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Porsche Cayenne Electric erhält kabelloses Laden und elektrisch betätigte Türen

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 18.09.2026

Zum neuen Modelljahr stattet Porsche den elektrischen Cayenne mit zwei eher ungewöhnlichen Komfortfunktionen aus. Das Fahrzeug erhält kabelloses Laden mit bis zu 11 kW und elektrisch betätigte Türen, die sich nicht nur am Ende selbst ins Schloss ziehen: Sie öffnen und schließen automatisch. Beide Funktionen werden für den Cayenne Electric und den Cayenne Coupé Electric erhältlich sein.

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Die Tür schließt sich sogar beim Betätigen des Bremspedals

Alle vier Türen verfügen über Servomotoren. Ein leichtes Ziehen am Griff genügt, den Rest übernimmt der elektrische Antrieb. Die Türen lassen sich von außen über den Griff, mit Tasten im Innenraum, über den Bildschirm des PCM Flow Display oder mit dem Porsche Digital Key bedienen.

Die Fahrertür beherrscht zwei weitere Tricks. Durch das Anlegen des Sicherheitsgurts oder das Betätigen des Bremspedals kann sie sich automatisch schließen.

Gleichzeitig überwacht das System den Bereich um die Tür mit Sensoren und stoppt die Bewegung, sobald es eine Person oder ein Hindernis erkennt. In Verbindung mit dem Ausstiegswarnsystem verhindert das Fahrzeug zudem, dass die Tür in den Weg eines herannahenden Fahrzeugs geöffnet wird. Bei Bedarf lassen sich alle Türen weiterhin manuell bedienen.

Elektrisch betätigte Türen sind aus Luxusautos bekannt, für Porsche stellen sie jedoch eine Premiere dar. Damit entfernt sich der Cayenne einen weiteren kleinen Schritt vom sportlichen SUV und nähert sich dem Komfortniveau einer Luxuslimousine an.

Kabelloses Laden leistet 11 kW

Technisch interessanter ist Porsche Wireless Charging. Der Fahrer muss den Cayenne lediglich über einer im Boden installierten Ladeplatte abstellen, anschließend beginnt das Fahrzeug automatisch mit dem Laden.

Das System überträgt die Energie induktiv mit bis zu 11 kW und laut Porsche mit einem Wirkungsgrad von rund 90 %. Damit ist seine Leistung mit der einer herkömmlichen 11-kW-Wallbox vergleichbar, auch wenn das Laden per Kabel etwas effizienter bleibt.

Die Bodenplatte kann auch im Freien installiert werden. Bewegungs- und Fremdkörpersensoren unterbrechen den Ladevorgang, wenn beispielsweise ein Tier unter das Fahrzeug gelangt oder ein Metallgegenstand auf der Ladeplatte liegt und sich erwärmt. Das System kann bereits in Deutschland und weiteren europäischen Märkten bestellt werden; Porsche weitet seine Verfügbarkeit schrittweise aus.

Es darf natürlich nicht mit echtem Schnellladen verwechselt werden, das die 800-Volt-Architektur des Cayenne ermöglicht. Das kabellose System ist für das nächtliche Laden zu Hause gedacht. An einer öffentlichen DC-Ladesäule kann der Cayenne Electric bis zu 390 kW aufnehmen, unter geeigneten Bedingungen sogar 400 kW.

Massagefunktion arbeitet im Takt der Musik

Zum neuen Modelljahr ergänzt Porsche außerdem die 4D-Audio-Massage. Die Vordersitze verfügen künftig über 16 Luftpolster und sechs Audio-Aktuatoren, sodass der Sitz auf den Rhythmus der Musik reagieren kann. Fünf Massageprogramme stehen zur Verfügung.

Für die individuelle Gestaltung des Exterieurs wird der Cayenne Electric erstmals in das Programm „Farbe nach Wahl“ aufgenommen. Dadurch erweitert sich das Standardangebot um weitere 92 Farbtöne.

Diese Neuerungen ändern nichts an den Fahrleistungen des Cayenne Electric, zeigen aber deutlich, wohin sich der Wettbewerb unter teuren Elektroautos entwickelt. An Leistung mangelt es in dieser Klasse längst nicht mehr. Porsche muss sich nun mit Lösungen abheben, die den Umgang mit einem Elektroauto im Alltag so reibungslos wie möglich machen.

Das induktive Laden mit 11 kW ist die gewichtigste dieser Neuerungen. Wenn zum Laden des Fahrzeugs nichts weiter nötig ist, als es an der richtigen Stelle abzustellen, entfällt eine der zusätzlichen Aufgaben des Elektroauto-Alltags vollständig. Die elektrisch betätigten Türen sind im Vergleich eher ein Luxus-Statement. Sie zeigen, dass der Cayenne beim Komfort nicht nur mit dem BMW iX und den elektrischen Nachfolgern des Mercedes-Benz GLE konkurrieren will, sondern auch mit deutlich teureren Luxusautos.