Mitsubishi aktualisiert den erst ein Jahr alten Eclipse Cross mit günstigerem LFP-Akku und 650 km Reichweite
Mitsubishi überarbeitet den elektrischen Eclipse Cross nur ein Jahr nach seinem Europadebüt. Der bisherige 87-kWh-Akku wird durch eine 89-kWh-NMC-Einheit ersetzt, wodurch die WLTP-Reichweite von 635 auf 650 km steigt. Wichtiger ist jedoch die neue, günstigere Version mit 67-kWh-LFP-Akku.
Beide Versionen kommen Ende 2026 auf den europäischen Markt. Der Antrieb bleibt unverändert: Ein Elektromotor mit 160 kW und 300 Nm treibt die Vorderräder an.
Der kleinere Akku lädt sogar schneller
Der neue 67-kWh-Akku nutzt LFP-Chemie und ermöglicht eine WLTP-Reichweite von bis zu 472 km. Seine maximale DC-Ladeleistung beträgt 165 kW. Das Laden von 15 auf 80 Prozent dauert laut Mitsubishi rund 24 Minuten.
Beim größeren 89-kWh-Akku setzt Mitsubishi weiterhin auf NMC-Chemie. Gegenüber dem aktuellen 87-kWh-Akku wächst die Kapazität lediglich um 2 kWh, die WLTP-Reichweite steigt jedoch um 15 auf 650 km.
Deutlicher fällt die Verbesserung beim Laden aus. Die Spitzenleistung bleibt bei 150 kW, doch das Laden von 15 auf 80 Prozent dauert nun rund 28 Minuten – bis zu neun Minuten weniger als bisher.
Das Laden mit Wechselstrom erfolgt mit 11 kW. Je nach Version ist zudem ein 22-kW-Onboard-Lader erhältlich.
Renault Scénic erhält dieselbe Technik
Die schnelle Überarbeitung ist kein Zufall. Der Eclipse Cross ist technisch eng mit dem Renault Scénic E-Tech Electric verwandt und wird im Renault-Werk im französischen Douai gebaut. Mitsubishi brachte das Modell 2025 infolge der Zusammenarbeit innerhalb der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz nach Europa.
Daher erreichen Aktualisierungen der Batterietechnik beide Modelle praktisch im Gleichschritt.
Besonders wichtig für Mitsubishi ist die 67-kWh-Version. In den Niederlanden beginnt der Preis des bisherigen Eclipse Cross mit 87-kWh-Akku beispielsweise bei 47.990 Euro, während das neue 67-kWh-Modell dort 35.990 Euro kostet. Das verändert die Position des Autos auf Europas Markt für Elektro-SUV deutlich stärker als die zusätzlichen 15 km Reichweite des größeren Akkus.
Gleichzeitig sind 650 km WLTP-Reichweite in dieser Klasse nicht mehr außergewöhnlich. Im gleichen Preissegment bieten auf dem europäischen Markt bereits mehrere Elektroautos des Volkswagen-Konzerns, von Renault und koreanischen Herstellern hohe Reichweiten. Mitsubishis Stärke muss daher aus der Kombination eines niedrigeren Preises mit dem kleineren Akku, einer hohen Reichweite mit dem größeren Akku und in beiden Fällen schnellerem Laden als bisher entstehen.
Innerhalb eines Jahres ist das Batterieangebot deutlich schlüssiger geworden
Der ursprüngliche Eclipse Cross kam in Europa ausschließlich mit dem großen 87-kWh-Akku auf den Markt. Dieser bot zwar bis zu 635 km Reichweite, doch Mitsubishi fehlte damit eine günstigere Version für Käufer, die nicht ständig mehr als 600 km theoretische Reichweite benötigen.
Genau dieses Defizit behebt der 67-kWh-LFP-Akku. Seine WLTP-Reichweite von 472 km dürfte für einen großen Teil der Nutzer ausreichen, während die LFP-Chemie dazu beitragen sollte, den Preis im Zaum zu halten.
Allein die zusätzlichen 15 km Reichweite der 89-kWh-Version würden noch keine besonders spannende Modellpflege ergeben. Zusammen mit der 67-kWh-Einstiegsversion und den kürzeren Ladezeiten ist der Eclipse Cross innerhalb eines Jahres jedoch deutlich wettbewerbsfähiger geworden.