Volkswagen ID. Cross
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Volkswagen ID.Cross vorgestellt: Einstieg ab rund 28.000 Euro, drei Leistungsstufen und echtes Familienformat

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 17.03.2026

Volkswagen zeigt mit dem ID.Cross ein kompaktes Elektro-SUV, das im Herbst 2026 in Europa startet und rund 28.000 Euro kosten soll. Auf dem Papier wirkt das Pflichtenheft simpel, in der Praxis scheitern daran viele Rivalen. Gefordert sind echte Familientauglichkeit, eine alltagstaugliche elektrische Reichweite und ein Preis, der Käufer nicht nach wenigen Minuten wieder zu Benzin-Angeboten zurücktreibt.

Preise und Marktstart

Volkswagen positioniert den ID.Cross als elektrisches Gegenstück zum T-Cross. Der Verkauf startet europaweit im Herbst 2026, mit dem genannten Richtwert von etwa 28.000 Euro. Damit liegt er rund 3.000 Euro über dem kommenden ID.Polo, was stimmig wirkt. Käufer bekommen eine höhere Karosserie, mehr Platz im Innenraum und ein Paket, das sich überzeugender an Familienaufgaben orientiert.

Antriebe und Batterieoptionen

Volkswagen plant drei Leistungsstufen: 85 kW, 99 kW und 155 kW. Jede Version fährt mit Frontantrieb. Zur Wahl stehen eine 37 kWh oder eine 52 kWh große Batterie.

Der kleinere Akku unterstützt DC-Schnellladen mit bis zu 90 kW und bringt das Auto in rund 27 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Mit dem größeren Paket steigt die maximale Ladeleistung auf 105 kW. Endgültige Reichweitenangaben für die gesamte Baureihe sind noch nicht bestätigt. Frühere offizielle Hinweise nannten bis zu 420 Kilometer, neuere Schätzungen gehen beim größeren Akku von rund 450 Kilometern aus.

Abmessungen, Raumangebot und Alltagstauglichkeit

Mit 4,15 Metern Länge, 1,79 Metern Breite und 1,58 Metern Höhe passt der ID.Cross sauber ins Segment der kompakten SUV. Der Radstand von 2,60 Metern soll helfen, den Innenraum bestmöglich auszunutzen.

Vorn gibt es ein 22 Liter großes Staufach, hinten 475 Liter Kofferraumvolumen. Bei umgeklappten Sitzen wächst das auf 1.340 Liter. Volkswagen bietet außerdem Räder bis zu 20 Zoll Durchmesser an. Auffällig ist, dass das Serienmodell etwas kleiner ausfällt als das Konzept von Ende 2025, was höflich gesagt bedeutet: Es hat es ohne unnötige Theatralik in die Produktion geschafft.

Design und Innenraum

Erlkönigfotos getarnter Vorserienfahrzeuge deuten darauf hin, dass Volkswagen keine Designrevolution anstrebt. Das Serienauto bekommt einfachere Stoßfänger und zurückhaltendere Leuchten, behält aber die schwarze Kunststoffbeplankung, konventionelle Türgriffe und einen markanten Heckspoiler.

Offizielle Innenraumbilder gibt es noch nicht. Volkswagen verspricht jedoch ein großzügiges Platzangebot, große Bildschirme und, entscheidend, physische Bedienelemente. 2026 ist das fast schon eine stille Rebellion gegen die Überdosis Touchscreen.

Marktdruck und Positionierung

Mit dem ID.Cross will Volkswagen bezahlbarere Elektroautos in den Markt bringen, während chinesische Hersteller die Preise weiter nach unten drücken. Europäische Marken suchen weiterhin nach einem Weg, Stückzahlen und Profit auszubalancieren, ohne eines von beidem zu opfern.

Berichte hatten bereits nahegelegt, dass Volkswagen gezielt günstigere E-Autos entwickelt, um chinesischer Konkurrenz zu begegnen. Dieser Druck wird nun noch sichtbarer. Kia hat den EV2 bereits ab 26.600 Euro zur Bestellung freigegeben und unterbietet Volkswagen, noch bevor der ID.Cross in den Showrooms steht.

Damit landet der ID.Cross in einer interessanten Rolle. Er will nicht das billigste Angebot am Markt sein. Stattdessen zielt er auf den vernünftigsten Mittelweg, und das ist eine deutlich schwierigere Aufgabe, als es jede Marketingabteilung gern zugeben würde.


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