Ferrari Purosangue
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Ferrari arbeitet an schärferem, stärkerem Purosangue-Flaggschiff

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 13.03.2026

Mehreren Quellen zufolge entwickelt Ferrari eine leistungsstärkere, stärker auf den Fahrer zugeschnittene Version des Purosangue, deren Debüt in der zweiten Hälfte 2026 wahrscheinlich ist. Demnach sind zwei Wege denkbar: ein eigenständiges Performance-Modell oder ein aggressiveres Assetto-Fiorano-Paket als bisher. Reuters berichtete zudem, Ferrari plane in diesem Jahr fünf neue Modelle, ein härter abgestimmter Purosangue würde in diesen Produktzyklus passen.

Der aktuelle Purosangue startet bereits auf sehr hohem Niveau. Ferraris erstes viertüriges Viersitzer-Modell nutzt einen frei saugenden 6,5-Liter-V12 mit 725 PS bei 7.750 U/min und beschleunigt aus dem Stand in 3,3 Sekunden auf 100 km/h. Mit anderen Worten: Ferrari versucht hier nicht, ein schwaches Basismodell zu retten. Vielmehr sucht Maranello nach Wegen, den Charakter zu schärfen und den Purosangue näher an das traditionelle Ideal der Marke als echtes Fahrerauto heranzuführen.

Die Assetto-Fiorano-Logik weist den Weg

Folgt Ferrari der bekannten Assetto-Fiorano-Formel, konzentrieren sich die Ingenieure auf drei zentrale Stellhebel: Masse reduzieren, aerodynamischen Abtrieb erhöhen und die dynamischen Reaktionen des Autos straffer auslegen. Ferrari nutzt den Namen Assetto Fiorano seit Langem als Signal für genau diese Art der Behandlung. Bei anderen Modellen bedeutet das meist Carbonfaser-Teile, Fahrwerksänderungen und ein Setup, das stärker in Richtung Track-Einsatz tendiert.

Auf den Purosangue übertragen, ergäbe dieses Rezept auch kommerziell Sinn. Es würde die emotionale Anziehungskraft steigern, ohne dass Ferrari eine komplett neue Architektur entwickeln müsste. Für ein Unternehmen, das genau weiß, wie viel es für etwas mehr Drama und etwas weniger Kompromiss verlangen kann, ist das kein schlechter Kunstgriff.

Exklusivität macht den Business Case noch stärker

Aus geschäftlicher Sicht wirkt die Logik noch zwingender. Ferraris Auftragsbuch reicht laut dem Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens bereits bis Ende 2027. Die Nachfrage bleibt sehr hoch, während die Purosangue-Produktion bewusst auf weniger als 20 Prozent der Gesamtauslieferungen begrenzt ist, um die Exklusivität zu wahren.

In diesem Kontext würde eine teurere und profitablere Flaggschiff-Version Ferrari Spielraum geben, die Erträge zu steigern, ohne das Produktionsvolumen aufzublähen. Einfach gesagt: Maranello würde keinen sportlicheren Purosangue bauen, weil er gerettet werden müsste. Sondern weil der Markt bereit ist, für eine noch konzentriertere Dosis dessen, was das Auto bereits ziemlich gut kann, sehr viel zu bezahlen.

Mehr als nur eine weitere Modellpflege

Für Ferrari wäre das mehr als eine routinemäßige Erweiterung der Modellpalette. Es würde bestätigen, dass das Unternehmen selbst in einer von Elektrifizierung geprägten Ära einen frei saugenden V12 als ernstzunehmendes Geschäftsargument sieht und nicht nur als nostalgische Spielerei.

Ein radikalerer Purosangue würde Ferrari erlauben, zwei Dinge zugleich zu erreichen. Er würde Traditionalisten klar auf seiner Seite halten und zugleich noch mehr Wert aus einer Plattform ziehen, für die Käufer ohnehin bereits Schlange stehen. In Maranello gilt das meist als ein sehr elegantes Problem.


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