Kia Stonic
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Kia Stonic Facelift: Mehr Displays, gewohnte Zurückhaltung

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 30.12.2025

Kia bringt ein überarbeitetes Stonic-Modell auf den Markt, das mit mehr Design, neuer Technik und einem Hauch von Premium-Appeal im umkämpften B-Segment der Crossover-Klasse punkten will. Das Facelift fällt gründlich, aber kontrolliert aus und soll den Stonic in einer Zeit konkurrenzfähig halten, in der Innovation vor allem auf Bildschirmen statt im Presswerk entsteht.

Kias Designphilosophie „Opposites United“ zeigt sich beim Stonic in dosierter Form. Der Wagen wirkt schärfer und selbstbewusster, ohne sich neu zu erfinden. Die Abmessungen bleiben nahezu unverändert, die Gesamtlänge wächst um 25 Millimeter – hauptsächlich durch neue Stoßfänger.

Vorne übernimmt der Stonic das aktuelle Markengesicht mit Star Map-Lichtsignatur, stärker modelliertem Kühlergrill und klareren Details. Hinten gibt es eine neue Heckklappe, überarbeitete Rückleuchten und eine ruhigere Stoßfängerlinie. Es ist ein korrektes, vorsichtiges Update: genug, um nicht altbacken zu wirken, aber nicht so viel, dass es die Klasse aufschreckt.

Die Felgen reichen von 16 bis 17 Zoll, wobei die GT Line ein eigenes 17-Zoll-Design erhält. Zwei neue Farben – Adventurous Green und Yacht Blue – erweitern die Palette. Beide Namen versprechen mehr Jugendlichkeit, als die Töne tatsächlich liefern.

Unter dem Blech spiegelt der Stonic die europäischen Realitäten wider. Die Elektrifizierung schreitet ungleichmäßig voran, Kia zwingt niemanden zu radikalen Umstiegen. Das Motorenangebot konzentriert sich auf einen 1.0 T-GDI-Benziner mit 100 PS sowie eine 115 PS starke Mild-Hybrid-Variante.

Bei den Getrieben bleibt alles beim Alten: Sechsgang-Schaltgetriebe serienmäßig, beim Mild-Hybrid optional ein Siebengang-Doppelkuppler. Ein konservativer Ansatz, der aber den Erwartungen dieser Klasse entspricht.

Die größten Veränderungen finden im Innenraum statt. Kia bringt erstmals zwei 12,3-Zoll-Panoramadisplays ins B-Segment, die Kombiinstrument und Infotainment zu einer optischen Einheit verschmelzen lassen. Das wirkt in dieser Klasse fast schon großspurig und vermittelt das Gefühl, in einem größeren Auto zu sitzen.

Eine neue multimodale Touch-Bedienung ersetzt teilweise die physischen Klimaregler. Das sieht modern aus, ist aber ergonomisch nicht immer ein Fortschritt. Lenkrad, Schalthebel und Mittelkonsole wurden aufgefrischt, aber nicht neu erfunden. Features wie USB-C-Schnellladen, kabellose Smartphone-Anbindung und Ambientebeleuchtung sind nun endlich serienmäßig – längst überfällig.

Kia Connect und die zugehörige App ermöglichen Fernüberwachung, Diagnose und Fahrzeugmanagement. Der Digitalschlüssel erlaubt das Öffnen und Starten per Smartphone oder Smartwatch – früher ein Privileg höherer Klassen, hier eher ein Argument für jüngere Käufer als echte Notwendigkeit.

Die Liste der Assistenzsysteme ist lang: Totwinkelassistent, Ausstiegswarner, Notbremsassistent, Autobahnassistent und Spurhalteassistent sind an Bord. Für einen B-Segment-Crossover ist das ein starkes Sicherheitsangebot und hebt den Stonic ans obere Ende seiner Klasse.

Das neue Stonic-Facelift kommt zur rechten Zeit und investiert dort, wo Käufer heute zuerst hinschauen: bei Displays, Konnektivität und Sicherheit. Das Design bleibt zurückhaltend, die Antriebe konservativ, die Strategie klar europäisch.

Wer einen leisen, vernünftigen und ausreichend technikaffinen Klein-Crossover sucht, wird hier fündig. Wer nach echter Disruption sucht, muss weiterziehen. Kia hat auch nie etwas anderes versprochen.


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