GT by Jensen International Automotive,
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Jensen Interceptor: Britischer Klassiker als moderner GT

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 15.01.2026

Einer der legendärsten Namen der Automobilwelt kehrt zurück: Der britische Kleinserienhersteller Jensen International Automotive (JIA) plant eine Neuauflage des ikonischen Interceptor. Das Symbol der 1960er und 70er Jahre, berühmt für seine gewaltige Rundum-Heckscheibe und brutale Power, kommt nicht als restaurierter Oldtimer, sondern als komplett neu entwickelter Gran Turismo. Ziel ist es, britische Eleganz und rohe Leistung in ein technologisch anspruchsvolles Paket zu gießen, das mit heutigen Luxus-Coupés konkurrieren kann.

Im Gegensatz zu vielen aktuellen Wiederbelebungen setzt Jensen nicht auf einen reinen Elektroantrieb, sondern bleibt dem Verbrennungsmotor und einem betont analogen Fahrerlebnis treu. Die neue Interceptor-Generation basiert auf einem maßgeschneiderten Aluminium-Chassis und erhält einen kräftigen V8-Motor, der in manchen Versionen über 600 PS leisten soll. Damit knüpft man an das Original an, das britische Karosseriekunst mit amerikanischer Chrysler-Power verband – diesmal jedoch mit moderner Technik, die aktuellen Emissions- und Fahrwerksstandards entspricht. Das neue Fahrwerk bietet eine komplett unabhängige Radaufhängung und Hochleistungsbremsen, damit dieser britische Aristokrat auch auf anspruchsvollen Straßen souverän bleibt.

Beim Design balanciert JIA gekonnt zwischen Tradition und Moderne: Die berühmte gläserne Heckkuppel bleibt erhalten, doch die Karosserie besteht aus leichten Verbundwerkstoffen und Aluminium. Im Innenraum trifft handvernähtes Leder auf moderne Displays und High-End-Audiosysteme – ein Ambiente, das sich vor Bentley oder Aston Martin nicht verstecken muss. Der neue Interceptor richtet sich an Sammler, die den analogen Geist schätzen, aber auf digitalen Komfort nicht verzichten wollen.

Die Wiedergeburt folgt auf Jahre zäher Entwicklung, in denen Markenrechte und Erbe mehrfach den Besitzer wechselten. Nun scheint die Finanzierung und technische Unterstützung gesichert, die ersten Exemplare sollen ab 2026 in limitierter Stückzahl an Kunden ausgeliefert werden. Als Nischenprodukt mit streng begrenzter Produktion ist der neue Interceptor schon jetzt ein künftiges Sammlerstück und Statussymbol. Ob diese Renaissance länger Bestand hat als frühere Versuche, britische Legenden zu beleben, bleibt abzuwarten – doch der Interceptor ist bereit, seinen Platz auf der Straße zurückzuerobern.


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