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Mercedes-Benz bringt elektrische E-Klasse als Nachfolger des EQE

Mercedes-AMG EQE 53 4MATIC+ (Foto: Mercedes-Benz)
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Mercedes-Benz hat bestätigt, dass die erste vollelektrische E-Klasse 2027 vorgestellt wird. Die neue Limousine ersetzt den EQE, dessen ungewöhnliches Design und enttäuschende Verkaufszahlen den Hersteller zu einem Strategiewechsel veranlasst haben. Anders als ihr Vorgänger soll die elektrische E-Klasse wie eine klassische Oberklasse-Limousine von Mercedes-Benz aussehen, technisch aber auf einer völlig neuen Elektroauto-Plattform basieren.

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Erfolgloser EQE zwingt Mercedes zum Kurswechsel

Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius bestätigte bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026, dass die Entwicklung der elektrischen E-Klasse vor rund drei Jahren begann. Die Ingenieure starteten dabei praktisch auf einem leeren Blatt, um ein Modell zu schaffen, das die Vorteile des Elektroantriebs mit dem für die E-Klasse typischen Komfort und Qualitätsniveau verbindet.

Laut Motor1 findet die Weltpremiere 2027 statt. Die für den chinesischen Markt bestimmte Version soll in der zweiten Jahreshälfte desselben Jahres in Produktion gehen.

Der aktuelle EQE hat eine stromlinienförmige Karosserie, die den Luftwiderstand senken und die Reichweite erhöhen soll. Dabei ging allerdings ein Teil des unverwechselbaren Erscheinungsbilds der E-Klasse verloren.

Die neue elektrische E-Klasse kehrt zur klassischen Stufenhecklimousine mit klar erkennbarer Motorhaube, Fahrgastzelle und Kofferraum zurück. Ihr Design soll zudem an die E-Klasse mit Verbrennungsmotor erinnern, für die 2027 eine Modellpflege vorgesehen ist.

Gleicher Name, unterschiedliche Technik

Die elektrische E-Klasse und die Version mit Verbrennungsmotor tragen zwar denselben Modellnamen, nutzen aber unterschiedliche Plattformen.

Die elektrische Version wird auf einer eigens für batterieelektrische Fahrzeuge entwickelten Architektur basieren. Sie ermöglicht es, die Batterie unter dem Fahrzeugboden unterzubringen und den Innenraum auf die Anforderungen des Elektroantriebs auszulegen.

Mercedes hat weder die Leistung noch die Batteriekapazität oder die offizielle WLTP-Reichweite des neuen Modells bekannt gegeben.

Auch eine sportliche Version von Mercedes-AMG dürfte in Entwicklung sein. Als wichtigste potenzielle Konkurrenten gelten der BMW i5 M60 und der Audi S6 e-tron. Der Hersteller hat allerdings weder technische Daten noch eine Markteinführung des AMG-Modells bestätigt.

Eigene Version für China

Bei der Entwicklung der neuen E-Klasse richtet Mercedes besonderes Augenmerk auf China, wo der Wettbewerb durch heimische Elektroautohersteller außergewöhnlich stark geworden ist.

Laut Källenius will das Unternehmen nahezu alle Komponenten für die in China gebaute elektrische E-Klasse von lokalen Zulieferern beziehen. Das soll die Kosten senken und es ermöglichen, das Modell besser auf die Erwartungen chinesischer Käufer abzustimmen.

In Europa wird die neue E-Klasse auf den BMW i5 und den Audi A6 e-tron treffen. Beide Wettbewerber bieten bereits elektrische Limousinen der oberen Mittelklasse an. Mercedes wird daher mehr als einen vertrauten Modellnamen brauchen, um Käufer zu überzeugen.

Die eigentliche Bedeutung des Strategiewechsels von Mercedes-Benz liegt darin, die eigenständige Identität seiner Elektroautos aufzugeben. Der EQE sollte wie ein Auto der Zukunft aussehen, die neue E-Klasse dagegen muss zuerst ein Mercedes und dann ein Elektroauto sein.

Der deutsche Hersteller hofft, mit vertrautem Design, traditionellem Luxus und neuer Elektrotechnik jene Käufer zurückzugewinnen, die der EQE nicht überzeugen konnte.