Travis Pastrana verwandelt Bentley-Zentrale in Drift-Arena
Wenn sich die Welten von High-Society und Adrenalinjunkies kreuzen, knallt es gewaltig: Bentley hat sein ehrwürdiges Stammwerk in Crewe kurzerhand in eine riesige Driftfläche verwandelt und die Schlüssel niemand Geringerem als Action-Sport-Ikone Travis Pastrana übergeben. Im Film Supersports: FULL SEND zeigt der bereits ausverkaufte neue Bentley Supersports, dass er weit mehr kann als nur komfortables Reisen – und lässt den historischen Asphalt von Pyms Lane unter einer dichten Rauchwolke verschwinden.
Dieser Supersports ist alles andere als ein gewöhnlicher Luxusgleiter. Damit Travis Pastrana mit dem 666 PS starken Biest die Physik auf den Kopf stellen konnte, rüsteten die Ingenieure das Auto mit einer eigens entwickelten hydraulischen Handbremse aus, liebevoll „Mildred“ genannt – eine Hommage an die legendäre „Bentley Girl“ Mildred Mary Petre, bekannt für ihren furchtlosen Renngeist. Abgesehen von ein paar cleveren Software-Anpassungen, die gleichzeitiges Gasgeben und Bremsen erlaubten, blieb der Wagen technisch seinem Hinterradantrieb treu. So beweist Bentley, dass Agilität auch ohne Allradantrieb möglich ist – und zwar auf erschreckend hohem Niveau.
Das Video ist ein Fest für jeden Benzinliebhaber: Pastrana driftet haarscharf an den Kronjuwelen der Bentley Heritage Collection vorbei. Mitten im Qualm: der Team Blower von 1929, der Le-Mans-Sieger Speed 8 und das extrem seltene W16-Konzept Hunaudières. Diese unbezahlbaren Klassiker dienen lediglich als Kulisse für eine rohe Machtdemonstration, die die übliche Ruhe zwischen feinstem Leder und polierten Furnieren sprengt. Bentley erinnert damit auf professionelle, aber durchaus kühne Weise an seine Rennsportwurzeln – auch wenn sie heute in sündhaft teuren Maßanzügen stecken.
Am Ende tritt Bentley-CEO Frank-Steffen Walliser persönlich auf, als er die schwarzen Gummistreifen auf dem Werksgelände begutachtet – ein symbolischer Schlusspunkt. Die Produktion des Supersports startet Ende 2026, alle 500 Exemplare sind bereits vergeben. Die meisten Besitzer werden ihr Auto wohl nie so bewegen wie Pastrana. Doch der Film bleibt als Beweis: Bentley kann auch anders – wenn man einen der besten Stuntfahrer der Welt ans Steuer lässt.