den Neuling als bislang stärksten Charger mit SIXPACK-Antrieb bezeichnet, muss er mehr als 410 kW leisten. Wie viel mehr, ist unbekannt. Die im Internet kursierende Angabe von 600 hp – rund 447 kW – erscheint technisch plausibel, wurde von Dodge aber nicht bestätigt. Bis zur offiziellen Enthüllung bleibt sie Spekulation und ist keine technische Spezifikation.

Ein Super Bee braucht mehr als gelbe Aufkleber

Dodge brachte den ersten Super Bee 1968 als kraftvolle, vergleichsweise schnörkellose Antwort auf den Plymouth Road Runner auf den Markt. Das auf dem Coronet basierende Original stellte einen großen Motor und gute Fahrleistungen auf der Geraden über eine luxuriöse Ausstattung. Die jüngste Version war der Dodge Charger Super Bee von 2023, ein Last-Call-Sondermodell auf Basis des Charger R/T Scat Pack. Sein 6,4-Liter-Hemi-V8 leistete 485 hp (362 kW) und entwickelte 475 lb-ft (644 Nm); Dodge baute 1.000 Exemplare.

Dieses Auto bot mehr als ein Bienenemblem und eine Sonderlackierung. Dodge ergänzte:

für Beschleunigungsrennen abgestimmte adaptive Bilstein-Dämpfer

Brembo-Vierkolbenbremsen vorn

leichte, gerändelte Räder

ab Werk montierte Nexen-Reifen für Beschleunigungsrennen

einen speziellen Drag Mode

Die kleineren Bremssättel waren keine Verschlechterung. Sie reduzierten das Gewicht an der Vorderachse und schufen vor allem Platz für 18-Zoll-Räder. Der Super Bee mit Breitbaukarosserie war serienmäßig mit 18-Zoll-Rädern ausgestattet, während die Version mit schmaler Karosserie diese für den Einsatz auf der Beschleunigungsstrecke aufnehmen konnte. Der Drag Mode der Bilstein-Dämpfer förderte bei harten Starts die Gewichtsverlagerung von vorn nach hinten, wodurch die Hinterreifen stärker belastet wurden und mehr Traktion aufbauen konnten.

Der neue Super Bee sollte derselben Philosophie folgen. Mehr Leistung allein wird ihn nicht besonders machen, denn bereits der reguläre Scat Pack bietet Launch Control, Line Lock, Brembo-Bremsen und die Möglichkeit, vom Allrad- auf Hinterradantrieb umzuschalten. Zumindest muss Dodge Fahrwerk, Reifen oder Antriebskühlung überarbeiten, um die Wiederbelebung einer derart traditionsreichen Bezeichnung zu rechtfertigen.

Ein Biturbo-Reihensechszylinder ersetzt den Hemi

Dodge hat die neue Version direkt mit dem SIXPACK-Antrieb verknüpft. Zumindest bei diesem Modell schließt das einen Hemi-V8 aus und rückt den 3,0-Liter-Reihensechszylinder der Hurricane-Familie klar in den Mittelpunkt. Bereits im aktuellen Scat Pack übertrifft der neue Motor den V8 des Super Bee von 2023 um 48 kW und 76 Nm. Der Allradantrieb hilft, diese Leistung beim Start wirkungsvoller auf die Straße zu bringen, doch dabei verändert sich zwangsläufig der Charakter des Autos.

Der Hemi bot den Klang eines freisaugenden V8, eine lineare Gasannahme und Hinterradantrieb. Der SIXPACK setzt dagegen ein breiteres Drehmomentplateau, zwei Turbolader und die Möglichkeit, zwischen Allrad- und Hinterradantrieb umzuschalten.

Auch der Name SIXPACK ist eine bewusste Anspielung auf die Vergangenheit. Ursprünglich bezeichnete er drei Doppelvergaser mit insgesamt sechs Vergaserläufen. Heute verbindet Dodge dieselbe Bezeichnung mit der Zylinderzahl des Motors, obwohl der moderne Reihensechszylinder über Direkteinspritzung und zwei Turbolader verfügt.

Europäische Käufer können den offiziellen Dodge-Importeur nutzen

Dodge öffnete am 10. Juni 2026 die europäischen Bestellbücher für die neue Charger-Generation. Sowohl der benzinbetriebene SIXPACK als auch die elektrische Daytona-Version sind über KWA, den offiziellen europäischen Dodge-Importeur, und dessen autorisiertes Händlernetz erhältlich. Das europäische Angebot umfasst zwei- und viertürige Karosserievarianten in den Ausstattungslinien R/T und Scat Pack. Die Preise beginnen bei 66.000 €, die ersten Auslieferungen werden im September 2026 erwartet.

Dodge hat allerdings nicht mitgeteilt, ob der mögliche Super Bee in das europäische Angebot aufgenommen wird. Für ein noch nicht angekündigtes Derivat gibt es zudem weder modellspezifische Europapreise noch WLTP-Verbrauchs- oder CO2-Emissionswerte. Seine Verfügbarkeit in Europa bleibt daher ungewiss, auch wenn für die reguläre Charger-Baureihe inzwischen ein offizieller Importweg besteht.

Aus europäischer Sicht ist das Modell dennoch interessant. Der Ford Mustang hält am freisaugenden V8 fest, während Dodge zu beweisen versucht, dass ein amerikanisches Muscle-Car seinen Charakter auch mit einem Biturbo-Sechszylindermotor und Allradantrieb bewahren kann. Ein zurückkehrender Super Bee würde dem neuen Charger mehr als nur eine weitere Leistungsstufe bescheren. Er würde eine Brücke zwischen der alten Hemi-Ära und der neuen SIXPACK-Generation schlagen.

Dodge hat die Biene aus dem Bienenstock gelassen. Ob sie noch einen Stachel hat, wird sich am 7. August zeigen.


Warning: is_file(): open_basedir restriction in effect. File(/var/www/clients/client0/web302/web/stats/track.php) is not within the allowed path(s): (/var/www/clients/client0/web302/private/autopub-int/:/var/cache/int-auto-pub/root-cache/:/tmp:/usr/share/php:/dev/urandom:/dev/random) in /var/www/clients/client0/web302/private/autopub-int/de/footer.php on line 6