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Ford entwickelt den nächsten Ranger weiterhin in Australien

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 29.09.2026

Ford hat in Australien mit der Entwicklung des Ranger der nächsten Generation begonnen. Dort wurde bereits das aktuelle Modell entwickelt. Der neue Pick-up wird gegen Ende des Jahrzehnts erwartet. Seine wichtigste Aufgabe wird die Elektrifizierung sein: Der Ranger muss seine Fähigkeiten als Arbeitsfahrzeug bewahren und zugleich immer strengere Emissionsvorgaben erfüllen.

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Nach Angaben des australischen Magazins Drive arbeitet das dortige Ford-Team mit rund 1.500 Ingenieuren am nächsten Ranger. Fadi Mawal, Chef von Ford Australia, bestätigte, dass Australien auch künftig die Entwicklung des Ranger und des eng verwandten Everest leiten will.

Australiens Rolle ist kein Zufall

Das Produktentwicklungszentrum von Ford Australia leitete bereits die Entwicklung des aktuellen Ranger. Seine Ingenieure passten das Fahrzeug an die Anforderungen von mehr als 180 Märkten an. Dieselbe T6-Architektur kommt im Ranger, im Ford Everest und im Volkswagen Amarok zum Einsatz. Ford bezeichnet Australien als Kompetenzzentrum für das weltweite Ranger-Programm.

Die Zukunft der australischen Entwicklungsabteilung von Ford ist allerdings nicht vollständig gesichert. Ford-Chef Jim Farley hat das Land als sehr teuren Standort für Entwicklungsarbeit bezeichnet. Das Unternehmen verhandelt mit der dortigen Regierung darüber, wie sich die Entwicklungsarbeit wirtschaftlich tragfähig fortsetzen lässt.

Beim Ranger lässt sich die Entwicklung nicht einfach in ein günstigeres Land verlagern. Das australische Team kennt die Nutzung von Pick-ups, den Anhängerbetrieb, anspruchsvolle Geländebedingungen und dauerhafte Belastungen besser als die meisten anderen Ford-Entwicklungszentren. Das zeigt sich auch am Ranger Super Duty, den Ford speziell für die Anforderungen gewerblicher Kunden vor Ort entwickelt hat.

Der nächste Ranger muss stärker elektrifiziert werden

Ford hat die Technik der nächsten Generation noch nicht offengelegt. Eine rein elektrische Version, ein herkömmlicher Hybrid und ein elektrifizierter Diesel sind derzeit Gegenstand von Spekulationen und nicht Teil einer bestätigten Modellplanung.

Die Richtung ist dennoch klar. Der aktuelle Ranger ist in Europa bereits als Plug-in-Hybrid erhältlich. Er kombiniert einen 2,3-Liter-Benzinmotor mit einem 75 kW starken Elektromotor und einer Batterie mit 11,8 kWh nutzbarer Kapazität. Das System leistet 207 kW und liefert 697 Nm Drehmoment. Die elektrische Reichweite nach WLTP beträgt bis zu 43 Kilometer; die zulässige Anhängelast für gebremste Anhänger bleibt bei 3.500 Kilogramm.

Die nächste Generation muss deutlich weiter gehen. Toyota hat den Hilux bereits elektrifiziert, während chinesische Hersteller immer leistungsstärkere Plug-in-Hybrid- und Elektro-Pick-ups auf den Markt bringen. Am Ende des Jahrzehnts kann sich der Ranger nicht mehr allein auf den Diesel verlassen.

Die Marktführerschaft in Europa steht auf dem Spiel

Auch in Europa ist der Ranger kein Nischenmodell. Ford verkaufte dort 2024 insgesamt 60.400 Ranger und erreichte einen Anteil von 43,6 % am Pick-up-Segment. 2025 stieg sein Marktanteil auf mehr als 47 %. Der Ranger beendete das Jahr zum elften Mal in Folge als meistverkaufter Pick-up Europas.

Die neue Generation muss deshalb mehr leisten, als dem aktuellen Ranger lediglich eine neue Frontpartie zu geben. Ford muss Anhängelast, Nutzlast und Geländetauglichkeit erhalten und zugleich Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen senken.

Wenn dem australischen Team dieser Spagat erneut gelingt, ist der Entwicklungsstandort des nächsten Ranger nicht bloß eine Frage der Tradition. Für Ford ist Australien einer der wenigen Standorte, an denen die nötige Kompetenz für die Entwicklung eines weltweit eingesetzten Arbeitsfahrzeugs bereits vorhanden ist.