Koenigsegg CCGT1
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Koenigsegg CCGT1 bringt Rennsportgeist zurück auf die Straße

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 17.08.2026

Koenigsegg hat den CCGT1 auf der Monterey Car Week vorgestellt. Er verbindet die technische Basis des CC850 mit dem Geist des nie eingesetzten CCGT-Rennwagens von 2007. Sein Biturbo-V8 leistet mit E85 1.193 kW, während das Aerodynamikpaket bei 250 km/h rund 7,8 kN Abtrieb erzeugt. Bereits vor der öffentlichen Premiere waren alle 70 Fahrzeuge der geplanten Serie vergeben.

Der CCGT1 basiert technisch nicht auf dem ursprünglichen CCGT-Rennwagen. Stattdessen dient der CC850 als Ausgangspunkt, während das Wettbewerbsfahrzeug von 2007 den Namen, die Inspiration und die grundlegende Philosophie beisteuert. Im Vergleich zum CC850 hat Koenigsegg nahezu jedes Karosserieteil neu gestaltet; lediglich die Türen und das herausnehmbare Dachelement blieben erhalten.

V8 leistet bis zu 1.193 kW

Im CCGT1 arbeitet Koenigseggs 5,0-Liter-Biturbo-V8. Mit herkömmlichem Tankstellenbenzin leistet er 954 kW beziehungsweise 1.280 hp, mit E85-Biokraftstoff 1.193 kW beziehungsweise 1.600 hp. Das maximale Drehmoment beträgt 1.500 Nm, die Kraft wird ausschließlich an die Hinterräder übertragen.

Eine neue Lufthutze auf dem Dach verbessert die Kühlung bei längeren Rennstreckeneinsätzen und versorgt sowohl einen vergrößerten Motorölkühler als auch ein separates Kühlsystem für die Dämpfer.

Die neunstufige Light Speed Transmission ist serienmäßig mit Koenigseggs neuem Sequential Shift System, kurz KSS, ausgestattet. Zum Anfahren betätigt der Fahrer ein Kupplungspedal; anschließend werden die Gänge über einen sequenziellen Schalthebel mit Zündunterbrechung und ohne Kupplungsbetätigung gewechselt. Auch Schaltwippen und ein Automatikmodus stehen zur Verfügung.

Kunden, die ein traditionelleres Handschalterlebnis bevorzugen, können stattdessen das aus dem CC850 bekannte Engage Shift System wählen. Im manuellen Modus nutzt das ESS eine sechsgängige H-Schaltung mit offener Schaltkulisse und ein Kupplungspedal, behält für den Alltagsbetrieb aber den neunstufigen Automatikmodus des LST bei.

Aerodynamik erzeugt rund 7,8 kN Abtrieb

Bei der Aerodynamik unterscheidet sich der CCGT1 am deutlichsten vom CC850. Sein aktiver Heckflügel lässt sich automatisch um 30 Grad verstellen und wechselt ohne Zutun des Fahrers zwischen Einstellungen für geringen Luftwiderstand, hohen Abtrieb und die Luftbremsfunktion.

Ein großer Frontsplitter und aktive Unterbodenklappen gleichen die vom Heckflügel erzeugte Last aus. Sie arbeiten mit einem stark ausgeformten Unterboden, wirbelerzeugenden Leitblechen und einem eigens entwickelten Heckdiffusor zusammen. Bei 250 km/h erreicht der Gesamtabtrieb rund 800 kg, was etwa 7,8 kN entspricht.

Das Kohlefaser-Monocoque weist eine Torsionssteifigkeit von 65.000 Nm pro Grad auf. Der CCGT1 ist 4.478 mm lang, 2.058 mm breit und 1.160 mm hoch; der Radstand beträgt 2.700 mm.

Track Package macht ihn noch extremer

In der Standardausführung besitzt der CCGT1 eine vollständige Straßenzulassung. Koenigsegg bietet jedoch auch erstmals ein werkseitig entwickeltes, optionales Track Package an. Es umfasst einen vollständigen Kohlefaser-Überrollkäfig, HANS-kompatible Rennsitze, eine Feuerlöschanlage, eine Rennsport-Abgasanlage, pneumatische Wagenheber, auf den Rennstreckeneinsatz abgestimmte Fahrwerks- und Bremseinstellungen, eine optimierte Aerodynamik sowie einen weiteren Radsatz mit streckenoptimierten Reifen.

Das Paket kann von einem Koenigsegg Certified Dealer ein- oder ausgebaut werden. Koenigsegg zufolge wird der CCGT1 damit zum Fahrzeug mit den schnellsten Rundenzeiten, das das Unternehmen je gebaut hat.

Das neue Modell würdigt zudem den ursprünglichen CCGT von 2007. Dieses für GT1-Langstreckenrennen entwickelte Fahrzeug wog vor dem zur Einhaltung des Klassengewichtslimits erforderlichen Ballast weniger als 1.000 kg und nutzte einen 5,0-Liter-V8-Saugmotor mit 600 hp – der nach dem damaligen Reglement maximal zulässigen Leistung.

Das Projekt kam nie im Wettbewerb zum Einsatz. Zwei Monate nachdem Koenigsegg mit den ersten Erprobungsfahrten begonnen hatte, änderten ACO und FIA das GT1-Reglement, verboten Kohlefaser-Monocoques und erhöhten die vorgeschriebene Mindestproduktionszahl drastisch. Dadurch verlor der CCGT seine Startberechtigung, bevor er auch nur eine einzige Rennrunde absolvieren konnte. Es entstand lediglich ein Exemplar.

Fast zwei Jahrzehnte später greift der CCGT1 dieselbe Idee in einer straßenzugelassenen Form wieder auf. Die Produktion ist auf 70 Fahrzeuge begrenzt, und bereits vor der öffentlichen Präsentation des Modells waren sämtliche Bauplätze vergeben.


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