Infiniti QX65 zeigt ersten Teaser, Premiere am 26. März
Was das erste Bild tatsächlich zeigt
Der Teaser lässt große Teile des Autos im Dunkeln, aber nicht so sehr, dass sich gar nichts erkennen ließe. An der Front grenzt sich der QX65 klar vom Plattformbruder QX60 ab. Zu sehen sind eine andere Schürze, ein neues Grillmuster und eine zweigeteilte Lichtsignatur. Das frühere Konzept QX65 Monograph deutet zudem recht deutlich an, wohin das Serienauto zielt: eine lange, sportliche Dachlinie, ein breites Leuchtenband am Heck und eine Form, die stärker auf Präsenz als auf praktische Kubikmeter setzt. Anders gesagt: Der QX65 will nicht wie ein vernünftiger Familienkauf wirken. Er will auffallen.
Premiere Ende März, in den Showrooms ab April
Infiniti nennt den 26. März als Debüttermin. Danach soll das Auto öffentlich auf der New York Auto Show zu sehen sein, die vom 1. bis 12. April läuft. Der US-Verkaufsstart wird für Juni erwartet. Infiniti zieht die Spannung damit nicht bis in den Herbst, sondern versucht, Aufmerksamkeit zügig in Bestellungen zu verwandeln.
Das bislang erwartete Technikpaket
Frühe Informationen deuten darauf hin, dass der Infiniti QX65 einen 2,0-Liter-Turbomotor mit einer Neungang-Automatik kombiniert, während Allradantrieb weiter in der Optionsliste stehen soll. Die Leistung wird bei 272 hp erwartet, also rund 200 kW. Car and Driver berichtet, dass die US-Version bei 268 hp starten könnte. Das klingt weniger nach einem echten Widerspruch als nach dem üblichen Durcheinander unterschiedlicher Messstandards. In der Sache bleibt das Bild ähnlich. Zum Start dürfte es eine moderat kräftige Vierzylinder-Variante geben, später soll ein 3,5-Liter-V6 folgen, der über 300 hp liegen soll, also etwa 221 kW. Auch die Möglichkeit eines Red-Sport-Modells steht weiterhin im Raum, denn FX-Nostalgie ohne eine Art Performance-Aushängeschild würde nur halbherzig wirken.
Warum der QX65 mehr als üblich zählt
Der QX65 wird als Infinitis erste wirklich neue Neuheit seit 2021 beschrieben. Die Marke braucht ein Modell, das wieder etwas Charakter und Sichtbarkeit bringt, weil es im Premium-Markt längst nicht mehr reicht, nur einen großen Grill und weiches Leder zu bieten. Wenn Infiniti Käufer tatsächlich an die Jahre erinnern will, in denen der FX die Shortlist vieler Interessenten durcheinanderbrachte, muss der QX65 mehr sein als ein QX60 mit eleganterer Dachlinie.
Infiniti nutzt die Coupé-SUV-Formel, um einer gewöhnlicheren Plattform mehr Emotion und einen höheren Preis zu geben. Der Trick ist nicht neu. Neu ist, wie viel schwerer er sich heute überzeugend verkaufen lässt. In dieser Klasse erledigt eine abfallende Dachlinie den Job nicht mehr allein. Käufer erwarten auch eine klare Identität. Infiniti scheint das inzwischen verstanden zu haben, und das ist zumindest ein kleiner Schritt nach vorn.