Renault Symbioz bekommt einen LPG-Motor
Renault erweitert das Angebot für den Symbioz um den neuen Eco G 120. Der Antrieb mit Benzin und Autogas bringt im C-Segment vor allem ein bekanntes Argument zurück: niedrigere Betriebskosten. Mit zwei Kraftstofftanks verspricht der Symbioz laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 1.400 Kilometern.
Renault hat dem Symbioz nicht einfach nur einen weiteren Motor verpasst. Mit dem Eco G 120 öffnet die Marke vielmehr die wohl rationalste Tür im Programm. Der Antrieb richtet sich an Käufer, die Platz im C-Segment und moderne digitale Ausstattung wollen, Hybrid oder Elektroauto aber nicht als einzig sinnvolle Antwort sehen.
Basis des neuen Antriebs ist ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 120 PS und 200 Nm, kombiniert mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe. Das Auto nutzt zwei separate Tanks, einen 48-Liter-Benzintank und einen 50-Liter-LPG-Tank. Auf der Renault-Website sind derzeit vorläufige WLTP-Werte von 7,5 Litern pro 100 Kilometer, 117 g/km CO2 und eine Gesamtreichweite von bis zu 1.400 Kilometern für den Eco G 120 aufgeführt. Renault weist zugleich darauf hin, dass die endgültige Zertifizierung noch läuft.
Interessant ist, dass bei der internationalen Modellpräsentation auch 7,2 Liter pro 100 Kilometer mit LPG, 5,9 Liter pro 100 Kilometer mit Benzin sowie Emissionswerte von 116 g/km und 133 g/km genannt werden. Das deutet darauf hin, dass Renault die finale Homologation in den verschiedenen Märkten noch abschließt.
Im Vordergrund steht die Effizienz, nicht die Fahrleistung.
Denn genau das ist der Punkt bei der LPG-Version. Der Symbioz Eco G 120 braucht 12 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Damit sind die Prioritäten klar. Es geht nicht um besonders zügige Beschleunigung, sondern darum, die Kosten pro Kilometer niedrig zu halten und die Distanz zwischen den Tankstopps zu vergrößern.
Das werkseitig integrierte LPG-System unterstreicht diese Ausrichtung. Es vermeidet die typischen Fragen, die bei nachträglichen Umbauten aufkommen, etwa zu Kofferraumvolumen, Gewichtsverteilung oder Garantie. Renault verkauft hier also Sparsamkeit, versucht das aber ohne den üblichen Beigeschmack eines Kompromisses.
Renault sieht bereits Nachfrage.
Das Marktpotenzial ist schon erkennbar. Anfang dieses Jahres erklärte Renault, der Symbioz sei seit seiner Einführung mit 88.523 verkauften Fahrzeugen der meistverkaufte Vollhybrid der Marke geworden. In der lokalen Kommunikation spricht Renault inzwischen von mehr als 100.000 Bestellungen in Europa.
Das ist relevant, weil es zeigt, dass der Symbioz bereits eine nützliche Position im Markt besetzt. Renault will nun mehr aus dem Modell herausholen, zu einer Zeit, in der manche Käufer Elektrifizierung noch immer als zu teuer, zu einschränkend oder schlicht als mehr Aufwand denn Nutzen sehen. Diese Kunden wollen weiterhin eine moderne Plattform, einen geräumigen Innenraum und Betriebskosten, die im Rahmen bleiben. Die LPG-Version spricht sie direkt an.
Renault holt damit keine alte Technik zurück auf die Bühne. Die Marke verbreitert bewusst die Mitte des Marktes. Der Eco G 120 macht den Symbioz weder glamouröser noch schneller, könnte ihn für viele Familien aber zu einem überzeugenderen Kauf machen.
Im Europa des Jahres 2026 wirkt das nach mehr als nur einer Nische. Es ist eine nüchterne Antwort für Käufer, die weiterhin ein einfaches, geräumiges Auto mit vernünftigen Betriebskosten wollen und an Zukunftsdebatten nur begrenztes Interesse haben.