Honda will TrailSport zu einer ernst zu nehmenden Offroad-Baureihe machen
Honda will sein TrailSport-Angebot erweitern und seine vom Geländewagenbau inspirierten SUVs deutlich geländegängiger machen. Während TrailSport bislang häufig vor allem ein eigenständiges Design und gröber profilierte Reifen bedeutete, konzentrieren sich die Ingenieure nun auf Fahrwerk, Bodenfreiheit und tatsächliche Geländetauglichkeit. Der neue CR-V könnte als Nächstes eine umfangreichere Offroad-Ausstattung erhalten. Die Pläne erstrecken sich aber auch auf Pick-ups.
Der Passport weist die Richtung
Wie MotorTrend berichtet, wollen Hondas TrailSport-Entwicklungsingenieure die gesamte Baureihe im Gelände leistungsfähiger machen. Die Unternehmensführung unterstützt diese Richtung grundsätzlich, konkrete Entwicklungsentscheidungen für kommende Modelle müssen jedoch noch genehmigt werden.
Das deutlichste Beispiel für den Kurswechsel ist der Passport TrailSport des Modelljahrs 2027. Für ihn überarbeitete Honda rund 70 % der Fahrwerkskomponenten. Neue Federn, Stoßdämpfer, Stabilisatoren und Fahrwerkskomponenten erhöhten die Bodenfreiheit um 35 mm auf rund 246 mm.
Damit liegt seine Bodenfreiheit auch über der einiger klassischer Geländewagen. Mehr Bodenfreiheit allein garantiert allerdings keine bessere Geländegängigkeit.
Der Passport hat einen 3,5-Liter-V6-Benzinmotor mit 213 kW, eine Zehngang-Automatik und den Allradantrieb i-VTM4. Zur TrailSport-Ausstattung gehören Geländereifen, Unterfahrschutz und fortschrittliche Elektronik für den Geländeeinsatz.
Folgen der CR-V und zwei Pick-ups?
Hondas nächster Schritt könnte die für 2028 geplante neue Generation des CR-V sein. Beim aktuellen CR-V TrailSport stehen vor allem Optik und Reifen im Mittelpunkt, die nächste Version könnte jedoch umfangreichere Fahrwerksänderungen erhalten.
Die Pläne betreffen auch zwei Pick-ups: eine neue Generation des Ridgeline und ein Modell auf Basis des Rahmens des Mitsubishi L200, der auch als Triton bekannt ist. Letzteres würde Honda die Möglichkeit eröffnen, in den Markt für stärker auf Arbeitseinsätze und Geländefahrten ausgelegte Fahrzeuge einzusteigen.
Der Hersteller hat allerdings nicht bestätigt, dass alle diese Modelle eine TrailSport-Variante erhalten werden.
Honda Racing Corporation könnte künftig auch Offroad-Zubehör anbieten. Das würde zur umfassenderen Strategie des Unternehmens passen, aus dem Rennsport stammende Technik in Autos für den Alltag zu bringen.
Toyota und Ford sind bereits weit voraus
In Nordamerika steht Honda vor starker Konkurrenz. Toyota bietet die Versionen TRD Off-Road und TRD Pro an, Ford die Modellfamilien Bronco und Raptor.
Ein anderer Ansatz könnte für Honda zum Vorteil werden. Der Passport mit selbsttragender Karosserie verbindet Fahrkomfort auf der Straße mit beachtlicher Geländegängigkeit. Unter schwierigen Bedingungen ersetzt er jedoch kein Fahrzeug mit Leiterrahmen, Geländeuntersetzung und mechanischen Differenzialsperren.
In Europa könnte ein geländegängigerer CR-V auf größeres Interesse stoßen. Passport und Ridgeline sind vor allem Modelle für Nordamerika, und Honda hat keine Pläne für den Verkauf des Pick-ups auf Mitsubishi-Basis in Europa bekannt gegeben.
Die Zukunft von TrailSport hängt davon ab, ob Honda mehr bieten kann als ein höhergelegtes Fahrwerk und eine markantere Optik. Der Passport zeigt, dass die Ingenieure dazu in der Lage sind. Nun muss dieser Ansatz auch auf die übrigen Modelle übertragen werden.