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Neuer BMW 3er übernimmt das Design des i3 und behält den Reihensechszylinder

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 30.09.2026

BMW hat die achte Generation des 3ers vorgestellt. Eines wird sofort deutlich: Der elektrische i3 und die Benzinmodelle sollen von außen wie dasselbe Auto aussehen. Das Spitzenmodell M350 xDrive behält einen 3,0-Liter-Reihensechszylinder, leistet 326 kW und 580 Nm und beschleunigt in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Hinter dem von der Elektromobilität geprägten Design hält BMW am Verbrennungsmotor fest.

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Nach offiziellen Angaben von BMW trägt der neue 3er die interne Bezeichnung G50. Das Modell übernimmt die Designsprache der Neuen Klasse, die BMW erstmals beim elektrischen i3 eingeführt hat. Äußerlich unterscheiden sich der elektrische 3er und die Verbrennerversionen nur in Details, die sich aus ihren jeweiligen Antrieben ergeben.

Gleiches Design, unterschiedliche Technik

Der 3er mit Benzinmotor ist nicht einfach ein i3, dem BMW einen Motor unter die Haube gesetzt hat. Der elektrische i3 nutzt die Elektroauto-Architektur der Neuen Klasse und die eDrive-Technologie der sechsten Generation. Das Verbrennermodell hat dagegen eine auf seinen Antrieb abgestimmte Konstruktion und Steuerung.

BMW gleicht das Erscheinungsbild und die Bedienoberfläche der Modelle bewusst an. Zentrales Element des Innenraums der neuen Generation wird Panoramic iDrive mit BMW Operating System X. Panoramic Vision projiziert Informationen an den unteren Rand der Windschutzscheibe, während in der Mitte des Armaturenbretts ein 17,9-Zoll-Touchscreen sitzt.

Ein Elektroauto ist damit nicht mehr zwangsläufig ein futuristisch gestalteter Ableger, während die Verbrennerversion nicht mehr den traditionellen 3er verkörpert. Optisch gehören beide zur selben Familie; der Antrieb wird zur Wahlmöglichkeit innerhalb dieser Familie.

M350 xDrive behält drei Liter Hubraum und sechs Zylinder

An der Spitze der Verbrennerpalette steht der BMW M350 xDrive. Der Nachfolger des bisherigen M340i nutzt einen 3,0-Liter-TwinPower-Turbo-Reihensechszylinder mit 48-V-Mildhybridsystem. Die Systemleistung beträgt 326 kW, das maximale Drehmoment 580 Nm. Die Kraft gelangt über ein Achtgang-Steptronic-Automatikgetriebe und den Allradantrieb xDrive an die Räder.

Der M350 xDrive beschleunigt in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht elektronisch begrenzte 250 km/h. Gegenüber dem bisherigen europäischen M340i xDrive verbessert sich die Beschleunigungszeit um rund 0,3 Sekunden. Der kombinierte Verbrauch nach WLTP beträgt 8,2 l/100 km, der CO₂-Ausstoß 187 g/km.

Der M350 xDrive verfügt serienmäßig über ein adaptives M Fahrwerk, ein M Sportdifferenzial und eine Sportlenkung mit variabler Übersetzung. BMW ergänzt außerdem die Funktion Drift Moment, die die Antriebskraft ausschließlich an die Hinterräder leiten kann. Die Funktion soll im Laufe des Jahres 2027 verfügbar werden und lässt sich laut BMW auch bei zuvor produzierten Fahrzeugen per Software-Update aktivieren.

Das ist eine recht deutliche Antwort auf die Erwartung, mit der Neuen Klasse könnte der klassische 3er mit Reihensechszylinder bald verschwinden. Der elektrische i3 wird zum technologischen Spitzenmodell der Baureihe, doch BMW behält den Reihensechszylinder auch für europäische Käufer im Programm.

Das Einstiegsmodell bleibt ein Vierzylinder

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Neben dem M350 xDrive kommen auch Vierzylinder-Benziner auf den Markt, ebenfalls mit 48-V-Mildhybridtechnik. Der BMW 320 für den deutschen Markt hat einen kombinierten WLTP-Verbrauch von 7,5 l/100 km und einen CO₂-Ausstoß von 169 g/km. Im Laufe des kommenden Jahres wird BMW die 3er-Palette zudem um einen Plug-in-Hybrid erweitern.

Beim Fahrwerk setzt die neue Generation auf neu entwickelte Dämpfer mit federwegabhängiger Charakteristik. BMW bietet ein adaptives Fahrwerk und ein adaptives M Fahrwerk als Optionen an. Die sportlichsten Varianten können mit 20-Zoll-Rädern bestellt werden, mit Reifen der Dimension 245/35 R20 vorn und 275/30 R20 hinten.

Laut BMW erlaubt der Motorway Assistant Fahrern, bei Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h die Hände vom Lenkrad zu nehmen – in Ländern, in denen das System zugelassen ist. Bis Ende 2026 sollen große Teile West- und Nordeuropas dazugehören, auch wenn die von BMW veröffentlichte Liste noch nicht alle europäischen Märkte umfasst.

Der i3 bietet ein ganz anderes Konzept

Der erste elektrische BMW i3 der Neuen Klasse kommt parallel zum 3er mit Benzinmotor auf den Markt. Das Spitzenmodell i3 50 xDrive leistet 345 kW und 645 Nm und beschleunigt in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Seine 108,7-kWh-Batterie ermöglicht eine WLTP-Reichweite von bis zu 912 km.

Das 800-V-Bordnetz ermöglicht Gleichstromladen mit bis zu 400 kW. Unter idealen Bedingungen lassen sich in zehn Minuten bis zu 423 km WLTP-Reichweite nachladen. Der günstigere i3 40 xDrive leistet 275 kW, hat eine 82,8-kWh-Batterie und kommt mit einer Ladung bis zu 710 km weit. Der i3 M60 xDrive soll 2027 hinzukommen.

So entsteht innerhalb der 3er-Palette eine eher ungewöhnliche Konstellation. Der elektrische i3 bietet mehr Leistung, eine enorme Reichweite und eine völlig neue 800-V-Architektur. Der M350 xDrive hält ein klassisches Argument dagegen: sechs Zylinder in Reihe, 250 km/h und die Möglichkeit, eine Allradlimousine per Knopfdruck in eine heckgetriebene Limousine zu verwandeln.

Europäische 3er-Produktion auf zwei Werke verteilt

Auch die Produktion zeigt, wie unterschiedlich die Autos hinter dem gemeinsamen Design tatsächlich sind. BMW wird den elektrischen i3 in München bauen, wo 1975 auch der erste 3er entstand. Ab 2027 wird sich das Münchner Werk vollständig auf elektrische Modelle der Neuen Klasse konzentrieren.

Der 3er mit Verbrennungsmotor wechselt in das BMW-Werk Dingolfing in Bayern. Die Hauptkomponenten für Elektroantriebe und Verbrennungsmotoren werden im Werk Steyr in Österreich gefertigt; die Hochvoltbatterien für den i3 kommen aus dem neuen BMW-Werk Irlbach-Straßkirchen in Deutschland.

Der neue 3er verkörpert damit BMWs technologieoffene Strategie besonders deutlich. Das Elektroauto gibt die Richtung für Design und digitale Architektur vor. Europäische Kunden müssen aber nicht zwangsläufig ein Elektroauto kaufen, um beides zu bekommen. Zudem bleibt am anderen Ende der Palette weiterhin ein 3,0-Liter-Reihensechszylinder erhalten.