Toyota GR Yaris MORIZO RR: Chef persönlich am Werk
Toyota Gazoo Racing setzte beim Tokyo Auto Salon ein Ausrufezeichen und präsentierte den GR Yaris MORIZO RR – ein Fahrzeug, das direkt aus der Vision von Akio Toyoda, dem Vorstandsvorsitzenden, entstand. Hier ging es nicht um Marketing, sondern um Leidenschaft: Toyoda, der unter dem Pseudonym „Morizo“ selbst Rennen fährt, drückte dem Kompaktsportler seinen Stempel auf, geschmiedet im Staub und Benzinnebel der 24 Stunden Nürburgring 2025. Das Ergebnis: Ein Beweis dafür, dass auch ein automatischer Kompakter die „Grüne Hölle“ bezwingen und dem Fahrer ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern kann.
Die Basis dieses Projekts bildet ein Fahrwerks- und Aerodynamikpaket, das unter den gnadenlosen Bedingungen des Nürburgrings entwickelt wurde. Auf Morizos ausdrücklichen Wunsch erhielt der Wagen einen Heckflügel aus Carbon – ein direktes Erbe des Langstrecken-Rennwagens. Die Dämpfer wurden so abgestimmt, dass die Reifen auch dann noch Kontakt zur Straße halten, wenn der Asphalt eher an einen Acker erinnert. Die Ingenieure gingen sogar so weit, die serienmäßigen Schotter-Einstellungen durch einen exklusiven „MORIZO“-Modus zu ersetzen, der das Drehmoment im Verhältnis 50:50 auf beide Achsen verteilt und so eine Präzision und Kontrolle ermöglicht, die ein gewöhnlicher GR Yaris nicht bieten kann.
Optisch lässt der Morizo RR keinen Zweifel an seiner Herkunft: Die Lackierung in „Gravel Khaki“ – der Lieblingsfarbe des Chefs – schlägt die Brücke zwischen Alltag und Rennsport. Matt-bronzene Felgen setzen einen markanten Kontrast, dazu kommen Bremssättel in Morizos charakteristischem Gelb. Dieses Gelb zieht sich auch ins Interieur, etwa bei den Nähten am Alcantara-Lenkrad und am Schalthebel – ein ständiger Hinweis auf den Mann, dessen Vorlieben das Cockpit geprägt haben.
Technisch bleibt der Kern dem Ursprung treu, doch die Bedienelemente stammen direkt aus dem Rally2-Wettbewerbsfahrzeug: ein kleineres Lenkrad und spezielle Schalter sorgen für perfekte Ergonomie, selbst wenn der Puls steigt. Dieses luxuriös-asketische Paket bleibt einer kleinen Elite vorbehalten, denn Toyota baut nur hundert Exemplare für Japan und Europa zusammen. Und selbst ein prall gefülltes Konto reichte nicht: Die glücklichen Besitzer wurden per Losverfahren ermittelt – dieser Yaris war also schon eine Rarität, bevor der Motor das erste Mal gestartet wurde.