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Neuer Mitsubishi Pajero erhält 9000 Bestellungen – klassische Geländewagen sind weiter gefragt

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Die Rückkehr des Mitsubishi Pajero ist besser angelaufen als erwartet. Für das neue SUV mit Leiterrahmen gingen in Japan, Thailand und Australien zusammen rund 9000 Bestellungen ein. Damit nähert es sich schon vor dem offiziellen Verkaufsstart in Japan dem Absatzziel von 10.000 Fahrzeugen für das gesamte Geschäftsjahr. Die starke Nachfrage zeigt, dass es weiterhin Käufer für klassische SUV mit ausgeprägten Allradfähigkeiten gibt.

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Nachfrage in Japan übertrifft Jahresziel noch vor Verkaufsstart

Aus Mitsubishis Präsentation der Geschäftszahlen vom 6. November geht hervor, dass bis zum 5. November rund 9000 Bestellungen für den neuen Pajero eingegangen waren.

Mitsubishi nimmt in Japan seit dem 1. Oktober Vorbestellungen entgegen. Bis zum 28. Oktober waren es rund 5500 – bereits mehr als das Absatzziel von 4000 Fahrzeugen für das laufende Geschäftsjahr in Japan.

Der offizielle Verkauf in Japan beginnt am 17. Dezember. In Thailand ist der neue Pajero bereits erhältlich, Australien gehört zu den nächsten vorgesehenen Märkten.

Die Rückkehr des Pajero ist für Mitsubishi von strategischer Bedeutung. Das traditionsreiche Modell trug dazu bei, den Ruf des Unternehmens als Hersteller robuster Allradfahrzeuge zu begründen, und errang zwölf Gesamtsiege bei der Rallye Dakar.

Leiterrahmen und mechanischer Allradantrieb

Anders als viele moderne SUV hat der neue Pajero einen separaten Leiterrahmen, der sich für anspruchsvolle Geländefahrten eignet.

Unter der Haube arbeitet ein 2,4-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel mit 150 kW und 480 Nm Drehmoment. Der Motor ist mit einer Achtgang-Automatik gekoppelt.

Mit dem System Super Select 4WD-II können Fahrer zwischen Heck- und Allradantrieb wählen sowie eine Mitteldifferenzialsperre und eine Geländeuntersetzung nutzen. Die S-AWC-Elektronik hilft dabei, das Fahrverhalten auf unterschiedlichen Untergründen zu kontrollieren.

Auch die Geländedaten unterstreichen seine Fähigkeiten: 230 mm Bodenfreiheit, ein Böschungswinkel vorn von 30,4 Grad und hinten von 25,8 Grad.

Der knapp 4,92 Meter lange Pajero bietet drei Sitzreihen und tritt vor allem gegen den Toyota Land Cruiser und den Ford Everest an.

Mitsubishi braucht ein neues Erfolgsmodell

Der starke Start des Pajero kommt für das Unternehmen zur rechten Zeit. Mitsubishis weltweiter Fahrzeugabsatz sank in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 um rund 7 % auf 358.000 Fahrzeuge.

Der Umsatz stieg dennoch um 3,8 %, während sich das operative Ergebnis dank Kosteneinsparungen und günstigerer Wechselkurse verbesserte. Für Mitsubishi ist der Pajero damit mehr als ein Modell mit nostalgischem Wert: Er soll die Position des Unternehmens im profitableren SUV-Markt stärken.

In Japan kostet der neue Pajero 6,19 bis 7,95 Millionen Yen, umgerechnet etwa 34.000 bis 44.000 Euro. Das ist eine ungefähre Umrechnung der Preise vor Ort, keine Prognose für europäische Preise.

Mitsubishi plant, den Verkauf des Pajero ab dem Geschäftsjahr 2027 auf rund hundert Länder auszuweiten. Ein Marktstart in Europa ist allerdings nicht bestätigt.

In Europa könnte der Pajero Käufer des Land Cruiser ansprechen. Diesel-Abgasvorschriften, Steuern und Kosten für die Typgenehmigung erschweren jedoch einen Marktstart.

Der frühe Verkaufserfolg des Pajero bestätigt, dass der klassische Geländewagen noch nicht ausgedient hat. Offen bleibt, ob Mitsubishi das anfängliche Kaufinteresse in einen dauerhaften Absatzerfolg ummünzen und dem Pajero wieder zu seiner einstigen weltweiten Bedeutung verhelfen kann.