Mercedes-Benz GLS
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Mercedes-Benz überarbeitet den GLS, mit MBUX Superscreen serienmäßig, laufruhigeren Motoren und luxuriöserem Fond

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 02.04.2026

Mercedes-Benz hat den GLS überarbeitet und will damit seine Position an der Spitze des Segments großer Luxus-SUV festigen. Die Marke hat die Antriebspalette geschärft, Geräusche und Vibrationen reduziert, den MBUX Superscreen zur Serienausstattung gemacht und zugleich Fahrkomfort sowie den Komfort in der zweiten Reihe verbessert.

Es geht hier nicht nur um einen aufgefrischten Kühlergrill und eine längere Ausstattungsliste. Mercedes nutzt die Modellpflege, um die gesamte Plattform näher an das Niveau zu rücken, das Käufer von einem SUV erwarten, der sich so stark auf die S-Klasse beruft. Das bedeutet mehr digitale Fähigkeiten, mehr akustische Feinarbeit und einen deutlich souveräneren Auftritt.

Die Überarbeitung der Antriebe verfolgt zwei Ziele. Der große SUV soll wacher und zugleich geschmeidiger wirken. Ebenso wichtig ist Mercedes aber, Geräusche und Vibrationen zu senken. In diesem Segment prägt genau diese Kombination die wahrgenommene Qualität deutlicher als jede plakative Leistungszahl. Ein GLS muss seine Performance ohne erkennbare Anstrengung liefern und darf weder den Eindruck erwecken, seine Größe und Masse überforderten den Fahrer, noch die Technik darunter.

Im Zentrum der digitalen Überarbeitung steht MB.OS, das Betriebssystem von Mercedes-Benz. Jeder GLS nutzt nun diese Architektur. Dadurch lassen sich die Fahrzeugfunktionen über eine einheitliche Softwarelogik steuern, zugleich schafft das die Grundlage für jahrelange Over-the-Air-Updates.

Der serienmäßige MBUX Superscreen verändert die visuelle Hierarchie im Innenraum deutlich. Drei 12,3-Zoll-Displays sitzen unter einer gemeinsamen Glasfläche. Damit erhält der GLS jenes digitale Layout, das Käufer im Luxussegment inzwischen eher als selbstverständlich denn als extravagant ansehen. Entscheidend ist dabei, dass nun auch das Display für den Beifahrer serienmäßig an Bord ist.

Mit dem MBUX Virtual Assistant geht das System in die nächste Phase. Er kann mehrstufige Gespräche führen. Die Navigation kombiniert die technische Basis von Google Maps mit der eigenen Benutzeroberfläche und den Diensten von Mercedes-Benz.

Auch den Fond behandelt Mercedes nicht als Nebensache. Das MBUX Fond-Entertainment-Paket an der Spitze des Angebots umfasst zwei 11,6-Zoll-Displays und herausnehmbare MBUX Bedientablets. Damit erhalten die Passagiere Zugriff auf Fahrzeugfunktionen und personalisierte Medieninhalte. Das Comfort Plus Paket steigert den Komfort im Fond zusätzlich.

Zehn Außenkameras, bis zu fünf Radarsensoren und 12 Ultraschallsensoren arbeiten mit einer leistungsfähigen Steuereinheit und hoher Rechenkapazität zusammen. Mercedes bezeichnet dies als den bislang intelligentesten GLS. Der Schwerpunkt liegt dabei auf KI-basierten Funktionen und langfristiger Softwareentwicklung, nicht auf einmaligen Showroom-Effekten.

Beim Fahrwerk bleibt Mercedes auf bekanntem Kurs, arbeitet nun aber präziser. E-ACTIVE BODY CONTROL analysiert die Fahrsituation 1.000-mal pro Sekunde und passt die Federung entsprechend an. Nach Angaben des Unternehmens gleitet der GLS nun mit sehr geringen Störungen über längere Bodenschwellen. AIRMATIC erhält zudem eine neue cloudbasierte Dämpferregelung, die die Dämpfung anpasst, noch bevor das Fahrzeug eine Unebenheit erreicht.

Auch das Exterieur tritt demonstrativer auf. An der Front bekommt der GLS einen größeren Kühlergrill, eine markantere Chromeinfassung, Konturbeleuchtung und ein Mercedes-Benz Muster in Chrom. Der stehende Stern auf der Motorhaube steht nun aufrecht. In einigen Märkten kann er zudem beleuchtet sein. Mercedes verknüpft dieses Detail ausdrücklich mit regionalen Vorlieben. In China leuchtet das Emblem im Stand, in den USA kann es auch während der Fahrt beleuchtet bleiben.

Ein überarbeiteter Stoßfänger, neue Front- und Heckleuchten mit Sternmotiv und das serienmäßige DIGITAL LIGHT verfolgen dasselbe Ziel. Laut Mercedes-Benz erzeugt das neue Lichtsystem ein hochauflösendes Lichtfeld, das rund 40 Prozent größer ist als bisher. Zugleich benötigt das Lichtmodul bis zu 50 Prozent weniger Energie.

Im Innenraum führt Mercedes ein neues Lenkraddesign mit sogenannten Kipp- und Rollreglern ein, dazu die neue Interieurfarbe Beech Brown und drei neue Zierteilvarianten. Sieben Sitze bleiben serienmäßig. In allen drei Reihen lassen sich die Sitze vollelektrisch verstellen. Mercedes erklärt zudem, dass selbst in der dritten Reihe Passagiere bis 1,94 Meter Körpergröße Platz finden.

Die Stoßrichtung ist klar. Mercedes will den GLS nicht neu erfinden. Vielmehr soll er vollständiger, feiner abgestimmt und an der Spitze der Luxus-SUV-Klasse überzeugender wirken. Genau das dürfte der klügere Schritt sein.


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