Tesla enthüllt neuen Roadster am 1. Oktober – neun Jahre nach dem ersten Prototyp
Tesla hat den Termin für die nächste Präsentation des seit Langem verzögerten Roadster bestätigt. Der elektrische Supersportwagen kehrt am 1. Oktober ins Rampenlicht zurück – fast neun Jahre, nachdem Elon Musk den ersten Prototyp gezeigt und den Produktionsstart für 2020 angekündigt hatte.
Tesla veröffentlichte in den sozialen Medien einen Teaser mit den Worten „Startfreigabe“ und dem Datum 10/01. Elon Musk bestätigte anschließend, dass es dabei um die Präsentation des neuen Roadster geht. Die Veranstaltung findet in Waco im US-Bundesstaat Texas statt.
SpaceX-Technologie könnte erstmals tatsächlich gezeigt werden
Die größte Frage betrifft das seit Langem angekündigte SpaceX-Paket. Musk hat von mit Druckluft betriebenen Schubdüsen gesprochen, die Beschleunigung, Bremsleistung und Kurvengeschwindigkeit verbessern und es dem Auto angeblich sogar ermöglichen sollen, kurz vom Boden abzuheben.
Teslas Teaser setzt bewusst auf Bilder eines Raketenstarts. Das Unternehmen hat jedoch nicht bestätigt, was genau am 1. Oktober demonstriert wird. Das Versprechen eines fliegenden Roadster sollte daher vorerst als Behauptung von Musk und nicht als technische Spezifikation des Serienfahrzeugs verstanden werden.
Ursprünglich stellte Tesla für den Roadster eine Beschleunigung von 0 auf 97 km/h in 1,9 Sekunden, eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 400 km/h und eine Reichweite von rund 1.000 km in Aussicht. Diese Werte stammen allerdings vom Prototyp aus dem Jahr 2017. Tesla erklärte seitdem, das Design und die Zielvorgaben des Fahrzeugs hätten sich erheblich verändert.
Die Konkurrenz ist in neun Jahren davongezogen
2017 wirkten Teslas angekündigte Werte beinahe wie Science-Fiction. 2026 ist das nicht mehr der Fall.
Im Segment der elektrischen Hypercars gibt es inzwischen den Rimac Nevera und dessen Weiterentwicklungen, während chinesische Hersteller Elektroautos mit mehr als 1.000 kW auf den Markt gebracht haben. Der Roadster kann sich daher nicht mehr allein auf eine vierstellige Leistung oder eine Beschleunigung von weniger als zwei Sekunden verlassen.
Am 1. Oktober muss Tesla etwas zeigen, das die Konkurrenz nicht bereits umgesetzt hat. Genau deshalb ist die SpaceX-Technologie für den Roadster so wichtig geworden. Neun Jahre nach der Präsentation des Prototyps ist ein gewöhnlicher, sehr schneller elektrischer Supersportwagen nicht mehr revolutionär.
Eine Präsentation bedeutet noch keinen Produktionsstart
Das größte Fragezeichen steht weiterhin hinter der Serienproduktion. Nach dem ursprünglichen Plan sollte der Roadster bereits 2020 an Kunden ausgeliefert werden, doch Tesla hat den Termin wiederholt verschoben.
Noch im August 2026 hieß es, die neue Präsentation des Autos werde im selben Monat stattfinden, doch auch dieser Termin verstrich. Nun steht mit dem 1. Oktober zumindest ein konkretes Datum fest, und auf Teslas Roadster-Website läuft ein Countdown bis zur Veranstaltung.
Der Produktionsstart ist dagegen weniger sicher. Musk hatte zuvor auf 2027 oder 2028 verwiesen, und Tesla hat bislang keinen endgültigen Produktionszeitplan veröffentlicht.
Damit ist der Roadster auch nach neun Jahren noch keine beschlossene Sache. Am 1. Oktober kann Tesla endlich zeigen, ob daraus ein echtes Serienfahrzeug geworden ist oder lediglich ein noch beeindruckenderer Prototyp.