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Nissan Z Kaze Concept 1/18
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Nissan nimmt dem Z das Dach und baut das von den 1990ern inspirierte Kaze Concept

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 24.09.2026

Der Nissan Z Kaze ist nicht einfach ein weiteres Konzeptfahrzeug, das auf dem Drehteller einer Automesse gut aussehen soll. Nissan nahm den aktuellen Z, versah ihn mit einem T-Top-Dach mit herausnehmbaren Elementen und ergänzte Technik von NISMO und GReddy. Das Ergebnis vermittelt einen recht überzeugenden Eindruck davon, wie ein moderner offener Z aussehen könnte. Für europäische Interessenten ist besonders frustrierend, dass nicht einmal der reguläre Z offiziell in Europa angeboten wird.

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Nissan stellte das Z Kaze Concept gestern auf der ZCON in den Vereinigten Staaten vor, dem jährlichen Treffen der Z Car Club Association. Der Name „Kaze“ bedeutet auf Japanisch Wind. Nissan selbst beschreibt das Auto als Herzensprojekt seiner Produktplaner und Designer, das die sieben Generationen umfassende Geschichte des Z mit der japanischen Tuningkultur der 1990er-Jahre verbindet.

Das T-Top ist mehr als nur ein Designelement

Die wichtigste Änderung befindet sich naturgemäß über den Köpfen der Insassen. Statt des üblichen festen Dachs besitzt der Z Kaze eine eigens entwickelte T-Top-Konstruktion. Die Dachelemente lassen sich herausnehmen, während in der Mitte eine tragende Strebe stehen bleibt, die die Karosserie stabilisiert. Der Kaze ist daher kein konventioneller Roadster.

Diese Entscheidung ist kein Zufall. Nissan bot bereits für den 280ZX der Generation S130 ein T-Top-Dach an und behielt die Konstruktion bei späteren Z-Modellen bei. Nissans eigener historischer Darstellung zufolge entstand das T-Top des 280Z von 1980 aus dem Wunsch heraus, das Fahrgefühl eines offenen Autos zu bieten, ohne die Karosseriesteifigkeit vollständig zu opfern.

Beim aktuellen Z wird die Frage noch interessanter. Das Dach zu entfernen oder einen großen Teil davon herauszuschneiden, ist bei einem Sportwagen mit selbsttragender Karosserie keine rein kosmetische Maßnahme, da das Dach zur Torsionssteifigkeit beiträgt. Nissan hat weder Angaben zur strukturellen Steifigkeit des Kaze noch zu zusätzlichen Verstärkungen oder zum Gewicht veröffentlicht. Aus dem Konzept lässt sich daher bislang nicht ableiten, wie einfach es sich in ein Serienmodell überführen ließe.

Die NISMO-LMGT2-Räder sind ein Detail, das Fans auffallen dürfte

Die Lackierung in Pacific Teal ist die erste Anspielung auf die 1990er-Jahre, doch Nissan beließ es nicht bei einer nostalgischen Farbe. Der Z erhielt eine belüftete Motorhaube aus Carbon, verbreiterte Radhäuser und ein eigens angefertigtes Aerodynamikpaket aus Carbon.

Das beste Detail ist der Radsatz. Nissan beschaffte für das Projekt originale, mehrteilige NISMO-LMGT2-Schmiederäder und ließ sie restaurieren. Die 18-Zoll-Räder sind vorn 10 Zoll und hinten 11 Zoll breit. Das LMGT2-Rad wird schon lange nicht mehr hergestellt. Ein solches zeitgenössisches Bauteil macht den Kaze deutlich überzeugender als ein reines Showcar im Retrodesign.

Nissan wertete außerdem das Fahrwerk mit Komponenten von NISMO auf. Federraten, Dämpferabstimmung und Werte der Fahrwerksgeometrie hat der Hersteller jedoch nicht veröffentlicht.

Im Innenraum setzt sich das gleiche Konzept fort. Weiße Lederbezüge bilden einen Kontrast zu Carbon-Details, während Bose-Personal-Plus-Lautsprecher in die Kopfstützen integriert sind – eine durchaus logische Lösung für Fahrten mit herausgenommenen Dachelementen.

