Aston Martin Valhalla Spider erreicht bei abgenommenem Dach 350 km/h – Markenrekord
1/24 Aston Martin hat mit dem Valhalla Spider den schnellsten offenen Sportwagen seiner Geschichte vorgestellt. Selbst ohne Dach erreicht er 350 km/h. Der Plug-in-Hybrid leistet 793 kW und beschleunigt in 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h – genauso schnell wie das Coupé. Die Besonderheit: Das abnehmbare Dach geht nicht zulasten der Höchstgeschwindigkeit.
V8 und drei Elektromotoren liefern 1100 Nm
Der Valhalla Spider nutzt denselben Antriebsstrang wie das Coupé. Dessen Herzstück ist ein 4,0-Liter-V8 mit zwei Turboladern und Flatplane-Kurbelwelle, der 609 kW leistet. Drei Elektromotoren steuern 185 kW bei und bringen die Systemleistung auf 793 kW. Zwei der Elektromotoren treiben die Vorderräder an und ermöglichen eine unabhängige Regelung des Drehmoments an jedem Rad. Der dritte Elektromotor ist in das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe integriert und unterstützt den Antrieb der Hinterräder.
Zwischen Vorder- und Hinterachse besteht keine mechanische Verbindung. Der Allradantrieb wird elektronisch gesteuert und verteilt die Antriebskraft je nach Fahrsituation.
200 km/h mit Stoffdach, 350 km/h ohne Dach
Die interessanteste technische Lösung des Spider betrifft sein abnehmbares Dach.
Serienmäßig ist ein abnehmbares Stoffdach verbaut. Bei montiertem Dach liegt die zulässige Höchstgeschwindigkeit bei 200 km/h. Optional bietet Aston Martin ein Hardtop aus Kohlefaser an, mit dem der Wagen seine volle Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h erreicht. Auch bei vollständig abgenommenem Dach sind 350 km/h möglich.
Dafür haben die Ingenieure die Luftansaugung des Motors überarbeitet und um 35 mm angehoben. Außerdem verwendet der Spider einen speziellen Windabweiser, der die Luft über das Cockpit leitet, ohne die zur Motorkühlung nötige Luftströmung zu beeinträchtigen. Der Windabweiser lässt sich zusammenklappen und in neuen, 15 Liter fassenden Fächern in den Seitenschwellern verstauen.
Formel-1-Technik sorgt für Stabilität
Der Valhalla Spider nutzt ein Kohlefaser-Monocoque, das von der Technologieabteilung des Formel-1-Teams von Aston Martin entwickelt wurde. Es sorgt auch ohne festes Dach für eine hohe Verwindungssteifigkeit. Mit montiertem Dach erzeugt die aktive Aerodynamik mehr als 600 kg Abtrieb. Die Ingenieure haben Frontflügel, Heckflügel und die Abstimmung der Stabilitätskontrolle angepasst, damit der Wagen sowohl offen als auch geschlossen ausbalanciert bleibt. Das Fahrwerk behält die Grundkonstruktion des Coupés bei. Der Spider erhält zudem überarbeitete Türmechanismen, rahmenlose Seitenscheiben und neue Touring-Sitze aus Kohlefaser, die den Einstieg erleichtern.
Ein neuer Konkurrent für Ferrari und McLaren
Auf dem europäischen Markt wird der Valhalla Spider mit dem Ferrari 849 Testarossa Spider und den Hybrid-Sportwagen von McLaren konkurrieren.
Das stärkste Verkaufsargument von Aston Martin sind Fahrleistungen auf dem Niveau des Coupés. Eine offene Karosserie bedeutet normalerweise mehr Gewicht und eine komplexere Aerodynamik. Der Valhalla behält jedoch sowohl seine Beschleunigung als auch seine Höchstgeschwindigkeit bei.
Aston Martin hat noch keinen Preis bekannt gegeben. Britische Automobilmedien schätzen, dass der Spider rund 1,5 Millionen Euro kosten könnte. Damit läge er in der Preisklasse exklusiver Hypercars.
Der Valhalla Spider wird beim Concours at Wynn in Las Vegas erstmals öffentlich vorgestellt. Die ersten Kunden erhalten ihre Fahrzeuge im dritten Quartal 2027.