Opel Announces Intention to Produce new C Segment SUV
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Opel bereitet Elektro-SUV für Europa auf Basis des Leapmotor B10 vor

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 12.05.2026

Opel hat ein neues elektrisches SUV der C-Klasse für Europa angedeutet, dessen technische Basis von Chinas Leapmotor kommen soll. Stellantis prüft eine Fertigung ab 2028 im spanischen Werk Saragossa, auch wenn die offizielle Formulierung die endgültige Produktionsentscheidung noch offenlässt.

Deutsches Emblem, chinesische Technik

Das künftige Elektro-SUV von Opel wird weitgehend auf dem Leapmotor B10 basieren, der bereits in Europa erhältlich ist. Der erste Teaser zeigt einen Crossover mit kurzen Überhängen, großen Rädern und einer Front im Opel-Design. Der Beitrag der deutschen Marke dürfte sich vor allem auf Styling, Fahrwerksabstimmung, Sitze, Licht und physische Tasten im Innenraum konzentrieren.

Mit anderen Worten: Opel entwickelt dieses Modell nicht von Grund auf neu. Stellantis nutzt Architektur und Komponenten von Leapmotor, um ein günstigeres elektrisches SUV schneller auf den Markt zu bringen. In der offiziellen Mitteilung hebt das Unternehmen vor allem niedrigere Kosten und eine kürzere Entwicklungszeit hervor.

Saragossa gewinnt an Bedeutung

Stellantis und Leapmotor prüfen eine neue Produktionslinie im Werk Figueruelas bei Saragossa, wo bereits der Peugeot 208 und der Lancia Ypsilon gebaut werden. Nach demselben Plan könnte dort die Produktion des Leapmotor B10 schon 2026 anlaufen, das neue elektrische SUV der C-Klasse von Opel könnte 2028 folgen.

Der Leapmotor B10 als Ausgangspunkt

Der Leapmotor B10 ist ein elektrischer Crossover mit etwas mehr als 4,5 Metern Länge. In der europäischen Spezifikation leistet er 160 kW, entsprechend 218 PS, bietet eine Batterie mit bis zu 67,1 kWh und eine WLTP-Reichweite von bis zu 434 Kilometern. Der künftige Opel dürfte sich in den Abmessungen nur um wenige Millimeter vom B10 unterscheiden.

Stellantis kaufte 2023 rund 21 Prozent an Leapmotor. Das gemeinsame Unternehmen Leapmotor International gehört zu 51 Prozent Stellantis. Diese Struktur verschafft dem europäischen Konzern Zugang zur Kostenstruktur chinesischer Elektroautos und hält zugleich das deutsche Emblem sowie das Versprechen einer europäischen Produktion aufrecht.

Opel wählt den pragmatischen Weg

Das neue Modell zeigt, wie europäische Autohersteller auf den Druck aus China reagieren. Opel versucht nicht, jede Komponente im eigenen Haus zu entwickeln. Stattdessen übernimmt die Marke fertige Technik von einem Partner und ergänzt sie um eigenes Design, Fahrgefühl und Markenidentität.

Für Käufer könnte das ein günstigeres Elektro-SUV mit vertrautem europäischem Emblem bedeuten. Für Opel ist es zugleich ein Test der Wahrnehmung. Sehen Kunden darin eine kluge Zusammenarbeit oder schlicht ein chinesisches Auto in deutscher Hülle?


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