Ferrari Amalfi Spider
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Ferrari erweitert die Amalfi-Baureihe: Spider bleibt beim V8 und gibt dem GT mehr Luft

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 13.03.2026

Ferrari ergänzt die Amalfi-Baureihe um einen Spider mit Stoffverdeck und übernimmt dabei die zentrale Technik sowie einen Großteil des dynamischen Charakters des Coupés. Das neue 2+2-Cabriolet nutzt einen 3,9 Liter großen Biturbo-V8 mit 640 PS und 760 Nm, beschleunigt in 3,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht 315 km/h.

Das Tempo des Coupés leidet kaum

In Maranello gingen Ferraris Ingenieure den Amalfi Spider erkennbar mit einem Ziel an: den Charakter des Coupés zu bewahren. Der Antrieb bleibt unverändert. Ein vorn montierter V8, hinter der Vorderachse positioniert, leitet die Kraft über ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterräder.

Laut Ferrari erreicht auch die offene Version 100 km/h in 3,3 Sekunden. Damit liegt sie trotz 86 Kilogramm Mehrgewicht auf dem Niveau des Coupés. Unterschiede zeigen sich erst weiter oben im Geschwindigkeitsbereich. Der Sprint von 0 auf 200 km/h dauert 9,4 Sekunden statt 9,0, die Höchstgeschwindigkeit sinkt von 320 km/h auf 315 km/h.

Das sagt viel darüber aus, wofür dieses Auto gedacht ist. Ferrari hat den Spider nicht gebaut, um mit Rundenzeiten zu prahlen. Er soll das Grand-Tourer-Erlebnis erweitern. Wenn bis 100 km/h praktisch nichts verloren geht und erst im zweiten Hundert etwas nachgelassen wird, bleibt der emotionale Kern des Coupés erhalten, nur eben mit geöffnetem Dach und dem Himmel als Teil des Erlebnisses.

Das Stoffverdeck dient Komfort und Stil

Das prägende Merkmal des Amalfi Spider ist sein fünflagiges Stoffverdeck. Es öffnet und schließt in 13,5 Sekunden, und das bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h. Ferrari spricht von einer Wärme- und Geräuschdämmung, die mit der eines klappbaren Hardtops vergleichbar sei. Käufer können zwischen zwei Stoffmustern und vier Farben wählen.

Hier wird die Zielgruppe klarer. Ferrari positioniert den Amalfi Spider nicht als Schönwetter-Spielzeug, sondern als luxuriösen Langstreckenwagen, den man täglich nutzen, mit dem man reisen und ankommen kann, ohne sich ausgelaugt zu fühlen. Auch optisch unterstützt das Stoffverdeck das Konzept. Es hält die Karosserieform sauber und vermeidet die Kompromisse eines voluminösen Metall-Dachmechanismus, wodurch das Design freier wirken kann.

Der Innenraum bleibt dem GT-Anspruch treu

Im Cockpit setzt Ferrari die Linie fort. Vor dem Fahrer sitzt ein 15,6 Zoll großes digitales Kombiinstrument. Dazu kommen ein 10,25 Zoll großer zentraler Infotainment-Bildschirm und ein 8,8 Zoll großes Beifahrer-Display. Außerdem rüstet Ferrari den Wagen mit ADAS-Fahrerassistenzsystemen und dem klassischen Manettino-Schalter aus. Damit wählt der Fahrer zwischen Wet, Comfort, Sport, Race und ESC Off.

Diese Kombination verbindet zwei Eigenschaften, die bei Ferrari oft in unterschiedliche Richtungen ziehen. Auf der einen Seite bewahrt das Manettino die sportliche Identität der Marke. Auf der anderen schaffen die drei großen Displays und die Assistenzsysteme ein Umfeld, das längere und entspanntere Nutzung unterstützt. Der Amalfi Spider will schnell, luxuriös und überraschend unkompliziert sein.

Der Spider ist mehr als nur eine weitere Karosserievariante

Der Amalfi löste den Roma im Juli 2025 ab. Er nutzt ein Frontmotor-Layout mit weit nach hinten hinter die Vorderachse gerücktem Aggregat. Das Achtgang-Getriebe stammt aus dem Ferrari SF90 Stradale, Ferrari hat es jedoch für sanfteres, entspannteres Fahren neu kalibriert.

Ferrari hält damit den frontmotorigen V8-Grand-Tourer am Leben, während sich das obere Marktsegment immer deutlicher in Richtung Elektrifizierung bewegt. Der Amalfi Spider deutet darauf hin, dass Maranello in dieser Nische weiterhin eine stabile Nachfrage sieht. Kunden wollen nach wie vor den Charakter eines klassischen Verbrenners, zunehmend aber in einer Form, die offener wirkt, stärker auf Lifestyle zielt und optisch ausdrucksstärker ist.

Der Spider ist damit kein bloßer Nebenast im Programm. Er ist eine profitable, imageprägende Erweiterung der Amalfi-Baureihe und folgt einer einfachen Wahrheit: Manchmal ist der klügste Weg zu mehr Drama, einfach das Dach wegzulassen.


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