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Geely steigt mit knapp einem Drittel bei NIO Power ein und will die Technik in eigene Elektroautos bringen

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 28.09.2026

Geely Holding vertieft die Zusammenarbeit mit NIO und will Elektroautos entwickeln, die NIOs Batteriewechselstationen nutzen können. Bei der Vereinbarung geht es nicht nur um den Kauf von NIO-Batterien, sondern darum, die Batteriewechseltechnik, Standards und Infrastruktur der beiden Konzerne miteinander zu verknüpfen.

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Geely beteiligt sich maßgeblich an NIO Power

Laut einer offiziellen Mitteilung von NIO bringt Geely sein Batteriewechselunternehmen Yiyi Power in NIO Power ein und investiert zusätzlich rund 83,8 Millionen Euro. Nach Abschluss der Transaktion wird Geely 30 % an NIO Power halten, während NIO mit 63,6 % die Mehrheit behält. Die Vereinbarung bewertet NIO Power mit rund 2,1 Milliarden Euro.

Geely hat die Option, innerhalb von zwei Jahren weitere rund 83,8 Millionen Euro zu investieren und seinen Anteil damit auf 34 % zu erhöhen. Zugleich übernimmt NIO 10 % an Haohan Energy, dem Betreiber von Geelys Ladenetz.

Geely will Fahrzeuge für den Batteriewechsel entwickeln

Der wichtigere Teil der Vereinbarung betrifft die Fahrzeuge. Geely und NIO wollen gemeinsame technische Standards für den Batteriewechsel entwickeln. Geely will neue Elektroautos nach diesen Standards entwickeln, für die NIO Power Batteriewechseldienste anbieten soll. Die Unternehmen haben noch nicht mitgeteilt, welche Marken oder Modelle von Geely Holding die Technik zuerst erhalten werden.

Bei NIOs System wird ein entladener Akku in etwa drei Minuten gegen einen geladenen ausgetauscht. Bis Februar 2026 hatte das Unternehmen 100 Millionen Batteriewechsel durchgeführt und betrieb weltweit 3.790 Wechselstationen.

Damit erhält Geely Zugang zu einer bestehenden Infrastruktur, deren Aufbau von Grund auf teuer und zeitaufwendig wäre. NIO wiederum bekommt mehr Fahrzeuge an seine Stationen und kann so sein kostspieliges Batteriewechselnetz besser auslasten.

Einsatz in Europa bleibt vorerst offen

NIO hat den Batteriewechsel in Europa bereits erprobt. Im April 2025 betrieb das Unternehmen in der Region 60 Power-Swap-Stationen, unter anderem in Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Dänemark.

Die neue Vereinbarung bestätigt allerdings nicht, dass Geely-Modelle mit Batteriewechseltechnik nach Europa kommen. Dort muss sich die Technik gegen immer schnelleres DC-Laden behaupten, das keine kostspielige, standardisierte Batteriewechselinfrastruktur erfordert.

In China ist die Lage anders. NIO hat bereits gezeigt, dass der Batteriewechsel mit einer großen Nutzerbasis und einem dichten Netz funktionieren kann. Durch Geely gewinnt dieses Modell erheblich an Gewicht.