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Maserati verleiht dem Nettuno V6 mehr Leistung und erweitert das Grecale-Motorenangebot

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 27.08.2026

Maserati aktualisiert drei seiner wichtigsten Modelle für das Modelljahr 2027. GranTurismo und GranCabrio Trofeo erhalten eine 434-kW-Version des Nettuno V6, während die Grecale-Baureihe um einen neuen Modena V6 mit 287 kW erweitert wird. Gleichzeitig frischt der italienische Hersteller das Exterieur- und Interieurdesign der Fahrzeuge auf. Das Update ist relevant, weil Maseratis traditionelle Hochleistungs-GTs in Europa nicht nur mit deutschen Luxuskonkurrenten, sondern auch mit einem immer leistungsstärkeren Feld elektrischer Alternativen konkurrieren müssen.

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GranTurismo Trofeo erhält 30 kW mehr

Die größte technische Änderung beim GranTurismo und GranCabrio Trofeo befindet sich unter der Motorhaube. Der 3,0-Liter-Nettuno-V6 mit zwei Turboladern leistet nun 590 PS beziehungsweise 434 kW und 650 Nm. Gegenüber der bisherigen Abstimmung mit 550 PS beziehungsweise 404 kW entspricht das einer Steigerung um rund 30 kW.

Der Nettuno ist Maseratis eigener V6, und zu seinen wichtigsten technischen Merkmalen zählt ein Vorkammer-Zündsystem. Die Technologie hilft dabei, die Verbrennung so zu steuern, dass aus einem vergleichsweise kleinen Hubraum eine sehr hohe Literleistung erzielt werden kann.

Maserati wird außerdem die 490-PS- beziehungsweise 360-kW-Version des Nettuno V6 beibehalten und damit eine weniger aggressive Alternative zum Trofeo anbieten. Diese Version ist stärker auf ein ausgewogenes Verhältnis von Komfort und Leistung ausgerichtet.

Mit 434 kW bleibt der Trofeo klar unter den schnellsten verfügbaren GT-Fahrzeugen, doch reine Leistung ist für sich genommen nicht mehr außergewöhnlich. Elektrische Rivalen können noch höhere Systemleistungen und eine vehementere Beschleunigung aus dem Stand bieten. Maseratis Reiz muss daher von anderer Stelle kommen: vom Charakter des Nettuno V6, der Gran-Turismo-Formel und der Fähigkeit, hohes Tempo mit Langstreckenkomfort zu verbinden.

Grecale erhält einen neuen Nettuno V6 unterhalb des Trofeo

Eine noch interessantere Änderung findet in der Grecale-Baureihe statt. Für das Modelljahr 2027 ergänzt Maserati einen Modena V6 mit einem 3,0-Liter-Nettuno, der 390 PS beziehungsweise 287 kW leistet. Die neue Version schließt eine wichtige Lücke zwischen den Vierzylinder-Grecale-Modellen und dem 530 PS starken Trofeo. Dessen 3,0-Liter-Nettuno leistet 390 kW und beschleunigt das SUV in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h; die Höchstgeschwindigkeit beträgt 285 km/h.

Der Modena V6 bietet Käufern die Möglichkeit eines Sechszylindermotors, ohne dass sie bis zur Leistung von 390 kW und dem Preisniveau des Trofeo aufsteigen müssen.

Das könnte in Europa strategisch wichtig sein. Der Porsche Macan der aktuellen Generation ist in Europa elektrisch, während auch viele Rivalen rasch auf Elektrifizierung umsteigen. Maserati kann Käufern, die weiterhin einen Verbrennungsmotor wünschen, somit eine zunehmend seltene Sechszylinder-Alternative bieten.

Einstiegs-Grecale erhält einen 184-kW-Mildhybrid

Auch ein neuer Einstiegs-Grecale wird das spanische Angebot für das Modelljahr 2027 ergänzen. Sein Vierzylinder-Mildhybridantrieb leistet 250 PS beziehungsweise 184 kW. Maserati positioniert ihn nicht als direkten Gegenpart zum Trofeo, sondern nutzt den leistungsschwächeren Antrieb, um das untere Ende der Modellpalette zu stärken.

In ganz Europa kann Maseratis Motorenangebot jedoch von Land zu Land variieren. Besteuerung, Emissionsvorschriften und die lokale Nachfrage beeinflussen alle, welche Antriebe in einzelnen Märkten angeboten werden. Der neu angekündigte Grecale mit 184 kW sollte daher nicht automatisch als neues Standard-Einstiegsmodell für ganz Europa betrachtet werden.

Das MY27-Update beschränkt sich nicht auf Motoren

Maserati hat bestätigt, dass GranTurismo, GranCabrio und Grecale für das Modelljahr 2027 auch Änderungen am Exterieur und Interieur erhalten werden. Das Unternehmen erklärt, die Updates sollten den sportlichen Charakter, die Verarbeitung und die Alltagstauglichkeit der Fahrzeuge schärfen.

