McLaren bringt mit dem McL 6GT das Handschaltgetriebe zurück
McLaren hat während der Monterey Car Week das Konzeptfahrzeug McL 6GT vorgestellt und bringt damit das Handschaltgetriebe in einen seiner straßenzugelassenen Supersportwagen zurück. Mit V8-Motor, Hinterradantrieb und Kohlefaserkonstruktion orientiert sich das Auto an Bruce McLarens M6GT aus den späten 1960er-Jahren und gibt einen Ausblick auf ein hochexklusives Serienmodell, das 2028 erscheinen soll.
Die bedeutendste technische Abkehr des McL 6GT von den heutigen McLaren-Modellen ist sein Sechsgang-Schaltgetriebe. Seit dem McLaren F1 aus den 1990er-Jahren hat das Unternehmen kein Straßenfahrzeug mehr mit Handschaltung angeboten.
Für den Antrieb sorgt ein V8-Verbrennungsmotor, der ausschließlich die Hinterräder antreibt. McLaren hat weder Hubraum, Leistung noch Drehmoment des Motors bekannt gegeben und auch keine Fahrleistungen veröffentlicht.
Ein direkteres Fahrerlebnis steht im Mittelpunkt
Mit dem McL 6GT verlagert McLaren den Schwerpunkt bewusst weg von plakativen Leistungswerten. Das Konzept verfügt über eine hydraulische Servolenkung, physische Schalter und eine offenliegende Schaltmechanik. All dies soll eine unmittelbarere und mechanischere Verbindung zwischen Fahrer und Fahrzeug schaffen.
Im Zentrum der Leichtbaukonstruktion steht ein Kohlefaser-Monocoque; auch die Karosserieteile bestehen aus Kohlefaser. Damit setzt McLaren seinen seit Langem verfolgten Leichtbauansatz fort, kombiniert moderne Materialien jedoch bewusst mit einem stärker analog geprägten Antriebsstrang.
Inspiriert von Bruce McLarens M6GT
Der Name McL 6GT verweist direkt auf Bruce McLarens M6GT-Projekt. In den späten 1960er-Jahren plante McLaren einen straßenzugelassenen Sportwagen auf Basis seiner M6-Renntechnik, doch das Projekt erreichte nie die vorgesehene Serienproduktion.
Das neue Konzept interpretiert die Proportionen des ursprünglichen M6GT für die Moderne neu. Neben der niedrigen Front und dem breiten Stand prägen klare Flächen und ein markant abgeschnittenes Heck im Kamm-Stil das Design. Im Innenraum treffen digitale Instrumente auf physische Bedienelemente, offenliegende mechanische Details und historisch inspirierte Ausstattungselemente.
Der McL 6GT ist nicht als direkter Ersatz für ein bestehendes McLaren-Modell vorgesehen. Stattdessen gibt er einen Ausblick auf eine neue, hochexklusive Baureihe oberhalb des Kernprogramms der Marke. Die Serienversion soll 2028 auf den Markt kommen. Mechanische Rückmeldung, Einbindung des Fahrers und analoger Charakter sollen dabei neben der reinen Fahrleistung zu den prägenden Prioritäten zählen.