DS F3VER gibt Ausblick auf den nächsten DS 3: Schrägheck statt SUV
DS Automobiles hat auf dem Pariser Autosalon die 4,19 Meter lange Elektro-Studie F3VER vorgestellt. Sie liefert den ersten konkreten Hinweis darauf, wie der DS 3 der nächsten Generation aussehen wird. Die französische Premiummarke will sich von der Karosserieform eines kleinen SUV verabschieden und zu einem flacheren, sportlicheren Schrägheckmodell zurückkehren. Das neue Modell soll Ende 2028 in Europa auf den Markt kommen und rund 30.000 Euro kosten.
Der DS 3 kehrt zu seinen Wurzeln zurück
Der DS F3VER ist mehr als eine bloße Spielerei seiner Designer. Die Studie misst 4190 mm in der Länge, 1840 mm in der Breite und 1460 mm in der Höhe. Ihr Radstand von 2700 mm ermöglicht einen geräumigen Innenraum bei kompakten Außenmaßen.
Auch der Kofferraum ist großzügig bemessen: Er fasst 400 Liter und damit 50 Liter mehr als beim aktuellen DS 3.
Der F3VER steht für eine neue Designrichtung der Marke, bei der Individualität, effiziente Raumnutzung und eine einfachere Konstruktion im Mittelpunkt stehen.
Statt eines klassischen Kühlergrills setzt DS auf eine senkrechte schwarze Blende mit dem Markenemblem in der Mitte. Hinzu kommen Y-förmige LED-Scheinwerfer. Am Heck erzeugen 16 LED-Paneele einen dreidimensionalen Lichteffekt; getragen werden sie von einer leichten Magnesiumstruktur.
Farben werden zum wichtigen Gestaltungselement
Zu den auffälligsten Merkmalen des F3VER zählt die Lackierung in Cosmic Blue, die je nach Lichteinfall zwischen Blau und Violett changiert.
DS bietet zudem eine mehrfarbige Karosserie als Option an. Die Zierleiste rund um das Dach, die hinteren Kotflügel und die Heckpartie können jeweils eine eigene Farbgebung erhalten. Das erinnert an die umfangreichen Möglichkeiten zur Individualisierung des DS 3 der ersten Generation.
Das neue „Design Intelligence“-Prinzip des Herstellers zielt darauf ab, die Zahl der Bauteile zu verringern, die Konstruktion leichter zu machen und die Aerodynamik zu verbessern. So fasst DS etwa Scheinwerfer und Tagfahrlicht in einem Gehäuse zusammen und verzichtet auf zusätzliche Radlaufverkleidungen aus Kunststoff.
Die einfachere Konstruktion trägt dazu bei, die Produktionskosten zu senken, ohne Abstriche bei der von einem Luxusauto erwarteten Verarbeitung zu machen.
Neuer elektrischer DS 3 könnte 2028 kommen
Nach Angaben des französischen Automagazins L'Argus dürfte ein Serienmodell auf Basis des F3VER-Designs Ende 2028 unter dem Namen DS N°3 auf den Markt kommen. Der Preis wird auf rund 30.000 Euro geschätzt.
Das neue Modell wird sich voraussichtlich die Plattform mit dem Peugeot E-208 der nächsten Generation teilen. So könnte Stellantis die Entwicklungskosten auf mehrere Automarken verteilen.
Zur Leistung des Elektromotors, zur Batteriekapazität und zu einer konkreten Reichweite des F3VER hat DS noch keine Angaben gemacht. Der Hersteller verspricht jedoch eine Reichweite, die zu den besten seiner Klasse gehört.
Die 21-Zoll-Räder und die besonders geringe Bodenfreiheit der Studie dürften dem Showcar vorbehalten bleiben. Bei der Serienversion wird ein alltagstauglicherer Kompromiss zwischen Fahrkomfort, Energieverbrauch und Produktionskosten nötig sein.
DS muss sich im europäischen Markt für luxuriöse Kleinwagen erneut profilieren
Der ursprüngliche DS 3 war auf dem europäischen Markt sehr erfolgreich. Sein Nachfolger, der DS 3 Crossback, erreichte jedoch nicht die Beliebtheit seines Vorgängers.
Die Rückkehr zu einem flachen Schrägheckmodell könnte der Marke helfen, ihren eigenständigen Charakter zurückzugewinnen. Der künftige elektrische DS N°3 würde unter anderem mit MINI und anderen höherpreisigen Elektro-Kleinwagen konkurrieren.
Bei einem Preis von rund 30.000 Euro muss DS mehr bieten als eine auffällige Optik. Käufer erwarten eine ordentliche Reichweite, einen hochwertig verarbeiteten Innenraum und überzeugenden Fahrkomfort.
Die wichtigste Botschaft des F3VER ist nicht seine futuristische Lichttechnik, sondern der Wunsch von DS, sich von einem weiteren kleinen SUV abzuwenden. Gelingt es der französischen Marke, den Charakter des ersten DS 3 mit moderner Elektrotechnik zu verbinden, könnte ihr kleinstes Modell wieder zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten werden.