Kia EV2
Fullscreen Image

Kia EV2 übertrifft in Norwegen seine WLTP-Reichweite

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 15.06.2026

Beim Sommerlauf des NAF El Prix in Norwegen lieferte der Kia EV2 genau das Ergebnis, das Elektroauto-Käufer sehen wollen. Er fuhr weiter als nach WLTP angegeben, lud in der versprochenen Zeit und zeigte, dass eine kleine Batterie nicht automatisch ständige Nervosität beim Blick auf die Reichweitenanzeige bedeutet. Das Standard-Range-Modell mit 42,2 kWh kam auf 325 km, 17 km mehr als die WLTP-Angabe von 308 km.

NAF testet den EV2 auf realen Straßen

Der norwegische Automobilverband NAF und das Magazin Motor veranstalten den El Prix zweimal im Jahr, im Sommer und im Winter, um Reichweite und Ladegeschwindigkeit von Elektroautos unter weitgehend vergleichbaren Bedingungen im Alltag zu vergleichen. Beim Sommertest 2026 traten 24 neue Elektroautos an, vom kleinen Stadtmodell bis zum großen Familien-Stromer. In der offiziellen Ergebnistabelle des NAF steht für den Kia EV2 ein Resultat von 325 km, eine WLTP-Angabe von 308 km und eine positive Abweichung von 5,5 Prozent. Der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent dauerte 29 Minuten und entsprach damit exakt Kias eigener Angabe.

Das war nicht die größte Reichweite im Test, und das war auch nicht zu erwarten. Größere und teurere elektrische Familienautos kamen naturgemäß deutlich weiter: Der BMW iX3 erreichte in der NAF-Tabelle 781 km, der Lucid Gravity schaffte 720 km. Beim EV2 liegt der Punkt anders. Das ist ein B-Segment-Crossover mit kleiner Batterie, das seine Energie effizient nutzt und seine offizielle Angabe in einem Test übertraf, in dem viele Elektroautos unter dem WLTP-Wert bleiben.

Kleine Batterie, starke Effizienz

Eine Batterie mit 42,2 kWh und ein Testergebnis von 325 km bringen den EV2 in einen tatsächlich gut nutzbaren Bereich. Rein rechnerisch auf Basis der gesamten Batteriekapazität ergibt sich daraus ein Wert von rund 13,0 kWh/100 km, auch wenn nutzbare Kapazität und der vom Bordcomputer ausgewiesene Wert abweichen können. Die grundsätzliche Aussage ist dennoch klar: Der EV2 stützt sich nicht auf eine große Batterie, sondern auf das Zusammenspiel von Aerodynamik, Fahrwerksabstimmung, Reifen und Leistungselektronik.

Mindestens ebenso wichtig ist das Laden. Bei kleinen Elektroautos reicht eine ordentliche Stadtreichweite allein nicht mehr aus, denn europäische Käufer erwarten von einem Auto, dass es Pendelstrecken, Wochenendfahrten und Sommerurlaube abdeckt. Wenn der EV2 in 29 Minuten von 10 auf 80 Prozent lädt und das in einem unabhängigen Test bestätigt, wirkt die Version mit 42,2 kWh schnell wie deutlich mehr als nur ein günstiger Einstieg.

GT-Line-Prototyp deutet das Potenzial der größeren Batterie an

Im selben Test war auch ein EV2 GT-Line-Prototyp mit 61,0-kWh-Batterie dabei. NAF nahm ihn jedoch nicht in die Endwertung auf, weil es sich nicht um ein Serienfahrzeug handelte. Laut Kia schaffte die Version auf 19-Zoll-Rädern 428 km und übertraf damit ihr Ziel von 418 km um etwa zwei Prozent. Die Fahrt fand auf trockenen Straßen bei Temperaturen zwischen 12 und 18 Grad Celsius statt.

Für Europa dürfte dieser Wert sogar noch wichtiger sein als das klassenbezogene Ergebnis des Standard-Range-Modells. Der EV2 mit 42,2 kWh passt gut zu Stadtverkehr und kürzeren Pendelstrecken, doch die Version mit 61,0 kWh muss als Hauptauto im Haushalt funktionieren. Rund 430 km reale Sommerreichweite würden den EV2 bereits in einen Bereich bringen, in dem für die meisten Familien-Urlaubsetappen ein einziger Ladestopp genügt.

Das Feld der kleinen Elektroautos in Europa ist dicht besetzt, doch der EV2 setzt den richtigen Akzent

Der Renault 5 E-Tech bietet in Estland mit der 52-kWh-Batterie bis zu 410 km WLTP-Reichweite, die 40-kWh-Version ist mit bis zu 312 km angegeben. Damit liegt der französische Hatchback sehr nah am EV2. Der Citroën ë-C3 folgt der Formel des bezahlbaren elektrischen Stadtwagens mit einer 44-kWh-LFP-Batterie, bis zu 320 km WLTP-Reichweite und 100 kW DC-Ladeleistung. Der Hyundai Inster kommt mit seiner 49-kWh-Batterie im WLTP-Zyklus auf bis zu 370 km, damit tritt für den EV2 auch eine konzerninterne Alternative aus derselben koreanischen Gruppe an.

In Kias eigenen Modellinformationen stehen bis zu 317 km WLTP-Reichweite für die 42,2-kWh-Batterie und bis zu 453 km für die Version mit 61,0 kWh. Außerdem nennt Kia für die DC-Schnellladung von 10 auf 80 Prozent eine Zeit von rund 29 bis 30 Minuten.

Technische Kurzübersicht

Kia EV2 Standard Range: 325 km im NAF El Prix Sommertest, gegenüber einer WLTP-Angabe von 308 km.
Ergebnis: 17 km und 5,5 Prozent über dem offiziellen Wert.
Laden: 10 auf 80 Prozent in 29 Minuten laut NAF-Tabelle, damit auf dem Niveau der Herstellerangabe.
Prototyp mit größerer Batterie: Der EV2 GT-Line-Prototyp mit 61,0 kWh schaffte unter denselben Bedingungen 428 km, wurde aber nicht in die Endwertung aufgenommen.
Architektur: Der EV2 nutzt eine 400-Volt-E-GMP-Architektur, unterstützt 11 kW und 22 kW AC-Laden und bietet schnelles DC-Laden.


Warning: is_file(): open_basedir restriction in effect. File(/var/www/clients/client0/web302/web/stats/track.php) is not within the allowed path(s): (/var/www/clients/client0/web302/private/autopub-int/:/var/cache/int-auto-pub/root-cache/:/tmp:/usr/share/php:/dev/urandom:/dev/random) in /var/www/clients/client0/web302/private/autopub-int/de/footer.php on line 6