1/2 Dacia bringt neuen Spring und Striker nach Paris und elektrifiziert die gesamte Modellpalette
Dacia wird auf dem Pariser Autosalon 2026 zwei Weltpremieren feiern. Die zweite Generation des Spring bleibt das günstigste Elektroauto der Marke, während Dacia mit dem neuen Striker seine Präsenz im C-Segment ausbaut. Zugleich hält Hybridtechnik in die übrige Modellpalette Einzug.
Neuer Spring soll weniger als 18.000 Euro kosten
Die zweite Generation des Spring wird ein Elektroauto im A-Segment bleiben. Dacia betont, dass sie in Europa gebaut werden wird. Der Einstiegspreis soll unter 18.000 Euro liegen. Wichtiger noch: Der neue Spring ist kein Einzelmodell. Laut Dacia bildet er den Auftakt für eine neue Familie von Elektroautos, die bis 2030 wachsen soll.
Damit wird die Strategie der Marke recht deutlich: Dacia will sich auf dem Elektroautomarkt nicht durch Leistung oder Bildschirmgröße abheben, sondern den Preis eines Elektroautos möglichst niedrig halten.
Striker erweitert Dacias Angebot im C-Segment
Die zweite Weltpremiere ist der Striker, ein neuer Crossover im C-Segment. Er soll das Angebot neben dem Bigster ergänzen, ihn aber nicht ersetzen. Dacia richtet das Modell an Privat- und Geschäftskunden und stellt einen Einstiegspreis von unter 25.000 Euro in Aussicht.
Technische Daten hat Dacia noch nicht veröffentlicht. Welche Antriebe und Abmessungen der Striker haben wird und wie viel kleiner oder günstiger er als der Bigster sein wird, ist daher noch offen.
Klar ist lediglich, dass Dacia statt eines einzelnen Modells eine ganze Modellfamilie im C-Segment anbieten will.
Hybrid 155 kommt für Sandero, Stepway und Jogger
Der Sandero, der Sandero Stepway und der Jogger erhalten den neuen Antrieb Hybrid 155. Damit wird Dacias Modellpalette faktisch vollständig elektrifiziert sein. Der Spring bleibt rein elektrisch, während es von jedem anderen Dacia-Modell mindestens eine Hybridversion geben wird.
Für die Marke ist das ein größerer Schritt als die bloße Einführung eines neuen Motors. Dacia hat seinen Preisvorteil bislang auf einfache Antriebe gestützt, doch die europäischen Emissionsvorgaben drängen Hybridtechnik inzwischen auch in niedrigere Preisklassen.
Duster und Bigster erhalten Hybridantrieb mit Allrad
Der Duster und der Bigster werden in Paris mit dem neuen Antrieb Hybrid 150 4x4 zu sehen sein. Dacia hat noch keine detaillierten technischen Daten für das System veröffentlicht. Die Bezeichnung des Antriebs bestätigt jedoch, dass Hybridtechnik und Allradantrieb nun auch in den größeren SUV der Marke zusammenkommen.
Besonders wichtig ist das für den Duster, dessen günstiger Allradantrieb über mehrere Generationen hinweg zu seinen stärksten Verkaufsargumenten gehört hat. Wenn Dacia auch beim elektrifizierten 4x4 den Preis im Rahmen halten kann, wird das Modell in Europa vergleichsweise wenige direkte Konkurrenten haben.
Dacia bereitet sich auf 2030 vor
Der Auftritt in Paris zeigt, dass sich Dacia in zwei Richtungen entwickelt. Einerseits baut die Marke ihre Präsenz im C-Segment aus, wo der Striker zum Bigster hinzukommt. Andererseits wird die gesamte Modellpalette elektrifiziert, ohne die Elektrifizierung als eigenständige Premiumtechnik zu behandeln.
Für Dacia ist das folgerichtig. Die Marke muss technisch nicht am anspruchsvollsten sein; sie muss einen ausreichend modernen Antrieb zu einem niedrigeren Preis als die Konkurrenz anbieten. Auf dem Pariser Autosalon 2026 wird der neue Spring zum entscheidenden Gradmesser für diese Strategie. Wenn Dacia den Preis für ein in Europa gebautes Elektroauto weiterhin unter 18.000 Euro halten kann, wird der Druck auf andere Hersteller günstiger Elektroautos deutlich zunehmen.