DS Taylor Made N°4: Viel Show, wenig Substanz
Die französische Luxusmarke DS will mit dem Taylor Made N°4 Concept Car erneut ihre Formel-E-Ambitionen ins Rampenlicht rücken. Hinter dem Namen steckt ein durchschaubares Wortspiel und ein gemeinsames Projekt mit Werksfahrer Taylor Barnard. Trotz martialischer Optik bleibt klar: Hier handelt es sich um eine reine Designstudie, die nie in Serie gehen wird. Die aggressiven Karosserieteile und futuristischen Leuchten sollen einzig die Kundschaft auf kommende Performance Line-Sondermodelle einstimmen.
Das Showcar strotzt vor Details, die seine Einzigartigkeit betonen sollen – von einer an Titan angelehnten Farbpalette bis zu aerodynamischen Felgen mit Barnards Startnummer 77. Der junge Fahrer selbst gibt sich bescheiden und nennt als Inspirationsquellen sowohl den elektrischen Rennsport als auch Videospiele. Letztere dürften wohl das realistischste Einsatzgebiet des Taylor Made N°4 sein, denn das Fahrzeug wird demnächst als virtuelles Modell in einem bekannten Rennspiel auftauchen. Technisch bleibt alles beim Alten: Unter der Haube und im Akku wurde nichts verändert, der angebliche Extremismus beschränkt sich also auf neue Lacke und Kunststoffteile.
Derweil fährt der normale DS N°4 in Europa unbeirrt weiter und bietet Käufern die Wahl zwischen einem 213 PS starken Elektroantrieb und einem 145 PS Hybrid. Während der Stromer laut Datenblatt 450 Kilometer Reichweite schafft, kommt der Hybrid dank Benzin und Strom auf insgesamt 1.000 Kilometer. Wer sich nach der sportlichen Optik des Taylor Made sehnt, bekommt immerhin einen Trostpreis: Ab Februar steht ein 240 PS starker Plug-in-Hybrid bereit, der dem Designversprechen vielleicht etwas näherkommt.