GReddy arbeitete am V6, doch Nissan schweigt zur Leistung

Unter der Motorhaube steckt der bekannte VR30DDTT, ein 3,0-Liter-V6 mit Biturbo-Aufladung. GReddy ergänzte den Motor des Kaze um eine SUPREME-SP-Abgasanlage, einen vorn montierten Luft-Luft-Ladeluftkühler und ein Airinx-Luftfiltersystem. Leistungs- und Drehmomentwerte des Konzeptfahrzeugs hat Nissan nicht genannt.

Diese Klarstellung ist wichtig, denn allein die verbauten GReddy-Komponenten rechtfertigen nicht die Behauptung, der Kaze sei leistungsstärker als ein regulärer Z.

In US-Spezifikation leisten der reguläre Z Sport und der Z Performance des Modelljahrs 2027 jeweils 400 hp, also rund 298 kW, und entwickeln 475 Nm Drehmoment. Der Z NISMO kommt auf 420 hp beziehungsweise rund 313 kW und 521 Nm. Für die Basismodelle stehen ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine Neungang-Automatik zur Wahl. Auch der NISMO ist mit Handschaltung erhältlich, alternativ bleibt die Automatik im Angebot.

Die Architektur des aktuellen Z folgt weiterhin einem klassischen Sportwagenrezept: längs eingebauter Frontmotor, Hinterradantrieb und ein Biturbo-Sechszylinder-Benziner. Genau deshalb wirkt eine Version mit herausnehmbarem Dach wesentlich naheliegender als ein weiteres elektrisches „Lifestyle-Konzept“.

Der Z Kaze zielt auf eine durchaus interessante Marktlücke

Das Angebot an offenen Sportwagen ist nicht mehr besonders groß. Der Mazda MX-5 tritt in einer kleineren und deutlich leistungsschwächeren Klasse an, während der Porsche 911 Targa in einer völlig anderen Preiskategorie liegt. Sollte der Z Kaze in Serie gehen, könnte er eine seltene Kombination bieten: einen V6 mit einem Leistungspotenzial von mehr als 300 kW, Hinterradantrieb, ein herausnehmbares Dach und auf Wunsch ein Schaltgetriebe.

Nissan hat allerdings keine Serienproduktion angekündigt. In den offiziellen Unterlagen des Herstellers heißt es unmissverständlich, dass der Z Kaze ein Konzeptfahrzeug ist und nicht gekauft werden kann.

Die Idee eines offenen Z ist jedoch nicht über Nacht entstanden. Bereits im Frühjahr 2026 sagte Ponz Pandikuthira, Leiter Produkt und Planung bei Nissan Americas, gegenüber The Drive, dass er den Z sehr gern als Cabriolet sehen würde. Eine geschäftliche Entscheidung war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht gefallen.

Für Europa bleibt der Kaze vorerst ein besonders ferner Traum

Aus europäischer Sicht ist der Z Kaze gleichermaßen faszinierend und frustrierend. Der aktuelle Nissan Z wurde zunächst nicht in das offizielle europäische Modellprogramm aufgenommen. Als Gründe für diese Entscheidung nannte Nissan den schrumpfenden Sportwagenmarkt in Europa und die Emissionsvorgaben.

Vollständig geschlossen ist die Tür jedoch nicht. 2026 sagte Jordi Vila, Vertriebs- und Marketingchef von Nissan Europe, gegenüber Auto Express, das Unternehmen prüfe weiterhin Möglichkeiten, den Z nach Europa und ins Vereinigte Königreich zu bringen.

Damit erhält das Kaze Concept eine weiterreichende Bedeutung. Nissan erprobt, wie viel Potenzial noch in der klassischen japanischen Sportwagenformel steckt, während die Hersteller ihre Modellpaletten zunehmend mit SUVs und Elektroautos füllen. Der Kaze erfindet den Z nicht neu. Im Gegenteil: Er setzt ganz bewusst voll auf die altmodischsten Merkmale des Z – Hinterradantrieb, einen Biturbo-V6, ein herausnehmbares Dach und Tuningkultur.