Werbung
Honda Prelude 2027 Limited Edition 1/6
Fullscreen image 1/6

Honda bringt Prelude Limited Edition nach Europa – bordeauxrotes Coupé ab 2027 im Verkauf

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 30.09.2026

Honda erweitert das Angebot für den neuen Prelude in Europa um eine Limited Edition. Ihre wichtigste Neuerung ist nicht mehr Leistung, sondern eine deutlich auffälligere Farbgebung als beim regulären Modell. Die Lackierung Premium Crystal Garnet Metallic, ein bordeauxroter Innenraum und rote Akzente verleihen dem Hybridcoupé einen Charakter, den die Standardversion kaum bietet.

Werbung

Nach Angaben des Herstellers kommt das Sondermodell nach seiner positiven Aufnahme in Japan nach Europa. Zumindest in Italien beginnt der Verkauf im Februar 2027. Angaben zu den Stückzahlen für Europa und zum Preis hat Honda bislang nicht gemacht.

Dunkelrot innen und außen

Am leichtesten ist die Limited Edition an der Lackierung Premium Crystal Garnet Metallic zu erkennen. Hinzu kommen rote Akzente an Front- und Heckstoßfänger, rote Brembo-Bremssättel sowie 19-Zoll-Leichtmetallräder mit schwarzen und glanzgedrehten Oberflächen.

Der größere Unterschied zeigt sich allerdings im Innenraum. Während für den regulären europäischen Prelude Kombinationen aus Weiß und Blau oder Schwarz und Blau angeboten werden, erhält die Limited Edition einen bordeauxroten Innenraum. Rote Kontrastnähte finden sich an Lenkrad, Mittelkonsole und Armaturenbrett; Sitze und Türverkleidungen greifen das Motiv auf. Den Namen Prelude lässt Honda in das Armaturenbrett einsticken.

Technisch ist das Sondermodell dagegen unverändert. Die Limited Edition behält den e:HEV-Hybridantrieb des europäischen Prelude und das System Honda S+ Shift. Letzteres simuliert Gangwechsel für den Hybridantrieb und stimmt dabei das Verhalten des Antriebsstrangs, die Motordrehzahl und den Klang aufeinander ab.

Fahrwerkstechnik aus dem Civic Type R

Technisch hat der Prelude deutlich mehr zu bieten als nur seine Farbe. Das europäische Modell nutzt einen 2,0-Liter-Benzinmotor nach dem Atkinson-Prinzip und ein e:HEV-Hybridsystem mit zwei Elektromotoren. Der Prelude soll kein konventionelles Sportcoupé mit hoher Leistung sein, sondern ein schnelles, fahrerorientiertes Hybrid-Grand-Tourer-Modell.

Honda kombiniert den Antrieb mit Fahrwerkstechnik aus dem Civic Type R. Der Prelude hat eine Vorderachse mit Zweiachskonstruktion, adaptive Dämpfer und Brembo-Vierkolbenbremsen vorn. Das ist wichtig, denn seine Sportlichkeit verdankt der moderne Prelude vor allem dem Fahrwerk und nicht seiner Motorleistung.

Hondas eigenes Konzept unterscheidet sich von dem des Type R. Prelude-Projektleiter Tomoyuki Yamagami vergleicht den Charakter des Autos eher mit einem Segelflugzeug als mit einem Kampfjet oder einem Formel-Rennwagen. Angestrebt sind Geschmeidigkeit und Kontrolle, nicht ein möglichst aggressives Ansprechverhalten.

Der Prelude ist in Europa schon jetzt ein teures Nischenmodell

Der Preis für die Limited Edition ist noch nicht bekannt. Einen Anhaltspunkt bietet Spanien: Dort wurde für den regulären Prelude ein Preis von 43.600 Euro bestätigt. In Deutschland beginnt der Preis bei rund 49.500 Euro.

Damit besetzt der Prelude in Europa eine ungewöhnliche Nische. Die Auswahl an erschwinglichen zweitürigen Coupés ist geschrumpft, und Honda will mit dem Prelude keinen Leistungswettbewerb bestreiten. Stattdessen verbindet das Auto einen Hybridantrieb, Fahrwerkslösungen aus dem Type R und die Alltagstauglichkeit eines viersitzigen Coupés.

An diesem Konzept ändert die Limited Edition technisch nichts. Honda macht den Prelude lediglich optisch eigenständiger und wird dafür sehr wahrscheinlich mehr verlangen als für die Standardversion. Falls die Auflage tatsächlich klein ausfällt, ist das zumindest ehrlicher als noch ein „sportliches“ Sondermodell, dessen wichtigste technische Neuerung sich als Plakette auf der Heckklappe entpuppt.