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auto.pub Mazda CX-6e 12.01.26
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Mazda will die Einstellung des Lenkrads über das digitale Kombiinstrument erleichtern

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 29.09.2026

Eine neue Patentanmeldung von Mazda macht das digitale Kombiinstrument zu einer Art Schablone für die Lenkradeinstellung. Fahrer müssen Höhe und Längsposition so anpassen, dass der Lenkradkranz mit Linien auf dem Display übereinstimmt. Die einfachen Grafiken sollen die Sitzposition am Steuer verbessern – ohne aufwendigere Mechanik oder einen zusätzlichen Bildschirm.

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Das US-Patent- und Markenamt veröffentlichte Mazdas Anmeldung US20260274069A1 am 17. September 2026. Mazda reichte die US-Anmeldung im Februar ein; das ursprüngliche Prioritätsdatum ist der 11. März 2025. Ein erteiltes Patent ist das also noch nicht, sondern eine technische Lösung, für die Schutz beantragt wird.

Das Lenkrad wird Teil der Anzeige

Mazdas Konzept nutzt das digitale Kombiinstrument hinter dem Lenkrad. Auf dem Bildschirm erscheinen symmetrische Linien, die aus Sicht des Fahrers nahe am inneren Rand des Lenkradkranzes verlaufen sollen.

Indem der Fahrer das Lenkrad nach oben, unten, vorn oder hinten verstellt, kann er die Linien mit der Kontur des Lenkradkranzes in Deckung bringen. So lässt sich eine zur Statur des Fahrers passende Lenkradposition ermitteln. Das verringert das Risiko, das Lenkrad allein nach Gefühl zu hoch, zu tief oder zu weit entfernt einzustellen.

Die oberen Linien laufen perspektivisch zusammen und lenken den Blick von der Anzeige zurück auf die Straße. Mazda sieht außerdem vor, dass sich die Farbe der Linien je nach Fahrzeugstatus oder Gefahr ändern könnte. Dieselbe Grafik könnte damit später auch als Warnhinweis dienen.

Mazda bringt eine alte Idee kostengünstig auf den Bildschirm

Die Lösung passt zu Mazdas bisherigem Ergonomiekonzept. Der Hersteller betont bereits, dass die richtige Sitzposition die Gelenke in natürlichen Winkeln halten und bei einem Notfall schnellere Reaktionen ermöglichen soll. CX-60, CX-70, CX-80 und CX-90 können sogar über eine automatische Einstellung der Fahrposition verfügen: Das System erfasst Körperbau und Augenposition des Fahrers und stellt anschließend Sitz, Lenkrad, Head-up-Display und Spiegel automatisch ein.

Die neue Lösung wäre deutlich einfacher. Der Kern der Patentanmeldung erfordert keine motorische Verstellung von Sitz und Lenksäule. Entscheidend ist die Grafik auf dem Bildschirm. In einem Fahrzeug mit geeignetem Display und passender Lenkradanordnung könnte die Technik daher vergleichsweise kostengünstig sein.

Auch eine Innenraumkamera nennt die Patentanmeldung nicht als wesentlichen Bestandteil des Systems. Eine Kamera gehört zwar zu Mazdas bestehendem System zur automatischen Einstellung der Fahrposition, doch die zentrale Beschreibung der neuen Anmeldung konzentriert sich auf Lenkrad, Kombiinstrument und dessen Grafik.

Die Handhaltung wirft eine Frage auf

Mazda ordnet einige der Orientierungslinien am Lenkrad etwa auf der 10:10-Uhr-Position an und bezeichnet diesen Bereich als empfohlene Griffposition.

Dieses Detail wirkt etwas überholt. In der modernen Fahrausbildung gilt eine feste Zeigerstellung nicht mehr als allgemeingültige Regel. Die britische Führerscheinbehörde DVSA beurteilt beispielsweise vor allem, ob der Fahrer das Lenkrad sicher und kontrolliert bedient – nicht, ob seine Hände exakt auf „10 und 2“ oder „Viertel vor 3“ liegen.

Der Nutzen von Mazdas Idee liegt daher weniger darin, eine bestimmte Handhaltung zu vermitteln, als vielmehr darin, die richtige Position des Lenkrads zum Fahrer zu finden. Gerade in modernen Autos lässt sie sich überraschend leicht falsch einstellen, besonders wenn Sitz, Lenksäule und Anzeigen zahlreiche Einstellmöglichkeiten bieten.