Dennoch bleiben die Antriebe das wichtigste technische Element der Modellpflege. Beim GranTurismo und GranCabrio holt Maserati mehr Leistung aus dem bestehenden Nettuno heraus. Beim Grecale wird die Verfügbarkeit des V6 weiter nach unten in der Modellpalette ausgeweitet. Damit wird Maseratis derzeitiges Bekenntnis zum Verbrennungsmotor ziemlich deutlich.

Grecale Modena V6 könnte das wichtigste Modell des Updates sein

Der Trofeo mit 590 PS mag die Schlagzeilen beherrschen, doch aus kommerzieller Sicht könnte der Grecale Modena V6 mit 390 PS bedeutender sein.

Luxus-SUVs verkaufen sich in deutlich größeren Stückzahlen als sportliche GT-Fahrzeuge, und nicht jeder Grecale-Käufer benötigt den Trofeo mit 390 kW. Der V6 mit 287 kW bietet eine logische Mitte. Er behält den Sechszylinder-Nettuno bei, ohne Käufer in die extremste Version der Baureihe zu zwingen.

Ein solcher Antrieb könnte dem Grecale helfen, sich in Europas sich rasch elektrifizierendem Luxusautomarkt abzuheben. Maserati steht allerdings weiterhin vor starker Konkurrenz. BMW, Mercedes-AMG und Porsche bieten alle sehr schnelle SUVs in derselben Preisklasse an, während die Auswahl elektrischer Alternativen noch schneller wächst.

Allein einen V6 zu haben, reicht daher nicht aus. Maserati muss ihn zu einem emotionalen Grund machen, sich für den Grecale statt für einen Rivalen zu entscheiden, der auf dem Papier womöglich genauso leistungsfähig ist.

GranTurismo verteidigt die klassische GT-Formel

Der GranTurismo nimmt eine andere Position ein. Seine Attraktivität wird nicht allein durch Beschleunigung oder Höchstgeschwindigkeit bestimmt. Ein klassischer GT muss sehr schnell sein, aber auch komfortabel und kultiviert genug, um lange Strecken mühelos zurückzulegen.

Maserati ist seit Jahrzehnten in diesem Segment tätig, und der Name GranTurismo ist eng mit dieser Balance verbunden. Der Nettuno mit 434 kW hilft dem Trofeo, bei der Leistung wettbewerbsfähig zu bleiben, doch der Verbrennungsmotor selbst wird zu einem immer wichtigeren Differenzierungsmerkmal.

Der elektrische Porsche Taycan und andere Hochleistungs-EVs zeigen, wie leicht elektrische Antriebe außergewöhnliche Beschleunigung liefern können. Der Nettuno muss sie bei den Zahlen nicht unbedingt schlagen. Seine Aufgabe besteht darin, etwas zu bieten, das ein Elektromotor nicht nachbilden kann: steigende Drehzahlen, Gangwechsel und den mechanischen Charakter eines Verbrennungsmotors.

GranTurismo Trofeo erhält 30 kW mehr

Die größte technische Änderung beim GranTurismo und GranCabrio Trofeo befindet sich unter der Motorhaube. Der 3,0-Liter-Nettuno-V6 mit zwei Turboladern leistet nun 590 PS beziehungsweise 434 kW und 650 Nm. Gegenüber der bisherigen Abstimmung mit 550 PS beziehungsweise 404 kW entspricht das einer Steigerung um rund 30 kW.

Der Nettuno ist Maseratis eigener V6, und zu seinen wichtigsten technischen Merkmalen zählt ein Vorkammer-Zündsystem. Die Technologie hilft dabei, die Verbrennung so zu steuern, dass aus einem vergleichsweise kleinen Hubraum eine sehr hohe Literleistung erzielt werden kann.

Maserati wird außerdem die 490-PS- beziehungsweise 360-kW-Version des Nettuno V6 beibehalten und damit eine weniger aggressive Alternative zum Trofeo anbieten. Diese Version ist stärker auf ein ausgewogenes Verhältnis von Komfort und Leistung ausgerichtet.

Mit 434 kW bleibt der Trofeo klar unter den schnellsten verfügbaren GT-Fahrzeugen, doch reine Leistung ist für sich genommen nicht mehr außergewöhnlich. Elektrische Rivalen können noch höhere Systemleistungen und eine vehementere Beschleunigung aus dem Stand bieten. Maseratis Reiz muss daher von anderer Stelle kommen: vom Charakter des Nettuno V6, der Gran-Turismo-Formel und der Fähigkeit, hohes Tempo mit Langstreckenkomfort zu verbinden.

Grecale erhält einen neuen Nettuno V6 unterhalb des Trofeo

Eine noch interessantere Änderung findet in der Grecale-Baureihe statt. Für das Modelljahr 2027 ergänzt Maserati einen Modena V6 mit einem 3,0-Liter-Nettuno, der 390 PS beziehungsweise 287 kW leistet. Die neue Version schließt eine wichtige Lücke zwischen den Vierzylinder-Grecale-Modellen und dem 530 PS starken Trofeo. Dessen 3,0-Liter-Nettuno leistet 390 kW und beschleunigt das SUV in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h; die Höchstgeschwindigkeit beträgt 285 km/h.

