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Genesis schickt Magma GT und 820-kW-X Skorpio auf die Strecke
Genesis hat zwei seiner spektakulärsten Konzeptfahrzeuge erstmals gemeinsam auf die Strecke geschickt. Der Mittelmotor-Supersportwagen Magma GT und der 820 kW starke X Skorpio bewältigten den neun Kilometer langen Bergrennkurs Strada Borromea am Monte Mottarone in Italien und zeigten dabei auf völlig unterschiedliche Weise, was die koreanische Luxusmarke unter „Performance“ versteht.
Der Magma GT gab bei der Veranstaltung sein Fahrdebüt, während der X Skorpio erstmals in Europa zu sehen war. Eine Serienproduktion hat Genesis für keines der beiden Fahrzeuge bestätigt.
Der Magma GT kommt endlich auf die Strecke
Genesis hatte das Magma GT Concept bereits im Juni in Le Mans als statisches Ausstellungsfahrzeug präsentiert. Nun hat der Mittelmotor-Supersportwagen sein erstes offiziell bestätigtes Streckendebüt absolviert.
Genesis beschreibt den Magma GT als einen auf den Straßeneinsatz ausgelegten Gran Turismo. Das Modell ist bislang die ambitionierteste Ausprägung des Magma-Programms der Marke. Seine Bedeutung reicht über ein einzelnes Konzeptfahrzeug hinaus, denn Genesis prüft auch einen möglichen Einstieg in den GT3-Rennsport.
Auf der offiziellen Magma-GT-Seite des Herstellers wird ein V8-Biturbo mit bis zu 800 hp beziehungsweise rund 597 kW genannt. In der Pressemitteilung zur Fahrpräsentation am 14. September macht Genesis jedoch keine Angaben zum Antrieb des konkret auf der Strecke eingesetzten Fahrzeugs. Es gibt daher keinen Grund, dem Prototyp unbestätigte Angaben zu einem 3,2-Liter-V8 zuzuschreiben.
Mit dem Hypercar GMR-001 baut Genesis bereits ein echtes Motorsportprogramm auf. Der Magma GT schlägt die Brücke zwischen diesem Engagement und künftigen Hochleistungsfahrzeugen für die Straße.
Der X Skorpio ist ein Offroad-Monster mit 820 kW
Während der Magma GT in den Gefilden von Ferrari und McLaren unterwegs ist, nähert sich der X Skorpio dem Thema Performance aus einer völlig anderen Richtung.
Der extreme Geländewagen basiert auf einem Rohrrahmen und nutzt einen V8-Motor mit 1.115 hp beziehungsweise rund 820 kW sowie 1.152 Nm. Das Fahrzeug rollt auf 18-Zoll-Beadlock-Felgen und riesigen 40-Zoll-Geländereifen. Für die Bremsen ist Brembo Motorsport verantwortlich.
Beim Aufbau der Karosserie kombinierte Genesis Glasfaser, Kohlefaser und Kevlar. Damit handelt es sich nicht einfach um ein Luxus-SUV mit größeren Rädern, sondern um einen von Grund auf für extreme Geländeeinsätze entwickelten Prototyp.
In Italien wurde der X Skorpio vom dreimaligen Le-Mans-Sieger und Genesis-Magma-Racing-Fahrer André Lotterer gesteuert.
Genesis schafft sich eine neue Identität
Dass Genesis den Magma GT und den X Skorpio gemeinsam auf die Strecke schickte, war kein Zufall. Ersterer steht für einen flachen, auf den Straßeneinsatz ausgelegten Mittelmotor-Sportwagen, Letzterer für kompromisslose Offroad-Performance. Genesis will zeigen, dass Magma nicht bloß leistungsstärkere Versionen bestehender Luxusautos bedeutet.
Aus europäischer Sicht ist das besonders wichtig. Genesis baut hier sein Vertriebsnetz aus und muss neben BMW M, Mercedes-AMG und Porsche mehr bieten als eine gute Ausstattung und wettbewerbsfähige Preise, die sich aus der koreanischen Herkunft ergeben. Der Motorsport, der Magma GT und Demonstrationsfahrzeuge wie der X Skorpio verleihen der Marke ein technisch geprägtes Image, das sich mit einem luxuriösen GV80 allein nur schwer aufbauen ließe.
Genesis hat noch nicht mitgeteilt, ob der Magma GT letztlich in Serie gehen wird. Vorerst hat sich zumindest eines geändert: Er ist nicht mehr nur eine Skulptur auf einer Ausstellungsfläche.