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Fuyao-Solardach erzeugt Strom direkt im Auto

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 27.08.2026

Der chinesische Zulieferer Fuyao Glass hat ein Panoramadach mit direkt in das Glas integrierten Photovoltaikzellen entwickelt, das Strom für die elektrischen Systeme des Fahrzeugs erzeugen kann. Nach Angaben des Unternehmens kann das System bis zu 150 W pro Quadratmeter liefern, und die Technologie ist bereit für die Serienproduktion.

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Die Solarzellen werden direkt in das Glas integriert

Im Mittelpunkt der Lösung von Fuyao stehen Photovoltaikzellen, die direkt in die Verglasung integriert sind. Sonnenlicht erzeugt in den Zellen elektrischen Strom, den das Fahrzeug anschließend zur Versorgung verschiedener elektrischer Systeme nutzen kann.

Fuyao nennt als mögliche Anwendungen die Innenraumbelüftung, die Fahrzeugkonnektivität und die Bordkamera. Ziel ist daher nicht, das Laden der Hauptantriebsbatterie eines Elektrofahrzeugs zu ersetzen, sondern die Energiemenge zu verringern, die Hilfssysteme andernfalls dem eigenen elektrischen Netz des Autos entnehmen würden.

Nach von Fuyao veröffentlichten Angaben kann das System bis zu 150 W elektrische Leistung pro Quadratmeter erzeugen. Das Unternehmen erklärte bereits im März 2026, dass es bei Solar-Autoverglasungen einen praktischen Durchbruch erzielt habe und über die für die Massenproduktion erforderlichen Fähigkeiten verfüge.

150 W/m² bedeuten nicht Hunderte Kilometer kostenlose Reichweite

Bei einem Solardach ist es wichtig, zwischen Leistung und Energie zu unterscheiden. Ein Wert von 150 W/m² beschreibt die maximale momentane Leistung unter geeigneten Lichtbedingungen, nicht die Energiemenge, die das Auto im Laufe eines Tages zwangsläufig erzeugen wird.

Wenn beispielsweise die aktive Solarfläche zwei Quadratmeter umfassen würde, könnte das System unter idealen Bedingungen etwa 300 W Momentanleistung erzeugen. Bei drei Quadratmetern läge das theoretische Maximum bei rund 450 W.

Der tatsächliche tägliche Energieertrag hängt von der Sonneneinstrahlung, der Temperatur, der Ausrichtung des Autos, Verschattung und der Größe der aktiven Photovoltaikfläche ab.

Chinesische Medienberichte haben Fuyaos Technologie auch mit BYD in Verbindung gebracht und deutlich höhere Leistungs- und Effizienzwerte genannt. Die öffentlich überprüfbaren Produktinformationen von Fuyao nennen jedoch einen Wert von bis zu 150 W/m². Das Unternehmen hat weder ein konkretes Serienfahrzeug genannt, das das neue Solardach bereits nutzt, noch BYD, Tesla oder einen anderen Autohersteller als Kunden für das System bezeichnet.

Die begrenzte Dachfläche setzt eine physikalische Obergrenze

Die Nutzung von Solarenergie auf einem Auto stößt auf ein einfaches Problem: Ein Pkw hat nur sehr wenig Fläche.

Ein Gebäudedach kann Dutzende Quadratmeter Solarmodule aufnehmen. Ein Auto verfügt dagegen nur über wenige Quadratmeter horizontale Dachfläche, und nicht alles davon wird zwangsläufig mit Photovoltaikzellen bedeckt sein. Das bedeutet, dass selbst ein hocheffizientes Solardach unter normalen Bedingungen das herkömmliche Laden eines Elektrofahrzeugs nicht ersetzen kann.

Fuyaos Lösung wird interessanter, wenn der Energieverbrauch als Ganzes betrachtet wird. Belüftung, Telematik, Sicherheitsfunktionen und Bordkameras verbrauchen auch dann Strom, wenn das Auto geparkt ist. Wenn das Solardach zumindest einen Teil dieses Bedarfs decken kann, verringert es die Belastung der Hauptbatterie.

In einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor könnte dasselbe Prinzip die Belastung der Lichtmaschine und in sehr geringem Umfang den Kraftstoffverbrauch reduzieren.

