1/16
Alfa Romeo 33 Stradale Perla Nera zeigt Sichtcarbon statt Lack
Alfa Romeo hat den 33 Stradale Perla Nera in seinem Museum in Arese vorgestellt. Er ist das einzige der 33 Exemplare, dessen gesamte Karosserie mattes Sichtcarbon zeigt. Die Einzelanfertigung für einen Kunden ist keine neue Sonderedition: Ihre Optik prägt die Struktur der Kohlefaser selbst, nicht schwarzer Lack.
Nach offiziellen Angaben von Alfa Romeo vom 28. September hat der Besitzer den Namen „Perla Nera“, also „Schwarze Perle“, persönlich ausgewählt und eintragen lassen. Für die Karosserieteile wurde die Kohlefaser von Hand in Formen gelegt. Die Fasern sind so angeordnet, dass ihr Muster die Symmetrie des Wagens und die Form seiner Oberflächen betont. Es beginnt auf der Motorhaube und setzt sich über das Dach bis zum Heck fort.
Schwarz ist hier keine Farbe
Das Besondere am Perla Nera: Alfa Romeo hat die Kohlefaser nicht mit Klarlack überzogen. Durch die matte Oberfläche bleibt die Struktur des Verbundwerkstoffs sichtbar. Auch die Räder sind schwarz. Die Modellschriftzüge außen wurden entfernt; lediglich die Alfa-Romeo-Embleme sind geblieben.
Im Innenraum setzt sich dieser Ansatz fort. Kohlefaser wird durch schwarzes Alcantara ergänzt, während der Fahrersitz an den Körperbau des Besitzers angepasst wurde. Auch die Kopfstützen wurden verändert. Die Initialen des Besitzers sind in den Fahrmodus-Wahlschalter von Alfa Romeo eingraviert, und zum Wagen gehört ein nummeriertes, mit Alcantara bezogenes Kofferset.
Daran wird deutlich, worauf das Projekt Alfa Romeo 33 Stradale setzt. Alle 33 Fahrzeuge waren innerhalb weniger Wochen ausverkauft. Bottega Alfa Romeo bezog die Käufer schon vor Produktionsbeginn in die Gestaltung ihrer Autos ein. Zusammengebaut werden die Wagen von Hand bei Carrozzeria Touring Superleggera.
Technik unverändert
Der Perla Nera erhält keine zusätzliche Leistung. Der mittig verbaute 3,0-Liter-V6 mit zwei Turboladern leistet mehr als 463 kW. Ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe überträgt die Kraft an die Hinterräder. Alfa Romeo gibt für den Sprint von 0 auf 100 km/h weniger als drei Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 333 km/h an. Das Mittelstück der tragenden Struktur bildet ein Kohlefaser-Monocoque, das von einem Aluminium-H-Rahmen umgeben ist.
In Europa gibt es bereits stärkere Supersportwagen. Der 33 Stradale wurde jedoch nicht entwickelt, um Ferrari und Lamborghini bei der Leistung zu übertreffen. Seine Stärke liegt in der auf 33 Fahrzeuge begrenzten Produktion und einer Individualisierung, die nahezu das Niveau eines Karosseriebauers erreicht. Der Perla Nera treibt diesen Ansatz auf die Spitze: Das Konstruktionsmaterial selbst wird zum Gestaltungselement.
Der Wagen bleibt bis zum 18. Oktober 2026 im Alfa-Romeo-Museum in Arese ausgestellt. Danach wird er an seinen Besitzer ausgeliefert.