Ford ruft mehr als 223.000 F-150 zurück: Tank könnte sich während der Fahrt lösen
Ford ruft in den USA 223.472 Pick-ups des Typs F-150 zurück, deren Kraftstofftanks möglicherweise nicht sicher an der Karosserie befestigt bleiben. Betroffen sind Fahrzeuge der Modelljahre 2023 bis 2027. Im schlimmsten Fall könnte sich der Tank während der Fahrt lösen.
Die NHTSA erfasste den Rückruf am 9. September unter der Kampagnennummer 26V578. Ford führt ihn im eigenen System unter der Bezeichnung 26S69.
Das Problem liegt bei den Haltebändern des Kraftstofftanks
Der Kraftstofftank des F-150 wird von Metallbändern gehalten. Bei den zurückgerufenen Fahrzeugen fixieren diese den Tank möglicherweise nicht ordnungsgemäß.
Die Folgen könnten weit schwerwiegender sein als lediglich ein Klappergeräusch unter dem Fahrzeug. Ein lockerer Tank könnte undicht werden und eine Brandgefahr verursachen. Wird die Kraftstoffzufuhr unterbrochen, könnte der Motor während der Fahrt ausgehen. Ein vollständig abgelöster Tank würde zudem zu einem Hindernis für andere Verkehrsteilnehmer.
Ford lässt die Haltebänder des Kraftstofftanks bei seinen Händlern überprüfen und bei Bedarf ersetzen. Die Reparatur ist für die Halter kostenlos. Ford wird voraussichtlich am 21. September damit beginnen, die Halter in den USA zu benachrichtigen.
Ein besonders ungelegener Defekt beim F-150
Das Problem betrifft ein für Ford besonders wichtiges Modell. Der F-150 gehört zur Modellfamilie F-Series, die seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Gewinnbringern des Unternehmens zählt.
Daher ist der Rückruf von 223.472 Fahrzeugen unerfreulich, auch wenn sich die Reparatur selbst auf die Überprüfung und den Austausch der Befestigungsteile beschränkt. Die Elektronik eines modernen Pick-ups kann mehrere zehn Millionen Zeilen Softwarecode enthalten, doch diesmal wird der Rückruf durch ein weitaus profaneres Detail verursacht: Der Kraftstofftank muss schlicht am Fahrzeug befestigt bleiben.
Der Rückruf betrifft Fahrzeuge für den US-Markt. In Europa ist der F-150 ohnehin ein Nischenmodell, und ein großer Teil der hier fahrenden Exemplare wurde einzeln importiert. Halter von F-150 der Modelljahre 2023 bis 2027, die aus den USA eingeführt wurden, sollten daher anhand der Fahrzeug-Identifizierungsnummer (VIN) prüfen, ob ihr Exemplar von der Aktion betroffen ist.