Der Modena V6 bietet Käufern die Möglichkeit eines Sechszylindermotors, ohne dass sie bis zur Leistung von 390 kW und dem Preisniveau des Trofeo aufsteigen müssen.

Das könnte in Europa strategisch wichtig sein. Der Porsche Macan der aktuellen Generation ist in Europa elektrisch, während auch viele Rivalen rasch auf Elektrifizierung umsteigen. Maserati kann Käufern, die weiterhin einen Verbrennungsmotor wünschen, somit eine zunehmend seltene Sechszylinder-Alternative bieten.

Einstiegs-Grecale erhält einen 184-kW-Mildhybrid

Auch ein neuer Einstiegs-Grecale wird das spanische Angebot für das Modelljahr 2027 ergänzen. Sein Vierzylinder-Mildhybridantrieb leistet 250 PS beziehungsweise 184 kW. Maserati positioniert ihn nicht als direkten Gegenpart zum Trofeo, sondern nutzt den leistungsschwächeren Antrieb, um das untere Ende der Modellpalette zu stärken.

In ganz Europa kann Maseratis Motorenangebot jedoch von Land zu Land variieren. Besteuerung, Emissionsvorschriften und die lokale Nachfrage beeinflussen alle, welche Antriebe in einzelnen Märkten angeboten werden. Der neu angekündigte Grecale mit 184 kW sollte daher nicht automatisch als neues Standard-Einstiegsmodell für ganz Europa betrachtet werden.

Das MY27-Update beschränkt sich nicht auf Motoren

Maserati hat bestätigt, dass GranTurismo, GranCabrio und Grecale für das Modelljahr 2027 auch Änderungen am Exterieur und Interieur erhalten werden. Das Unternehmen erklärt, die Updates sollten den sportlichen Charakter, die Verarbeitung und die Alltagstauglichkeit der Fahrzeuge schärfen.

Dennoch bleiben die Antriebe das wichtigste technische Element der Modellpflege. Beim GranTurismo und GranCabrio holt Maserati mehr Leistung aus dem bestehenden Nettuno heraus. Beim Grecale wird die Verfügbarkeit des V6 weiter nach unten in der Modellpalette ausgeweitet. Damit wird Maseratis derzeitiges Bekenntnis zum Verbrennungsmotor ziemlich deutlich.

Grecale Modena V6 könnte das wichtigste Modell des Updates sein

Der Trofeo mit 590 PS mag die Schlagzeilen beherrschen, doch aus kommerzieller Sicht könnte der Grecale Modena V6 mit 390 PS bedeutender sein.

Luxus-SUVs verkaufen sich in deutlich größeren Stückzahlen als sportliche GT-Fahrzeuge, und nicht jeder Grecale-Käufer benötigt den Trofeo mit 390 kW. Der V6 mit 287 kW bietet eine logische Mitte. Er behält den Sechszylinder-Nettuno bei, ohne Käufer in die extremste Version der Baureihe zu zwingen.

Ein solcher Antrieb könnte dem Grecale helfen, sich in Europas sich rasch elektrifizierendem Luxusautomarkt abzuheben. Maserati steht allerdings weiterhin vor starker Konkurrenz. BMW, Mercedes-AMG und Porsche bieten alle sehr schnelle SUVs in derselben Preisklasse an, während die Auswahl elektrischer Alternativen noch schneller wächst.

Allein einen V6 zu haben, reicht daher nicht aus. Maserati muss ihn zu einem emotionalen Grund machen, sich für den Grecale statt für einen Rivalen zu entscheiden, der auf dem Papier womöglich genauso leistungsfähig ist.

GranTurismo verteidigt die klassische GT-Formel

Der GranTurismo nimmt eine andere Position ein. Seine Attraktivität wird nicht allein durch Beschleunigung oder Höchstgeschwindigkeit bestimmt. Ein klassischer GT muss sehr schnell sein, aber auch komfortabel und kultiviert genug, um lange Strecken mühelos zurückzulegen.

Maserati ist seit Jahrzehnten in diesem Segment tätig, und der Name GranTurismo ist eng mit dieser Balance verbunden. Der Nettuno mit 434 kW hilft dem Trofeo, bei der Leistung wettbewerbsfähig zu bleiben, doch der Verbrennungsmotor selbst wird zu einem immer wichtigeren Differenzierungsmerkmal.

Der elektrische Porsche Taycan und andere Hochleistungs-EVs zeigen, wie leicht elektrische Antriebe außergewöhnliche Beschleunigung liefern können. Der Nettuno muss sie bei den Zahlen nicht unbedingt schlagen. Seine Aufgabe besteht darin, etwas zu bieten, das ein Elektromotor nicht nachbilden kann: steigende Drehzahlen, Gangwechsel und den mechanischen Charakter eines Verbrennungsmotors.