Nissan zeigt Frontier mit Biturbo und Armada mit offenem Dach auf der SEMA
Nissan bereitet für die SEMA 2026 drei Geländewagen-Konzepte vor – vom Frontier-Pick-up mit Biturbo bis zum Armada im Safari-Umbau. Keines der Fahrzeuge steht zum Verkauf. Mit ihren Ausstattungsmerkmalen erprobt der Hersteller jedoch Ideen für künftige Geländefahrzeuge und Zubehör.
Drei Wege abseits des Asphalts
Laut Nissans Presseunterlagen werden der Frontier RONIN, der Pathfinder XE-V6 und der Armada Jungle Patrol vom 3. bis 6. November 2026 auf der SEMA in Las Vegas ausgestellt. Der Hersteller will damit Fahrzeughalter inspirieren und Rückmeldungen zu künftigen Modellen und Zubehör sammeln.
Die drei Fahrzeuge gehen die gleiche Aufgabe unterschiedlich an: Beim Frontier stehen Antrieb und verbreitertes Fahrwerk im Mittelpunkt, der Pathfinder verbindet Retro-Optik mit Geländetechnik, und der Armada erhält die umfangreichsten Karosserieumbauten.
Frontier RONIN: 3,8-Liter-V6 mit Biturbo-Aufladung; Leistungs- und Drehmomentwerte sind nicht bekannt. Die Spurweite wächst um rund 305 mm, die Fahrzeughöhe um mehr als 102 mm.
Frontier RONIN: 35-Zoll-Reifen vom Typ Yokohama Geolandar X-AT, 17-Zoll-Prototypenräder mit Beadlock-System und größere, eigens angefertigte Bremsen.
Pathfinder XE-V6: Fahrwerkshöherlegung um etwa 102 mm, 18-Zoll-Prototypenräder, Geländestoßfänger und ein ausschwenkbarer Träger für ein vollwertiges Reserverad.
Armada Jungle Patrol: offenes Dach, Überrollkäfig aus Rohren, nach innen gerichtete Sitze, Fahrwerk mit langen Federwegen und 37-Zoll-Reifen.
Alle drei Fahrzeuge sind Ausstellungskonzepte und nicht für den Verkauf bestimmt; Pläne oder Preise für den europäischen Markt gibt es nicht.
Frontier RONIN mit Biturbo und breiterer Spur
Das Herzstück des Frontier RONIN ist eine Biturbo-Version des 3,8-Liter-V6 aus dem Pick-up. Der Hersteller verspricht mehr Leistung, nennt aber keine genauen Leistungs- oder Drehmomentwerte. Wie groß der Zuwachs gegenüber der Serienversion ausfällt, lässt sich daher noch nicht beurteilen.
Fahrwerkskomponenten des TITAN verbreitern die Spur um etwa 305 mm und heben das Fahrzeug um mehr als 102 mm an. So entsteht Platz für 35-Zoll-Reifen vom Typ Yokohama Geolandar X-AT auf 17-Zoll-Prototypenrädern vom Typ NISMO ASCEND. Deren Beadlock-Konstruktion fixiert den Reifenwulst mechanisch an der Felge.
Zur höheren Leistung kommen größere, eigens angefertigte Bremsen. NISMO Off Road steuert Seitenschutz, Zusatzleuchten und einen Reserveradträger bei. Im Innenraum gibt es Sportschalensitze, zusätzliche Instrumente für den aufgeladenen Motor und Sicherheitsgurte mit topografischen Kartenmotiven.
Pathfinder XE-V6 verbindet Jubiläums-Hommage mit höhergelegtem Fahrwerk
Zum 40. Jubiläum des Pathfinder erinnert der XE-V6 an die erste Generation WD21. Sein Name spielt auf den damaligen 3,0-Liter-V6 an. Die rote Karosserie und die Streifen in Schwarz, Anthrazit und Silber greifen die grafische Gestaltung des Patrol aus den 1980er-Jahren auf.
Das Konzept basiert auf dem Pathfinder des Modelljahrs 2027 und erhält eine Fahrwerkshöherlegung um etwa 102 mm, Yokohama-Geolandar-Geländereifen und 18-Zoll-Prototypenräder von NISMO. Speziell angefertigte Geländestoßfänger schaffen mehr Freiraum beim Überwinden von Hindernissen, ein Dachträger nimmt zusätzliche Ausrüstung auf, und ein ausschwenkbarer Träger am Heck hält ein vollwertiges Reserverad.
Der V6 des aktuellen Pathfinder leistet etwa 212 kW, in der Version Rock Creek sind es 220 kW. Diese Angaben beziehen sich auf die Basisfahrzeuge; für das Konzept XE-V6 sind keine eigenen Leistungswerte bestätigt.
Armada Jungle Patrol tauscht sein herkömmliches Dach gegen ein Safari-Konzept
Der Armada Jungle Patrol ist vom Wüsten- und Safari-Erbe des Patrol inspiriert. Ein offenes Dach, ein Überrollkäfig aus Rohren und nach innen gerichtete Sitze verändern den Charakter des großen SUV weit stärker als ein einfaches Zubehörpaket.
Im Gelände setzt das Konzept auf 37-Zoll-Reifen vom Typ Yokohama Geolandar und ein speziell angefertigtes Fahrwerk mit langen Federwegen. Stahlstoßfänger und Radlaufverbreiterungen bieten zusätzlichen Schutz, Leuchten von NISMO Off Road sorgen für bessere Ausleuchtung. Die Presseunterlagen beschreiben keine Änderungen am Antrieb.
Vom Messestand nicht direkt in den Verkaufsraum
Keines der drei Konzepte steht zum Verkauf. Laut Hersteller könnten ihre Ideen jedoch künftige Serienfahrzeuge beeinflussen, so wie frühere SEMA-Projekte die Modellreihe Rock Creek inspiriert haben. Einige der gezeigten Zubehörteile von Nissan oder NISMO könnten auch über Händler erhältlich sein. Welche das sind, geht aus den Unterlagen aber nicht hervor.
Angaben zur Verfügbarkeit in Europa, zum dortigen Zubehörangebot oder zu Preisen gibt es nicht. Für ein europäisches Publikum zeigen die drei Fahrzeuge damit vor allem, welche Richtung der Hersteller bei der Entwicklung von Geländefahrzeugen einschlägt – nicht etwa einen bestätigten Modellplan.
Die Umbauten haben auch praktische Einschränkungen: Sie können sich auf Fahrzeugsicherheit, Emissionen, Haltbarkeit und die Einhaltung der Anforderungen für den Straßenverkehr auswirken. Schäden oder Fehlfunktionen, die durch Umbauten verursacht werden, sind möglicherweise nicht von der Garantie abgedeckt.