Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Luna Rossa: Exklusivität auf Italienisch
Alfa Romeos Individualisierungsabteilung Bottega hat es erneut geschafft, die ohnehin schon beeindruckende Giulia Quadrifoglio noch exklusiver – und ein wenig exzentrischer – zu gestalten. Inspiriert von der Rennjacht Luna Rossa Prada Pirelli entstand die streng limitierte "Luna Rossa"-Serie. Ziel war es, die Ästhetik des Hochgeschwindigkeits-Rennsports mit dem Segelsport zu verschmelzen; das Ergebnis: Zehn Fahrzeuge, die bereits verkauft waren, bevor die Öffentlichkeit überhaupt davon erfuhr.
Im Zentrum dieses Projekts stand die Besessenheit für Aerodynamik, um die italienische Limousine noch stabiler zu machen. Die Ingenieure verpassten dem Frontstoßfänger Carbon-Winglets, glätteten den Unterboden und montierten einen komplexen Heckflügel. Zusammengenommen sollen diese Modifikationen bei 300 km/h satte 140 Kilogramm Abtrieb erzeugen – das Fünffache des Serienmodells. Natürlich ist es schwer vorstellbar, dass einer dieser Wagen im Alltag je solchen Geschwindigkeiten oder Kräften ausgesetzt wird.
Optisch trägt die Giulia ein mattgraues Kleid, dazu eine schwarze Motorhaube und rote Streifen entlang der Türen – eine direkte Hommage an das Design der Luna Rossa. Im Innenraum wird das Thema noch deutlicher: Sparco-Schalensitze mit Bezügen, die an Rettungswesten erinnern, und echtes Segeltuch als Dekor im Armaturenbrett.
Gerade solche Details machen dem Besitzer die Exklusivität seines Fahrzeugs immer wieder bewusst, auch wenn unter der Haube weiterhin der bekannte 520 PS starke Biturbo-V6 aus der Quadrifoglio arbeitet.
Einzige technische Neuerung: Eine Akrapovič-Abgasanlage, die dem italienischen Klangbild vermutlich noch etwas mehr Tiefe verleiht. Über den Preis der auf zehn Exemplare limitierten Serie schweigt Alfa Romeo eisern – das hat die Sammler aber nicht davon abgehalten, sofort zuzuschlagen. Offenbar reichen ein Stück Segeltuch im Cockpit und der Nimbus der Limitierung aus, um Summen zu zahlen, die der Hersteller dem gewöhnlichen Publikum gar nicht erst verrät.