Kia K4 Kombi: Mexikaner fordert europäische Platzhirsche heraus
Kia präsentiert mit dem K4 Kombi das dritte und wohl praktischste Mitglied der K4-Familie. Das Modell, das im mexikanischen Werk produziert wird, soll den aktuellen Ceed Sportswagon in Europa ablösen. Mit fünf Türen richtet sich der Kombi an alle, denen eine Limousine zu eng und ein Hatchback zu klein ist. Während die Front das futuristische Design der Baureihe übernimmt, zeigt das Heck eine völlig neue Architektur mit eigenständigen Säulen und einer maßgeschneiderten Heckklappe.
Mit knapp 4,7 Metern Länge positioniert sich der neue K4 Kombi mitten im Familiensegment und bietet einen soliden Radstand von 2720 Millimetern. Das Kofferraumvolumen beträgt 604 Liter – deutlich mehr als beim Hatchback, aber noch immer etwas unter den europäischen Bestwerten von Volkswagen Golf und Škoda Octavia. Kia setzt dennoch auf Komfort und Technik: Die Heckklappe öffnet kontaktlos per Sensor, und im Innenraum dominiert eine breite Display-Landschaft.
Das Cockpit empfängt den Fahrer mit zwei 12,3-Zoll-Bildschirmen für Instrumente und Infotainment, dazwischen sitzt ein 5-Zoll-Display für die Klimasteuerung. Bei den Extras zeigt sich Kia großzügig: Sitzheizung und -belüftung vorn sowie ein Harman Kardon Soundsystem für Klangliebhaber sind verfügbar. Offenbar wollten die koreanischen Ingenieure ein Ambiente schaffen, das teurer wirkt, als es der Preis vermuten lässt.
Unter der Haube startet der K4 mit klassischen Benzinern. Den Einstieg markiert ein 1,0-Liter-Turbodreizylinder mit 115 PS. Wer lieber Automatik fährt, bekommt eine Mildhybrid-Variante, während der 1,6-Liter-Turbo bis zu 180 PS liefert. Eine Vollhybrid-Version ist bereits angekündigt und dürfte angesichts der strenger werdenden EU-Emissionsvorgaben die Position des K4 weiter stärken. Kia zeigt sich also bestens gerüstet, um den europäischen Platzhirschen mit mexikanischem Selbstbewusstsein Paroli zu bieten.