Nissan Z Heritage Edition
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Nissan Z Nismo bekommt Handschaltung und GT-R-Bremsen

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 25.03.2026

Nissan reagiert auf die lauteste Forderung der Z-Fans mit einer konkreten Modellpflege. Zum Modelljahr 2027 erhält der Z Nismo erstmals ein Sechsgang-Schaltgetriebe, übernimmt vom GT-R abgeleitete zweiteilige Vorderbremsen und kommt im Sommer in die US-Autohäuser. Gleichzeitig überarbeitet Nissan auch die übrige Z-Baureihe mit Aerodynamikänderungen, Fahrwerksanpassungen und Details für mehr Alltagstauglichkeit.

Das fehlende Puzzleteil war das Getriebe.

Die wichtigste technische Änderung sitzt hier im Mitteltunnel. Seit seinem Marktstart 2023 war der Z Nismo ausschließlich mit einer Neungang-Automatik erhältlich. Für puristisch orientierte Käufer wirkte das Auto damit immer ein Stück weit unvollständig. Nissan hatte bereits im Dezember 2025 vor der Tokyo Motor Show angedeutet, dass ein Nismo MT kommt. Nun bestätigt das Unternehmen dies im Pressematerial zum Z in US-Spezifikation für 2027.

Für die Handschalter-Version verbauten die Nismo-Ingenieure eine verstärkte Kupplung, verkürzten die Schaltwege und spendierten dem Motor eine eigene Abstimmung, die das Ansprechverhalten schärfen soll, ohne die Spitzenleistung zu verändern. Der 3,0-Liter-Twin-Turbo-V6 leistet weiterhin 420 bhp und 384 lb-ft. Die Zahlen bleiben gleich. Der Charakter soll sich zumindest auf dem Papier dennoch ändern.

Das ist relevant, weil der bisherige Z Nismo mit Automatik nie ganz die Käufer überzeugte, die von einem schnellen Coupé ein mechanisches, involvierendes und leicht widerspenstiges Fahrerlebnis erwarten. Ein Nismo-Emblem kann vieles verzeihen, aber nicht den Eindruck von zu viel Filterung.

Auch das Bremsen-Update folgt dieser Logik. Der Z Nismo nutzt nun vom GT-R stammende zweiteilige Bremsscheiben an der Vorderachse, die Eisen und Aluminium kombinieren. Das verbessert die Kühlung und reduziert das Gewicht an der Vorderachse um rund 8,6 Kilogramm. Nissan kombiniert diese Änderung mit einer neu abgestimmten Vorderachse und einem präziseren Lenkgefühl. Ziel ist ein stabileres Verhalten beim Bremsen und ein saubereres Einlenken.

Das ist die Art von Überarbeitung, die mehr Gewicht hat als jede rein optische Auffrischung. Einen schärfer gezeichneten Stoßfänger und dunklere Leichtmetallräder kann jeder hinzufügen. Eine echte Aufrüstung der Bremsanlage ist etwas anderes. Sie deutet darauf hin, dass Nissan dieses Facelift technisch fundiert auslegen wollte und nicht nur optisch.

Auch die übrige Z-Baureihe wird überarbeitet.

Die Änderungen in der breiteren Z-Palette wirken auf den ersten Blick bescheidener, folgen aber derselben Logik. Die Versionen Sport und Performance erhalten eine neu gestaltete Front, um die Kühlung zu verbessern sowie Auftrieb und Luftwiderstand zu reduzieren. Das Performance-Modell bekommt zudem Dämpfer mit größerem Durchmesser. In der gesamten Z-Familie verbaut Nissan außerdem eine neue Tanklösung, die Kraftstoffmangel bei hohen Querkräften verhindern soll. Im Innenraum gibt es nun eine kabellose Smartphone-Ladeschale mit Lüfterkühlung.

Nissan feilt damit gleichzeitig an beiden Seiten des Besitzalltags. Ein Teil der Maßnahmen zielt auf die Trackday-Session am Wochenende, der andere darauf, das Auto am Montagmorgen etwas weniger unerquicklich zu machen.

Die gestiegenen Verkaufszahlen geben Nissan einen Grund, dranzubleiben.

In den USA stiegen die Z-Verkäufe 2025 auf 5.487 Fahrzeuge, ein Plus von 73,4 Prozent gegenüber 3.164 Einheiten im Jahr 2024. Im Gesamtmarkt bleibt das Modell damit zwar klar ein Nischenprodukt. Im Segment der Sportcoupés reicht das aber aus, um eine Zukunft zu rechtfertigen und kostspieligere technische Änderungen zu tragen.

Mit anderen Worten: Nissan versucht nicht, den Z allein mit Rabatten oder Nostalgie zu retten. Der Hersteller schärft vielmehr die Identität des Modells, um Preisdurchsetzung und Markentreue in einem Segment zu stärken, in dem Emotionen genauso viel verkaufen wie das Datenblatt.

Der Z Nismo mit Handschaltung stellt seine Glaubwürdigkeit genau dort wieder her, wo die bisherige Version sie eingebüßt hatte. Das GT-R-Bremspaket verleiht dem Update zudem die technische Substanz, die ein bloßes Design-Refresh nie liefern könnte. Sein öffentliches Debüt gibt das Modell auf der New York Auto Show, der Verkaufsstart folgt im Sommer.


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