Mitsubishi entdeckt 5G – verspäteter Anschluss in den USA
Mitsubishi verkündet eine Partnerschaft mit dem US-Telekommunikationsriesen AT&T, um endlich 5G-Konnektivität in seine Fahrzeuge zu bringen. Während andere Hersteller längst mit ähnlichen Lösungen experimentieren, verkauft der japanische Autobauer diesen Schritt als bahnbrechende Innovation, die den Outlander angeblich in ein „smartes Erlebnis auf Rädern“ verwandelt.
Durch die Zusammenarbeit mit AT&T bietet Mitsubishi nun schnellere Datenübertragung und flüssigere Unterhaltung an Bord – zumindest auf dem Papier ein Segen für anspruchsvolle Fondpassagiere. In der Praxis bedeutet das vor allem, dass der Hersteller endlich in der Lage ist, Software-Updates und Sicherheitspatches drahtlos einzuspielen. Was bei anderen Marken längst Standard ist, markiert für Mitsubishi den Beginn einer neuen Ära. Zwar verspricht das schnellere Netz weniger Verzögerungen bei der Navigation und eine minimal bessere Reaktionszeit der Assistenzsysteme, doch ob der durchschnittliche Outlander-Fahrer diese technische Feinjustierung im Alltag überhaupt bemerkt, bleibt fraglich.
Wie zu erwarten, überschlug sich die Presseabteilung mit großen Worten über „transformative Erlebnisse“ und das „Übertreffen von Kundenerwartungen“. AT&T, das einen Großteil der amerikanischen Straßen abdeckt, liefert Mitsubishi das stabile Rückgrat, damit die Fahrzeuge bei Updates nicht zum teuren Briefbeschwerer werden. Vorerst bleibt dieser Technologiesprung dem aktuellen Outlander vorbehalten, während der Rest der Modellpalette noch eine Weile mit der alten Konnektivität auskommen muss. Es ist zwar lobenswert, dass Mitsubishi versucht, den Anschluss nicht völlig zu verlieren, doch der große Wurf sieht anders aus – eher Pflichtübung als Revolution.