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Brabus baut 34 Meter lange Superyacht mit fast 6.000 kW
Der Name Brabus steht meist für extrem leistungsstarke Mercedes-AMG-Modelle. Diesmal fällt das Betätigungsfeld des Tuners aus Bottrop allerdings deutlich größer aus: Gemeinsam mit dem britischen Yachthersteller Sunseeker hat Brabus die 34 Meter lange Brabus Sunseeker 34M entwickelt. Ihre vier Dieselmotoren leisten zusammen knapp 6.000 kW.
Es ist die erste Brabus-Masterpiece-Superyacht und basiert auf dem neuen 34M-Modell von Sunseeker. Brabus konzentrierte sich vor allem auf das Design von Exterieur und Interieur sowie die Materialien; Sunseeker ist für die technische Plattform und den Bau der Yacht verantwortlich.
Vier V12-Diesel leisten knapp 6.000 kW
Die 34M wird von vier MTU-Dieselmotoren des Typs 10V 2000 M96L angetrieben, die jeweils 1.492 kW leisten. Zusammen sind das 5.968 kW oder mehr als 8.100 PS.
Die 34 Meter lange und rund 7,3 Meter breite Yacht erreicht mehr als 20 Knoten, also über 37 km/h. Nach Maßstäben des Automobilbaus mag das bescheiden klingen. Eine mehr als 100 Tonnen schwere Luxusyacht durch das Wasser zu bewegen, erfordert jedoch Energie in einer ganz anderen Größenordnung.
Der Kraftstofftank fasst 19.000 Liter, außerdem können 5.000 Liter Frischwasser an Bord mitgeführt werden.
Die vertraute Welt in Schwarz
Sunseeker baute die Yacht, Brabus gab ihr im Sinne seiner Masterpiece-Philosophie ein eigenständiges Erscheinungsbild. Schwarz- und Grautöne, Carbon, Leder und maßgefertigte Möbel prägen die Yacht.
Brabus nennt die Innenraumgestaltung „Black and Bold“. Den gleichen Ansatz verfolgt das Unternehmen bei seinen Autos: Zurückhaltung ist nicht das Ziel. Vielmehr sollen der Eigner und alle anderen im Hafen sofort erkennen, worum es sich handelt.
Auf dem Hauptdeck befindet sich die Eignersuite, vier Gästekabinen liegen auf dem Unterdeck. Bis zu zehn Gäste können an Bord übernachten. Für die Besatzung gibt es separate Unterkünfte.
Auf dem Oberdeck befinden sich eine Bar und Loungebereiche. Am Heck steht ein großzügiger Beachclub zur Verfügung. Eine hydraulische Plattform erleichtert das Schwimmen und die Nutzung kleinerer Wasserfahrzeuge.
Kein 34 Meter langes Auto
Technisch ist ein Punkt wichtig: Brabus hat nicht plötzlich damit begonnen, Superyachten von Grund auf selbst zu entwickeln. Die 34M baut auf der Plattform von Sunseeker auf. Brabus steuert das Design, die Materialien und die Ausstattung im Masterpiece-Stil bei.
Die Zusammenarbeit an sich ist nicht neu. Brabus und Sunseeker haben bereits Yachten in Sondereditionen geschaffen, doch mit der 34M erreicht die Partnerschaft erstmals diese Größenordnung.
Für Brabus ist die Überlegung dahinter recht einfach: Wer eine G-Klasse mit 662 kW oder einen Supersportwagen mit vierstelliger Leistungsangabe kauft, möchte womöglich auch im Hafen dieselbe Ästhetik. Die 34M erweitert die automobile Welt von Brabus gewissermaßen aufs Wasser – nur dass Carbon-Spoiler diesmal durch Kabinen, Decks und knapp 6.000 kW Dieselleistung ersetzt werden.