Solardächer sind nicht neu — Serienproduktion ist wichtiger

Autos mit Solarzellen sind an sich keine neue Idee. Autohersteller experimentieren seit Jahrzehnten mit solchen Systemen, und Toyota bot beispielsweise lange vor dem aktuellen Elektroauto-Boom ein Solardach für den Prius an.

Die Bedeutung von Fuyaos Projekt liegt woanders. Das Unternehmen ist einer der weltweit größten Hersteller von Autoglas und kann Solarzellen in ein Bauteil integrieren, das Autohersteller bereits immer häufiger einsetzen: ein großes Panorama-Glasdach.

Wenn sich die Herstellungskosten, die Haltbarkeit und die elektrische Effizienz einer solchen Verglasung in der Serienproduktion als tragfähig erweisen, müssten Autohersteller keine separaten Solarmodule mehr auf der Karosserie montieren.

Laut Fuyao kann die Fläche seiner herkömmlichen Panoramadächer nahezu 3 m² erreichen. Das bedeutet nicht, dass bei einer Solardach-Anwendung zwangsläufig die gesamte Fläche aktiv wäre, verdeutlicht jedoch die innerhalb von Autoverglasungen verfügbare Größenordnung.

In Europa hängt der Nutzen stark vom Klima ab

Der Wert eines Solardachs würde sich innerhalb Europas deutlich unterscheiden. Ein Auto in Spanien oder Süditalien verbringt pro Jahr wesentlich mehr Zeit unter starker Sonneneinstrahlung als eines in Estland, Finnland oder Schweden.

Warme Klimazonen bringen einen weiteren Vorteil. Wenn Solarstrom die Belüftung eines geparkten Autos in Betrieb halten kann, heizt sich der Innenraum möglicherweise weniger auf, wodurch zu Beginn der Fahrt weniger Energie für die Klimaanlage benötigt wird.

In Nordeuropa wäre die jährliche Energieerzeugung geringer, während Schnee die Solarzellen im Winter vollständig bedecken könnte. In diesen Märkten würde die Wirtschaftlichkeit des Systems noch stärker vom Preis abhängen. Wenn Fuyao Photovoltaikzellen mit nur geringem Mehrgewicht und geringen Mehrkosten in ein Panoramadach integrieren kann, könnte das Konzept deutlich überzeugender werden als die bislang angebotenen teuren speziellen Solardachlösungen.

Die Solarzellen werden direkt in das Glas integriert

Im Mittelpunkt der Lösung von Fuyao stehen Photovoltaikzellen, die direkt in die Verglasung integriert sind. Sonnenlicht erzeugt in den Zellen elektrischen Strom, den das Fahrzeug anschließend zur Versorgung verschiedener elektrischer Systeme nutzen kann.

Fuyao nennt als mögliche Anwendungen die Innenraumbelüftung, die Fahrzeugkonnektivität und die Bordkamera. Ziel ist daher nicht, das Laden der Hauptantriebsbatterie eines Elektrofahrzeugs zu ersetzen, sondern die Energiemenge zu verringern, die Hilfssysteme andernfalls dem eigenen elektrischen Netz des Autos entnehmen würden.

Nach von Fuyao veröffentlichten Angaben kann das System bis zu 150 W elektrische Leistung pro Quadratmeter erzeugen. Das Unternehmen erklärte bereits im März 2026, dass es bei Solar-Autoverglasungen einen praktischen Durchbruch erzielt habe und über die für die Massenproduktion erforderlichen Fähigkeiten verfüge.

150 W/m² bedeuten nicht Hunderte Kilometer kostenlose Reichweite

Bei einem Solardach ist es wichtig, zwischen Leistung und Energie zu unterscheiden. Ein Wert von 150 W/m² beschreibt die maximale momentane Leistung unter geeigneten Lichtbedingungen, nicht die Energiemenge, die das Auto im Laufe eines Tages zwangsläufig erzeugen wird.

Wenn beispielsweise die aktive Solarfläche zwei Quadratmeter umfassen würde, könnte das System unter idealen Bedingungen etwa 300 W Momentanleistung erzeugen. Bei drei Quadratmetern läge das theoretische Maximum bei rund 450 W.

