Nissan GT-R NISMO GT3: Nürburgring-Legende kommt unter den Hammer
Während der Nachbar noch stolz seinen frisch geleasten Porsche präsentiert, sollten echte Sammler jetzt schnell sein. Ein Auto mit mehr als nur beeindruckenden Leistungsdaten steht zur Versteigerung an. Es trägt einen historischen Sieg von jenem Ort, an dem Legenden geschmiedet werden: den 24 Stunden vom Nürburgring.
Das Objekt der Begierde ist ein Nissan GT-R NISMO GT3 aus dem Jahr 2014, ein Auto, das Asphalt und die Träume der Konkurrenz gleichermaßen verschlang. 2015 holte es für Schulze Motorsport den Klassensieg in der SP9 GT3 und ein starkes Gesamtergebnis – vor Werksteams, deren Budgets das Bruttoinlandsprodukt mancher Inselstaaten übertreffen.
Hier handelt es sich nicht um einen Nissan für die Straße mit aufgesetztem Imponiergehabe, sondern um einen kompromisslosen GT3-Rennwagen, gebaut von der JRM Group in Zusammenarbeit mit NISMO. Der 3,8-Liter-V6-Biturbo wurde entwickelt, um 24 Stunden Dauerbelastung klaglos zu überstehen und liefert dabei über 550 PS.
Am Steuer saßen unter anderem Jordan Tresson und die Schulze-Brüder, die eindrucksvoll bewiesen, dass japanische Ingenieurskunst auch in der Grünen Hölle dominieren kann. Kaum eine Strecke ist gnadenloser, kaum ein Sieg wiegt schwerer.
Die meisten Supersportwagen verlieren an Wert, sobald sie das Autohaus verlassen. Dieser GT-R spielt nach eigenen Regeln. Er gleicht eher einem edlen Tropfen – nur dass dieser hier Feuer spuckt und sich mit 120 Dezibel ankündigt. Das Auktionshaus bestätigt: Der Wagen befindet sich noch im authentischen Rennzustand. Jede Schramme und jeder Steinschlag sind Zeugnisse dessen, was er durchgestanden und bezwungen hat.
Japanische Rennwagen mit solch dokumentiertem Erfolg sind auf europäischen Auktionen eine Seltenheit. Hier geht es nicht um ein Investment, das in der Garage verstaubt. Dieser GT-R erinnert an eine Zeit, als Nissan noch die Rennstrecken beherrschte, statt Crossover zu verkaufen.
Wer also ein Stück Motorsportgeschichte besitzen möchte, das die Grüne Hölle in die Knie zwang, sollte jetzt den Scheck zücken. Der Schätzpreis liegt zwischen 200.000 und 250.000 Euro.