Musk: Tesla Optimus soll ab Sommer 2026 als Version 3 in Produktion gehen, jährliche Updates geplant
Was Musk diesmal konkret in Aussicht stellt
Nach Musks Angaben nähert sich die Entwicklung des Tesla Optimus 3 dem Abschluss. Er hält ihn für den fortschrittlichsten Roboter seiner Art weltweit, auch wenn solche Aussagen bei Tesla traditionell mit Vorsicht zu lesen sind. Die Produktion soll im Sommer 2026 anlaufen, zunächst in kleiner Stückzahl. Bis zum Sommer 2027 will Tesla das Tempo dann deutlich erhöhen. Parallel dazu soll das Design des Optimus 4 im kommenden Jahr fertig werden. Danach peilt das Unternehmen einen Takt von einer neuen Version pro Jahr an.
Die ersten Roboter sollen aus Fremont kommen
Die ersten Optimus-Roboter will Tesla im Werk Fremont in Kalifornien montieren. Laut Teslarati zielt das Unternehmen dort auf eine Linie mit einer theoretischen Kapazität von bis zu einer Million Robotern pro Jahr. Texas soll später folgen, Musk erwartet dort sogar noch höhere Stückzahlen. Ende Januar erklärte Tesla außerdem, den Verkauf von Model S und Model X zu beenden und Fläche im Werk Fremont für die Roboterproduktion zu nutzen. Das macht eines deutlich: Optimus steht nicht mehr am Rand des Unternehmens, sondern rückt in den Kern des Geschäftsplans.
Offener Verkauf liegt noch in der Zukunft
Trotzdem sollte vorerst niemand einen Optimus als Haushaltshelfer einplanen. Musk deutete an, dass ein offener Verkauf nicht vor Ende 2027 beginnen werde. Einen ähnlichen Zeitrahmen nannte er im Januar in Davos. Dort sprach er von öffentlichen Verkäufen bis Ende nächsten Jahres, vorausgesetzt Zuverlässigkeit, Sicherheit und praktischer Nutzen erreichen ein ausreichend hohes Niveau. Klartext: Tesla spricht zwar über einen künftigen Verbraucherroboter, kurzfristig bleibt Optimus vor allem ein Fabrikprojekt und ein Demonstrationsobjekt.
Warum Tesla gerade jetzt so laut über Roboter spricht
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Reuters schrieb Mitte März, Analysten hätten ihre Auslieferungsprognosen für Tesla 2026 gesenkt. Einige fürchten inzwischen ein drittes Jahr in Folge mit rückläufigen Autoverkäufen. Gleichzeitig investiert Tesla immer mehr Geld in Robotaxi-Entwicklung, künstliche Intelligenz und humanoide Roboter. Damit wird Optimus wichtiger als ein auffälliger Bühnenauftritt. Er wird Teil der Begründung, mit der Tesla seine Ambition untermauert, wie ein Technologieunternehmen bewertet zu werden, in einer Phase, in der das Autogeschäft nicht mehr mit derselben Strahlkraft glänzt.
Tesla will sich weniger als Autobauer und stärker als Robotik- und KI-Unternehmen beschreiben. Das kann eine kluge Strategie sein, weil Märkte Versprechen oft großzügig belohnen, bis jemand die unbequemen Fragen nach Stückzahlen, Zuverlässigkeit und tatsächlich zahlenden Kunden stellt.