Der tatsächliche tägliche Energieertrag hängt von der Sonneneinstrahlung, der Temperatur, der Ausrichtung des Autos, Verschattung und der Größe der aktiven Photovoltaikfläche ab.

Chinesische Medienberichte haben Fuyaos Technologie auch mit BYD in Verbindung gebracht und deutlich höhere Leistungs- und Effizienzwerte genannt. Die öffentlich überprüfbaren Produktinformationen von Fuyao nennen jedoch einen Wert von bis zu 150 W/m². Das Unternehmen hat weder ein konkretes Serienfahrzeug genannt, das das neue Solardach bereits nutzt, noch BYD, Tesla oder einen anderen Autohersteller als Kunden für das System bezeichnet.

Die begrenzte Dachfläche setzt eine physikalische Obergrenze

Die Nutzung von Solarenergie auf einem Auto stößt auf ein einfaches Problem: Ein Pkw hat nur sehr wenig Fläche.

Ein Gebäudedach kann Dutzende Quadratmeter Solarmodule aufnehmen. Ein Auto verfügt dagegen nur über wenige Quadratmeter horizontale Dachfläche, und nicht alles davon wird zwangsläufig mit Photovoltaikzellen bedeckt sein. Das bedeutet, dass selbst ein hocheffizientes Solardach unter normalen Bedingungen das herkömmliche Laden eines Elektrofahrzeugs nicht ersetzen kann.

Fuyaos Lösung wird interessanter, wenn der Energieverbrauch als Ganzes betrachtet wird. Belüftung, Telematik, Sicherheitsfunktionen und Bordkameras verbrauchen auch dann Strom, wenn das Auto geparkt ist. Wenn das Solardach zumindest einen Teil dieses Bedarfs decken kann, verringert es die Belastung der Hauptbatterie.

In einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor könnte dasselbe Prinzip die Belastung der Lichtmaschine und in sehr geringem Umfang den Kraftstoffverbrauch reduzieren.

Solardächer sind nicht neu — Serienproduktion ist wichtiger

Autos mit Solarzellen sind an sich keine neue Idee. Autohersteller experimentieren seit Jahrzehnten mit solchen Systemen, und Toyota bot beispielsweise lange vor dem aktuellen Elektroauto-Boom ein Solardach für den Prius an.

Die Bedeutung von Fuyaos Projekt liegt woanders. Das Unternehmen ist einer der weltweit größten Hersteller von Autoglas und kann Solarzellen in ein Bauteil integrieren, das Autohersteller bereits immer häufiger einsetzen: ein großes Panorama-Glasdach.

Wenn sich die Herstellungskosten, die Haltbarkeit und die elektrische Effizienz einer solchen Verglasung in der Serienproduktion als tragfähig erweisen, müssten Autohersteller keine separaten Solarmodule mehr auf der Karosserie montieren.

Laut Fuyao kann die Fläche seiner herkömmlichen Panoramadächer nahezu 3 m² erreichen. Das bedeutet nicht, dass bei einer Solardach-Anwendung zwangsläufig die gesamte Fläche aktiv wäre, verdeutlicht jedoch die innerhalb von Autoverglasungen verfügbare Größenordnung.

In Europa hängt der Nutzen stark vom Klima ab

Der Wert eines Solardachs würde sich innerhalb Europas deutlich unterscheiden. Ein Auto in Spanien oder Süditalien verbringt pro Jahr wesentlich mehr Zeit unter starker Sonneneinstrahlung als eines in Estland, Finnland oder Schweden.

Warme Klimazonen bringen einen weiteren Vorteil. Wenn Solarstrom die Belüftung eines geparkten Autos in Betrieb halten kann, heizt sich der Innenraum möglicherweise weniger auf, wodurch zu Beginn der Fahrt weniger Energie für die Klimaanlage benötigt wird.

In Nordeuropa wäre die jährliche Energieerzeugung geringer, während Schnee die Solarzellen im Winter vollständig bedecken könnte. In diesen Märkten würde die Wirtschaftlichkeit des Systems noch stärker vom Preis abhängen. Wenn Fuyao Photovoltaikzellen mit nur geringem Mehrgewicht und geringen Mehrkosten in ein Panoramadach integrieren kann, könnte das Konzept deutlich überzeugender werden als die bislang angebotenen teuren speziellen Solardachlösungen.