Toyota drosselt Produktion den vierten Monat in Folge
Toyota und Lexus haben ihre Produktion im Februar 2026 um 3,9 Prozent auf 749.673 Fahrzeuge reduziert. Damit sinkt der Ausstoß bereits den vierten Monat in Folge. Auch der Absatz gab im Februar nach, doch in den ersten beiden Monaten des Jahres liegt das gemeinsame Verkaufsergebnis noch knapp über dem Vorjahresniveau.
Die Produktion von Toyota und Lexus lag im Februar um 3,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. In den Monaten Januar und Februar zusammen erreichte der Ausstoß 1.484.770 Fahrzeuge, das sind 4,9 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Reuters berichtet, dass die weltweite Produktion im Februar auf 749.673 Fahrzeuge sank und der Rückgang damit den vierten Monat in Folge anhält.
Inzwischen wirkt das nicht mehr wie ein kurzer Ausschlag in einem einzelnen Werk oder Markt. Vielmehr deutet alles auf einen breiteren industriellen Trend hin.
Der größte Druck kam aus dem Ausland. In Japan selbst sank die Produktion um 2,6 Prozent, die Auslandsfertigung ging um 4,6 Prozent zurück. Besonders stark traf es Kanada, wo der Ausstoß um 46,2 Prozent einbrach. Toyota führt das auf das Auslaufen der Produktion des bisherigen RAV4 und die Vorbereitung der nächsten Modellgeneration zurück. Reuters meldet zudem ein Minus von 11,5 Prozent in China und von 20,4 Prozent im Nahen Osten. In den USA stieg die Produktion dagegen um 3,4 Prozent, in Europa um 3,9 Prozent.
Dieser Gegensatz sagt viel über Toyotas Lage aus. Das Problem ist keine flächendeckende Schwäche im gesamten System. Vielmehr entwickeln sich die einzelnen Regionen mit sehr unterschiedlichem Tempo.
Beim weltweiten Absatz von Toyota und Lexus stand im Februar ein Rückgang von 3,3 Prozent auf 737.134 Fahrzeuge. Für Januar und Februar zusammen liegt das Ergebnis dennoch noch 0,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Reuters zufolge hält Toyota die Gesamtnachfrage weiterhin für stark.
Das ist wichtig, weil der Produktionsrückgang damit nicht automatisch als Verlust von Marktanteilen gelesen werden sollte. Derzeit spiegelt er eher den Wechsel im Modellzyklus und Anpassungen in den Werken wider als einen plötzlichen Einbruch der Nachfrage. Toyota versucht, die nächste RAV4-Generation in die Fertigung zu bringen, ohne das globale Produktionsbild stärker zu belasten. Das ist leichter gesagt als getan.
Toyota verteidigte 2025 den Titel als weltweit absatzstärkster Autohersteller und lieferte konzernweit den Rekordwert von 11,3 Millionen Fahrzeugen aus. Gerade deshalb fallen vier Monate mit sinkender Produktion hier stärker ins Gewicht als bei einem kleineren Hersteller. Wenn selbst Toyota unter Modellwechseln, einem schwächeren chinesischen Markt und einer zersplitterten regionalen Nachfrage leidet, dann bewegt sich die Branche in eine Phase, in der hohe Stückzahlen allein keine Stabilität mehr garantieren.
Ingenieure und Produktionsverantwortliche müssen Modellwechsel und regionale Flexibilität nun gleichzeitig austarieren. Ziel ist es, zu verhindern, dass der Generationswechsel eines Schlüsselmodells das globale Ergebnis belastet.
Auch Honda und Nissan reduzierten im selben Zeitraum ihre Produktion, während Suzuki den Ausstoß dank der Nachfrage in Indien um mehr als 12 Prozent steigerte. Das Februar-Ergebnis von Toyota wirkt deshalb weniger wie eine Krise als vielmehr wie ein Hinweis auf eine neue Normalität. Selbst der weltweit größte Autohersteller muss inzwischen deutlich selektiver wachsen als früher.