Werbung

Mazda plant Sechszylinder-Hybride und neue Skyactiv-Z-Motorenfamilie

Mazda CX-6e (Foto: Mazda)
Fullscreen image

Mazda will den Verbrennungsmotor nicht aufgeben. Der japanische Autobauer entwickelt eine neue Skyactiv-Z-Motorenfamilie und ein eigenes Hybridsystem, das 2027 im Mazda CX-5 debütieren soll. Auch auf Sechszylindermotoren will Mazda die neue Verbrennungstechnologie übertragen. So soll die Leistung größerer SUVs erhalten bleiben, während ihr Kraftstoffverbrauch und ihre Emissionen sinken.

Werbung

Skyactiv-Z beginnt mit vier Zylindern

Laut Mazdas Geschäftsbericht für 2026 wird der CX-5 als erstes Modell die neue Technologie nutzen. Sein Hybridantrieb kombiniert einen 2,5-Liter-Skyactiv-Z-Vierzylinder-Benzinmotor mit einem selbst entwickelten Elektroantrieb. Bei Skyactiv-Z steht die Verbesserung des Verbrennungsprozesses im Mittelpunkt. Mazda strebt über verschiedene Motorlasten hinweg eine möglichst vollständige Verbrennung an, um den Wirkungsgrad des Motors zu steigern und die Emissionen zu senken. Der neue Antrieb soll weniger Kraftstoff verbrauchen, im Stadtverkehr leiser sein und direkter auf Gaspedalbefehle reagieren als bisher. Mazda betont weiterhin seine Jinba-Ittai-Philosophie, bei der es um ein möglichst natürliches Zusammenspiel von Fahrer und Auto geht. In Europa nutzt der neue CX-5 derzeit einen 2,5-Liter-Benzinmotor mit 104 kW und einem Mildhybridsystem. Der künftige Vollhybrid dagegen wird unter geeigneten Bedingungen rein elektrisch fahren können.

Auch Sechszylinder sollen die Technologie erhalten

Mazda plant, die Skyactiv-Z-Verbrennungstechnologie auch auf seine längs eingebauten Reihensechszylinder zu übertragen. Zudem prüft das Unternehmen, Komponenten des neuen Hybridsystems in größeren Modellen einzusetzen.

Damit könnten die Antriebe des CX-60, CX-80 und weiterer großer SUVs weiterentwickelt werden. Konkrete Hybridversionen oder deren Einführungstermine hat Mazda jedoch nicht bestätigt.

Anders als viele Wettbewerber investiert Mazda weiterhin in großvolumige Motoren. Durch Elektrifizierung lässt sich deren Kraftstoffverbrauch senken, ohne auf die Laufruhe und Leistungsreserven eines Sechszylinders zu verzichten.

Die Skyactiv-Z-Verbrennungstechnologie könnte künftig auch in Mazdas Wankelmotoren Einzug halten. Das Unternehmen prüft ihren Einsatz, um das Emissionsverhalten der Wankelmotoren zu verbessern.

Mazda trifft in Europa auf Konkurrenz von Toyota

Der neue CX-5-Hybrid wird vor allem mit dem Toyota RAV4 und dem Honda CR-V konkurrieren. Beide verfügen bereits über etablierte Vollhybridtechnik. Mazda muss daher zeigen, dass sein Modell mindestens einen vergleichbaren Kraftstoffverbrauch und zugleich ein besseres Fahrerlebnis bieten kann.

In Nordamerika nutzt der Mazda CX-50 das Hybridsystem von Toyota. Für den CX-5 hat das Unternehmen jedoch beschlossen, eine eigene Lösung zu entwickeln. Das gibt den Ingenieuren mehr Spielraum, das Zusammenspiel von Verbrennungsmotor, Elektroantrieb und Getriebe abzustimmen.

Parallel entwickelt Mazda gemeinsam mit Partnern weiterhin Elektroautos. Der Mazda6e und der CX-6e, die zusammen mit dem chinesischen Unternehmen Changan entwickelt wurden, zeigen, dass sich das Unternehmen für die Zukunft nicht auf eine einzige Antriebsart festlegt.

Mazdas Strategie ist klar: Elektroautos sprechen eine Käufergruppe an, Hybride eine andere. Auf dem europäischen Markt könnte sich dieser Ansatz als sinnvoll erweisen – insbesondere, wenn der neue Skyactiv-Z einen niedrigen Kraftstoffverbrauch mit dem für Mazda traditionell guten Fahrverhalten verbinden kann.